«The Witcher 3 – Blood and Wine» angespielt (PC, PS4, Xbox One) Hier kommt das Beste ganz zum Schluss

Dieses Jahr könnte es tatsächlich passieren, dass eine Erweiterung das beste Game des Jahres wird. Denn das vorläufig letzte Kapitel zur «Witcher»-Saga dehnt das Spiel nicht nur um satte 30 weitere Stunden aus, sondern gehört auch zum Besten, was wir in Sachen Story je gesehen haben. Wir haben «Blood and Wine» bei einem Anlass in München angespielt.

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Übersicht

Nachdem der Hexer Geralt von Riva bereits bereits in der Provinz Velen und auf den Skellige-Inseln zum Rechten schaute, verschlägt es ihn für sein neues Abenteuer in ein komplett neues Gebiet. Die Herzogin von Toussaint möchte eine Reihe von Mordfällen aufgeklärt haben, die sowohl mit einem Monster als auch mit schwarzer Magie zu tun haben könnten. «Blood and Wine» bedeutet den vorläufigen Abschluss der Hexer-Saga – wobei auf die Spieler nochmals 30 Stunden Spielzeit, eine komplett neue Stadt und eine Umgebung in der Grösse der Skellige-Inseln im Grundspiel warten. Daneben hat man auch die Menüführung nochmals komplett überarbeitet.

Gameplay

Wie bereits die erste Erweiterung lässt sich auch «Blood and Wine» über einen simplen Auftrag an einem Anschlagbrett starten. Die empfohlene Mindeststufe für die erste Mission ist dabei 35. Heisst: Man muss weder das Hauptspiel beenden, noch die erste Erweiterung «Hearts of Stone» besitzen, um «Blood and Wine» spielen zu können. Und wer Lust hat, kann das Game auch mit einem vom Spiel vorgegebenen, genug starken Helden starten. Auch durch die neue Region und die völlig eigenständige Story ist das Spiel bewusst stark vom Restspiel abgekoppelt.

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Die Auftraggeber entpuppen sich schliesslich als die Barone Palmerin de Launfal und Milton de Peyrac-Peyran, die den Hexer dazu überreden sollen, nach Toussaint zu kommen. Dort angekommen zeigen sich schnell die optischen Unterschiede. So sind in der von uns angespielten PC-Ausgabe in der Ferne gestochen scharfe gigantische Hügelzüge zu erkennen, während in der Nähe die Vegetation am Strassenrand nochmals detaillierter und üppiger ausfällt.

Auch sonst hat sich im Spiel einiges getan. So sind im Inventar neue Kategorien entstanden. Dort werden zum Beispiel Waffen und Rüstungen getrennt angezeigt, ebenso Kräuter, Tränke und Öle. Zusätzlich sind die Bücher nicht mehr im Inventar, sondern nach erstmaligem Lesen im Glossar zu finden. Dies macht die Verwaltung der Items um einiges einfacher.

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Mit überflüssigen gesammelten Mutagenen kann man in einem speziellen Bildschirm neue passive Talente freischalten und vier davon ausrüsten, um den Hexer zu verstärken. Eines davon bewirkt zum Beispiel, dass auch die magischen Hexerzeichen zu kritischen Treffer führen können und, falls dies passiert, die Feinde bei ihrem Ableben explodieren. Allerdings reicht der Umfang der Erweiterung bewusst nicht aus, um alles freizuschalten. Das geschieht dann in einem zweiten Spieldurchgang im «New Game +»-Modus. Dort hat man den Maximallevel auf 100 angehoben.

Die Welt selbst ist prall gefüllt mit Aufträgen. So kann der Hexer nochmals rund 90 Haupt- und Nebenmissionen annehmen und dazu 60 auf der Karte als Fragezeichen markierte Geheimnisse aufdecken. Ohne gross die Story verraten zu wollen, sind die umfangreichen Dialoge wieder hervorragend geschrieben, und einige der Aufgaben sind wie bereits in «Hearts of Stone» ziemlich witzig und teilweise auch komplett surreal ausgefallen. Das Skript beträgt 14’000 Dialogzeilen. Die erste Erweiterung kam noch mit 6000 aus. Dazu gibt es auch 30 neue Waffen, 20 neue Monster sowie 2 Stunden an neuer Musik für die Ohren. Und für Fans des Kartenspiels Gwint kommt an komplett neues Skellige-Set ins Spiel.

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Da es für uns so langsam Abschied von Geralt von Riva zu nehmen heisst, hat man ihm in Toussaint sogar ein Anwesen – sozusagen einen Alterssitz – spendiert. Dieser lässt sich grösstenteils vom Spieler einrichten. So kann man erbeutete Waffen und Rüstungen auf Ständern ausstellen, einen eigenen Kräutergarten anlegen, verschiedene Gebäude renovieren und auch die Möblierung bestimmen. Einiges davon hat sogar kleine Auswirkungen im Spiel. Beglückt man den Hexer zum Beispiel mit einem Luxusbett, erhält er permanent 500 zusätzliche Lebenspunkte.

Fazit

Ein Jahr nach dem Grundspiel könnte man denken, dass die Faszination für «The Witcher 3» langsam nachlässt. Nach unserer Anspielrunde können wir sagen: Mitnichten. Dies liegt zum einen daran, dass die Entwickler das Game sowohl technisch als auch beim Gameplay nochmals konsequent weiterentwickeln und mit neuen sinnvollen Elementen wie dem Anwesen anreichern. Zum anderen fällt es einfach unendlich schwer, sich von dieser toll erdachten und geschriebenen Welt voller Geheimnisse, Intrigen und zweifelhafter Moral zu lösen. So freuen wir uns auf den 31. Mai, wenn wir zum letzten Mal mit Geralt von Riva durch die Lande streifen und mit ihm allerlei actionreiche, amoureuse und zum Teil auch abstruse Abenteuer erleben. Die Erweiterung, die das Grundspiel voraussetzt, erscheint für PC, PS4 und Xbox One.

Publiziert am 10.05.2016 | Aktualisiert am 11.05.2016
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