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An der jährlichen Messe Macworld präsentierte Apple-Boss Steve Jobs heute voller Stolz das neuste Kind des Trend setzenden Technologie-Multis: Das iPhone, das viele Technik-Freaks schon seit Monaten ersehnt hatten. Das kleine, 11,6 Millimeter dünne Kästchen wartet visuell bereits mit einem Knüller auf: Es hat ausser der Home-Taste keine herkömmliche Tastatur, sondern arbeitet mit einem 3,5 Zoll grossen Touchscreen: Mit den Fingerspitzen kann man Telefonnummern anwählen, SMS schreiben, im Internet surfen, Mails versenden und all die anderen Funktionen des Handys bedienen.
Natürlich gibts auch eine Kamera (mit zwei Megapixel) und es ist ein Musik-Player integriert, mit bis zu 8 Gigabyte Speicherplatz. Der Bildschirm ist auch gross genug, um Videos in vernünftiger Qualität schauen zu können.
Doch damit nicht genug: Das iPhone kann auch lokalisieren, wo sein Benutzer sich gerade aufhält – und wo der nächste Starbucks liegt. Dies dank der Zusammenarbeit mit Google Earth. Das Programm, das mit Satelliten-Bilder arbeitet, liefert auch prompt gestochen scharfe Bilder des Kolosseums in Rom oder des Obelisken in Washington aufs Display.
Ganz billig wird der Spass aber nicht: Das Modell mit acht Gigabyte kostet mit dem Abschluss eines Zweijahres-Telefonabos in den USA 599 Dollar (rund 740 Franken), das mit vier auch noch 499 Dollar (617 Franken). Doch die Rechnung von Apple-Boss Jobs geht dahin, dass der Kunde anstatt einen iPod und ein herkömmliches Handy nur noch ein Gerät kaufen muss und damit billiger fahren könnte.
Kaufen kann man das Handy in den USA ab Juni oder Juli; in Europa steht das Super-Kommunikationskistchen voraussichtlich erst im Herbst in den Läden. Von der einen Milliarde Handys, die weltweit im Umlauf sind, will sich Apple eine dünne Scheibe von einem Prozent abschneiden. Doch das wären immerhin noch zehn Millionen Geräte. Die Kassen von Apple, das wegen der zunehmenden Bedeutung der Unterhaltungselektronik das Wort Computer aus dem Firmennamen streicht, werden klingeln.
Dafür soll auch die zweite vorgestellte Neuerung sorgen: ein Gerät namens Apple TV, das Musik und Filme drahtlos vom Computer auf den Fernseher überträgt. Es hat eine Speicherkapazität von 40 Gigabyte und kostet 299 Dollar (rund 370 Franken).