Handwerkskunst reloaded Schnipp, schnapp, schön

Im Landesmuseum in Zürich läuft die Ausstellung «Scherenschnitte». Gezeigt werden klassische Werke aber auch neue und frische Interpretationen der volkstümlichen Handwerkskunst.

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Als Vater des Schweizer Scherenschnitts gilt Johann Jakob Hauswirth (1809-1871) aus dem Pays-d’Enhaut. Er schnitt als erster Alpaufzüge und schilderte mit filigranen Scherenschnitten und Collagen das alpine Alltagsleben in Form von Lebensbäumen, Herzen und Blumensträussen. 

Im Landesmuseum werden nun diesen historischen Scherenschnitten zeitgenössische Werke gegenübergestellt: Eigens für die Ausstellung konzipiert sind die Installationen der Künstlerinnen Camille Scherrer (29) aus Vevey (VD), der Zürcherin Ana Strika (33) und von Marianne Vogler (67) aus Oberwil BL.

Der erste Scherenschnitt Europas stammt aus Deutschland und geht auf das Jahr 1612 zurück. Während im 18. Jahrhundert der sogenannte Weissschnitt, mit weltlichen Themen, von Frauen der gebildeten Schicht angefertigt wurden, verwendeten ihn die Klosterfrauen als Umrahmung gemalter Heiligenbilder. Später im 19. Jahrhundert gehörte der Scherenschnitt zur Bildung «höherer» Töchter. Erst in der Zeit des Jugendstils wurde der Scherenschnitt an der Wiener Kunstgewerbeschule zu einem künstlerisch eigenständigen Ausdrucksmittel.

Aktuell erlebt der Scherenschnitt ein grosses Revival. So erschuf etwa das amerikanische Modelabel Marchesa atemberaubende Scherenschnitt-Roben, Wohndesigner kreieren Lampen, Decken und sogar Teller, junge Künstler setzten auf «Paper-Cut Art» und Fashionistas klemmen sich farbige Täschchen mit Scherenschnittmotiven unter den Arm. Und wer während der Festtage die weihnächtlich dekorierten Schaufenster bewunderte, stiess - etwa bei, Modehaus  Grieder - auf wunderschöne Scherenschnitt-Kulissen.

Die Ausstellung «Scherenschnitte» ist bis 19. April 2015 im Landesmuseum zu sehen. (www.nationalmuseum.ch)

Publiziert am 12.01.2015 | Aktualisiert am 12.01.2015
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