«The Division» im Test Virus zwingt New York in die Knie

Im Shooter-Rollenspiel «The Division» liegt es an den Spielern, in New York nach einer tödlichen Pocken-Epidemie wieder für Recht und Ordnung zu sorgen. Das ist vor allem dank der grandiosen Optik und Atmosphäre eine unterhaltsame Angelegenheit.

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Übersicht

Am Einkaufstag Black Friday bricht in New York eine absichtlich herbeigeführte Pocken-Epidemie aus, die sich vor allem via Banknoten über die ganze Stadt verbreitet. Bald herrscht überall der Ausnahmezustand, wobei Plünderer, Ex-Sträflinge und sogar Müllmänner auf alles ballern, was sich bewegt. Doch die Stadt ist für einen solchen Notstand gerüstet. Die Division ist ein geheimer Verbund normaler Bürger, die in einer solchen Situation aktiviert wird, um die Ordnung wiederherzustellen. Doch das ist alles andere als einfach.

Trailer zu «The Division»

Trailer zu «The Division»

 

Das hat uns gefallen

Die Mischung aus Shooter und Rollenspiel geht nach einem kurzen Prolog in Brooklyn komplett in einem Teil von Manhatten über die Bühne. Was zunächst nach wenig klingt, besitzt aber einen soliden Umfang, da man die echte Umgebung offenbar nicht gross verkleinert hat. Um das Maximal-Level 30 zu erreichen und die Haupt- und Nebenmissionen abzuschliessen, darf man gerne mal 30 Stunden budgetieren – für einen Shooter eine enorme Spielzeit.

Technisch überzeugt das Spiel: Die winterliche Umgebung ist äusserst detailreich inszeniert, mit stillstehenden Autos auf den Strassen oder Müll, der sich überall in der Stadt angesammelt hat. Noch beeindruckender sind aber die Wetter- und Lichteffekte. Selten sah ein Spiel besser ausgeleuchtet aus, als wenn im nächtlichen Schneesturm ein Scheinwerfer in der Ferne ein fahlen Lichtstrahl durch die Umgebung wirft – oder wenn die Flocken klar sichtbar durch eine nahe Lichtquelle tanzen.

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Auch spielerisch ist das Spiel äusserst solide. Zwar gibt es keine Klassen. Dafür kann man selber entscheiden, ob man seine Figur mit den drei Hauptattributen auf möglichst hohe Lebensenergie, starken Waffenschaden oder bessere Spezialaktionen ausrichten möchte. Zu letzteren gehören zum Beispiel spezielle Granaten, Mini-Geschütztürme oder Heilpakete. Vor allem mit der Ausrüstung und deren Werten lassen sich die Figuren individualisieren. Zusätzlich sind im Spiel aber auch Talente und über den Basisausbau freischaltbare Vorteile zu finden. Zwar ist das alles nicht so raffiniert wie zum Beispiel in der «Borderlands»-Reihe. Aber es erfüllt seinen Zweck, um die Figur auf die eigene Spielweise abzustimmen.

Während man in den über die Stadt verstreuten Unterschlüpfen die anderen Spieler erkennt, sind in der offenen Umgebung nur die eigenen Teammitglieder sichtbar. Der Übergang erfolgt dabei aber nahtlos. Auch die Suche nach Mitspielern ist sehr einfach und geht ohne technische Probleme vonstatten. Klar ist, dass das Game vor allem mit Freunden Spass macht. Aber auch Solisten haben dank der spielerisch äusserst soliden Schiessereien ihren Spass.

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Speziell ist auch die etwa 20 Prozent der gesamten Spielwelt ausmachende Dark Zone. Hier haben die Spieler die Wahl, ob sie miteinander gegen die Feinde vorgehen oder ob sie sich gegenseitig aufs Korn nehmen. Dabei gilt: Wer sich Beute sichern will, muss an fixen Punkten einen Helikopter herbeirufen. Ansonsten können einen aber auch andere Spieler über den Haufen schiessen und die erbeuteten Gegenstände klauen. Allerdings wird man dann für alle anderen Spieler in der Dark Zone als Verräter markiert. Hier gilt es genau abzuwägen, zu welchen Zeitpunkt und zu welcher Situation sich ein Verrat lohnt.

Screenshots zu «The Division»

 

Das hat uns genervt

Das raffinierte Szenario hätte für die Geschichte einiges hergegeben. Jedoch ist die Story schon sehr früh über weitere Strecken vorhersehbar, und der (vorläufige) Schluss ist relativ unbefriedigend. Auch die im Game auftauchenden Figuren hinterlassen kaum einen bleibenden Eindruck. Das Gleiche gilt auch für das Missionsdesign, das sich mit der Zeit ständig wiederholt. So ist erstaunlich, wieviele Geiselnehmer in der Umgebung einen Schlüssel zurücklassen, damit man die Türe, hinter der die Gefangenen sitzen, öffnen kann. Spätestens ab der Hälfte verkommt der Inhalt zur reinen Routine ohne grössere Überraschungen.

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Fazit

Zwar sind die Aufträge etwas fantasievoller ausgestaltet als im ähnlichen «Destiny». Trotzdem wiederholen sich auch hier die Missionsarten und die Gefechte relativ schnell. Was das Spiel aber fast komplett rettet, ist die Atmosphäre. Im nächtlichen Schneetreiben läuft einem auch vor dem TV-Gerät öfters ein Frösteln über den Rücken. Kommt dazu, dass der nahtlose Wechsel zwischen Single- und Multiplayer-Modus hier absolut perfekt funktioniert. Hätte man nur den Bruchteil des Budgets, das hier in die Technik ging, auch in die Geschichte investiert, hätten wir bereits jetzt einen absoluten Anwärter auf das Game des Jahres.

8 von 10 befreiten Abschnitten in Manhattan

The Division, für PC, PS4 und Xbox One, ab 18 Jahren

Publiziert am 21.03.2016 | Aktualisiert am 21.03.2016
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