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Die Geschenke, die man mit viel Aufwand in entnervenden Shoppingtouren zusammengesucht hat, werden an ein oder zwei Tagen verteilt, man versucht, die Zeit davor zu vergessen und sich voll und ganz dem weihnachtlichen Zauber hinzugeben, den man vor Jahren als Kind verspürt hat. Doch ob das klappt? Eher nicht.
Hat nicht die ganze Weihnachtszeremonie etwas sehr angestrengtes, mehr noch als jedes andere Fest? Der Druck, seinen Mitmenschen eine Freude machen zu wollen und zu müssen zerstört alle Ruhe und den Frieden, den man gerne verspüren möchte. Dazu kommen Traditionen wie Weihnachtslieder singen und Weihnachtsgeschichten vorlesen, von denen man nicht mehr richtig weiss, wieso man sie pflegt, da sie niemandem Spass machen.
Die Alternative zum Weihnachtsgrauen lautet: Party! Jedes Jahr finden während den ganzen Feiertagen die besten Partys und Konzerte mit hochkarätigen Acts statt. Warum nicht etwas unternehmen, dass einem Freude bereitet, wieso nicht feiern an einem Feiertag? Ich kann Ihnen diese Frage beantworten: Ich bringe es schlicht nicht über mein Herz.
Trotz besseren Wissens hoffe ich jedes Jahr auf ein Weihnachtswunder. Darauf, dass sich bei mir jenes frohe Gefühl, die Bewunderung der ganzen Mystik um das Weihnachtsfest einstellt, die ich als Kind verspürt habe. Die Schönheit der Lichter am Weihnachtsbaum, die Vorfreude auf die Geschenke und das Gefühl, dass etwas Besonderes passiert.
Ich gebe dem ganzen Zauber also wiederum eine Chance, es soll wieder einmal die letzte sein. Doch wird dieses Weihnachtsfest nicht der Knüller werden, dann gibt’s in Zukunft Wodka und harte Bässe statt Keksen und stiller Nacht!