«Titanfall 2» im Test Wenn Giganten vom Himmel fallen

Mit «Titanfall 2» kommt die Shooter-Reihe erstmals auf die PS4. Zusätzlich besitzt das Game nun auch eine Kampagne für Einzelspieler. Und die ist eine faustdicke Überraschung. Wir konnten den Titel der ehemaligen «Call of Duty»-Macher bereits ausführlich testen.

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«Titanfall 2» vorbestellen

«Titanfall 2» für PC bei Digitec vorbestellen (59 Franken)
«Titanfall 2» für PS4 bei Digitec vorbestellen (74 Franken)
«Titanfall 2» für Xbox One bei Digitec vorbestellen (74 Franken)

Übersicht

Nachdem sich die beiden Hauptentwickler von «Call of Duty» mit Publisher Activision Blizzard verkrachten, gründeten sie unter dem passenden Namen Respawn Entertainment flugs ihr eigenes Studio. Das erste Spiel war 2014 «Titanfall», das agile Soldaten gegen gigantische mechanische Monster antreten liess. Zwei Jahre später ist nun der Nachfolger da. Bei einem Review-Event von EA in London konnten wir das Game zwei Tage lang unter die Lupe nehmen. So hatten wir genug Zeit, die Kampagne durchzuspielen und uns für rund sechs Stunden im Mehrspieler-Modus auszutoben.

Screenshots zu «Titanfall 2»

 

Gameplay: So spielt sich «Titanfall 2»

Das hat uns gefallen

Die grösste Überraschung ist die Qualität der Kampagne. Obwohl diese mit sechs bis sieben Stunden Spielzeit relativ kurz ist, bietet sie jede Menge Spektakel. So spielt zum Beispiel ein Teil in einer Produktionsanlage, die ganze Häuser und Ortsviertel herstellt. So sieht man, wie grosse Maschinen zuerst Möbel, Decken und Wände zu einem Gebäude zusammenstellen, während andernorts grosse Rasenplatten entstehen, die dann wieder in einem anderen Bereich zu ganzen Orten zusammengebaut werden. Auch viele andere Umgebungen wie eine gigantische Funkanlage oder ein Schlachtfeld mit unzähligen Titanen erzeugen viele erinnerungswürdige Momente.

Spielerisch ist die Kampagne äusserst abwechslungsreich: So spielt ein Abschnitt gleichzeitig in der Gegenwart und in der Vergangenheit, wobei hier auch kleine Rätsel zu finden sind, in denen der Protagonist Jack Cooper gewisse Passagen nur in der richtigen Zeitebene überwinden kann. Das geht so weit, dass man bei einem Sturz durch ein Lüftungsrohr schnell zwischen den Zeiten wechseln muss, um weder von einem Rotorblatt zerschnetzelt noch von einer Feuerwand gebraten zu werden.

«Titanfall 2» auf der PS4 im Test: Rückkehr der Mechs play

Neben den satten Ballereien gibt es im Spiel aber auch viele Abschnitte, in denen Jack an Wänden entlang rennen oder zwischen ihnen hin und her springt. Auch sonst muss er sich geschickt durch die Umgebung bewegen. Jede Menge Frustpotenzial also? Nicht hier. Die Steuerung geht auch bei komplexen Aktionen leicht von der Hand, so dass man jederzeit weiss, warum ein gewisses Manöver nicht funktioniert hat.

Aber auch im Titanen, der auf den Namen BT-7472 hört, macht das Spiel durchwegs Spass. So gibt es viele Ausrüstungsmöglichkeiten, die in Form von zehn verschiedenen Loadouts installiert werden. Während der Scorch-Titan seine Gegner mit Flammenstössen eindeckt, kann der Ion mit seinem Schild gegnerische Kugeln abfangen und an den Absender zurückschicken. Jeder Titan besitzt dabei eine ultimative Fertigkeit, womit er zum Beispiel mit einem mehrsekündigen Laserstrahl alles zerteilt, was ihm vors Visier kommt. Wichtig: Das Loadout lässt sich jederzeit wechseln und auf die entsprechende Situation anpassen.

«Titanfall 2» auf der PS4 im Test: Rückkehr der Mechs play

Zuletzt überzeugt auch der Multiplayer-Modus. Hier hat sich rein vom Spielgefühl gegenüber dem ersten Teil relativ wenig geändert. Noch immer ist das Game pfeilschnell und lebt vom Ungleichgewicht zwischen dem «Fussvolk» und den Titanen, die sich gegenseitig ins Visier nehmen. Mit rund zehn verschiedenen Modi bleiben auch in Sachen Vielseitigkeit wenige Wünsche offen. So lassen sich auch Partien komplett ohne mechanischen Giganten bestreiten, falls man das Bedürfnis hat.

Das hat uns genervt

In der Kampagne sind die Bosskämpfe gegen feindliche Titanen etwas seltsam gestaltet. So ist es von entscheidender Bedeutung, in Deckung zu gehen, was mit einem riesigen Blechmonster nicht gerade auf der Hand liegt. Taktisch heisst es simpel, feindlichen Attacken auszuweichen, herumliegende Power-ups zur Reparatur aufzulesen und im richtigen Moment zu attackieren. Hier wäre mehr dringelegen.

«Titanfall 2» auf der PS4 im Test: Rückkehr der Mechs play

Im Multiplayer-Modus muss man sich die stärksten Titanen, Waffen und Gadgets mit der Zeit erst freischalten. Im Vergleich zu anderen Spielen sind hier höherstufige Kämpfer dann auch massiv stärker als jene, die erst mit dem Game beginnen. Hier steht und fällt der Spass dann auch damit, ob es «Titanfall 2» gelingt, etwa gleich starke Spieler in die gleiche Partie zu packen. Kommt dazu, dass zum Beispiel bei den Gadgets der Wurfhaken extrem viel mehr Mobilität ermöglicht, so dass man kaum auf ihn verzichten kann.

Fazit

Kreative Szenarien und spektakuläre Action: Die Einzelspieler-Kampagne ist ein wahres Brett, das wir auch gerne auch noch ein zweites Mal durchspielen. Und sei es nur, um die weiteren Antwortoptionen, die bei den witzigen Dialogen zwischen dem Piloten Jack Cooper und seinem Titanen BT 7472 zur Verfügung stehen, auszuprobieren. Beim Multiplayer-Modus sind wir aufgrund des Ausrüstungsgefälle zwischen neuen und erfahrenen Spielern noch leicht skeptisch. Wenn wir aber von einem soliden Matchmaking und funktionierenden Servern ausgehen, dürfte es auch hier zu raffinierten Gefechten kommen.

Wertung von «Titanfall 2» und Releasedate für PC, PS4 und Xbox One

Wertung: 9 von 10 zerlegten feindlichen Titanen

«Titanfall 2» für PC, PS4 und Xbox One, ab 28. Oktober 2016, ab 16 Jahren

Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 25.10.2016
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