Vorschau: «The Surge» Raffinierte Kämpfe nach grossem Knall

Mit dem Hardcore-Rollenspiel «Lords of the Fallen» schafften die Frankfurter Entwickler von Deck 13 den Durchbruch. Nun arbeiten sie an «The Surge», das statt in einer Fantasywelt in einer dystopischen Zukunft spielt. Wir haben das Game bei einem Event in Paris mit den Entwicklern angeschaut.

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Übersicht
Das Action-Rollenspiel spielt in einer düsteren Zukunft, in der die Menschheit die Umwelt schon zugrunde gerichtet hat. Damit einher gehen die Überalterung der Gesellschaft, eine am Boden liegende Weltwirtschaft und die sich daraus ergebende hohe Arbeitslosigkeit. Der Protagonist des Spiels heisst Warren – ein durchschnittlicher Typ – der bei einer Firma anheuert, die sich zum Ziel gemacht hat, die ökologischen Probleme zu lösen. Doch als er am ersten Arbeitstag sein Exoskelett anprobieren soll, geht etwas grundlegend schief. Als er aus dem Blackout erwacht, ist alles um ihn herum zerstört, überall liegen Leichen, und die Überlebenden der Katastrophe gehen in Zombie-Manier auf ihn los.

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Gameplay
Obwohl «The Surge» in einem komplett anderen Szenario spielt, erinnert das Kampfsystem an «Lords of the Fallen». So dürfte wildes Draufhauen auf den Gegnern relativ schnell mit dem Tod von Warren enden. Stattdessen haben die Entwickler den Kämpfen einige raffinierte Mechaniken spendiert, nach denen der Spieler seine Taktik ausrichten sollte.

So kann der Held einen bestimmten Gegner anvisieren und danach mit dem Controller-Stick eine bestimmte Körperzone ins Visier nehmen. Dabei lohnt es sich bei einem mit einem Helm und einer Oberkörperpanzerung ausgerüsteten Feind, die nur mit einer normalen Hose geschützten Beine ins Visier zu nehmen. Damit richtet man nicht nur mehr Schaden an, sondern unterbricht auch den Angriff des Gegenübers, was bei der Attacke auf eine gut gepanzerte Zone nicht passiert.

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Bei jedem Angriff füllt sich eine Kampfenergie-Leiste an, die unter anderem dazu benutzen kann, einen finalen Angriff auszuführen und damit das ins Visier genommene Körperteil abzutrennen. Dies hat denn auch Auswirkung auf die Beute. Haut man seinem Gegner zum Beispiel den Kopf weg, erhält man einen Blueprint oder ein Item, mit dem man dann selber einen Helm herstellen kann. Bei einem Schlussangriff auf einen Arm hinterlässt der Feind natürlich die entsprechenden Gegenstände für eine Armschiene. Innerhalb des Kampfs gilt es aber auch, die Ausdauer-Leiste, von der man für jeden Angriff zehrt, im Auge zu behalten, damit man dem Gegner nicht völlig wehrlos gegenüber steht.

Das Game besitzt zusätzlich ein Levelsystem, wobei man mit jedem Anstieg einen Platz für ein zusätzliches Implantat freischaltet. Diese ersetzen sowohl Attributs- und Skillsystem – aber auch das Optionsmenü. So gibt es zum Beispiel ein Tutorial-Implantat, das Hilfe-Meldungen für neue Spieler auf dem Bildschirm anzeigt. Hat man diese nicht mehr nötig, kann man es durch ein anderes ersetzen. Ein weiteres Beispiel ist ein Implantat, das die Lebensbalken der Gegner oder die Schadenzahlen anzeigt. Daneben gibt es aber auch solche, die die eigene Lebensenergie erhöhen oder es einem erlauben, die Kampfenergie zur eigenen Heilung zu verwenden.

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Die Welt ist zwar in verschiedene Abschnitte unterteilt. Trotzdem kann man zu jedem Zeitpunkt jeden Bereich wieder besuchen. Einige Umgebungen sind aber zunächst abgesperrt und lassen sich erst mit einem bestimmten Charakterlevel betreten. Allerdings gibt es auch oft genug die Situation, in der man erst merkt, dass man sich auf dem Holzweg befindet, weil die Gegner viel zu stark sind. Zwischensequenzen soll es übrigens keine geben. Stattdessen hat der Spieler den Helden Warren jederzeit unter Kontrolle. Trotzdem soll es im Spiel auch Gespräche und Nebenmissionen geben.

Fazit

«The Surge» wirkt spielerisch wie ein Hack and Slay im Stile von «Diablo» – allerdings mit anspruchsvolleren Kämpfen, in denen das anvisierte Körperteil eine grosse Rolle spielt. Die Charakterentwicklung mit Hilfe von Implantaten, die alle sonstigen Systeme ersetzen, klingt wie eine tolle Idee. Auch die Grafik des Spiels kann technisch bereits überzeugen. Allerdings hoffen, wir dass zur steril wirkenden Industriegebäude-Umgebung noch etwas weniger monotone Abschnitte dazukommen. Zeit genug bleibt, denn das Spiel soll erst zu Beginn des Jahres 2017 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen.

Publiziert am 02.03.2016 | Aktualisiert am 02.03.2016
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