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Huang Lees Vater ist ermordet worden. Nun soll Huang seinem Onkel Kenny helfen, die Macht in der amerikanischen Grossstadt Liberty City wieder in die Hände zu bekommen. Natürlich nicht mit ganz legalen Mitteln. Gestohlene Autos verschieben, andere Gangster austricksen, der Polizei ein Schnippchen schlagen – so sieht der Alltag der chinesischen Mafia aus.
Die Story von «Grand Theft Auto – Chinatown Wars» mag nicht ganz jugendfrei sein, es macht aber Höllenspass, zumindest virtuell mal den bösen Buben heraushängen zu lassen. Das Grundprinzip der bekannten Spielreihe funktioniert auf dem iPhone so gut, weil es ideal auf den Touchscreen angepasst wurde.
Man steuert mit virtuellen Joysticks und Knöpfen die Figuren und Autos aus der Vogelperspektive. Das braucht ein bisschen Übung, aber bald hängt man die Polizeiautos mit links ab. Zwischendurch muss man kleine Spezialrätsel lösen, etwa mit Gesten auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm ein Auto knacken, in dem man unter dem Steuerrad die Abdeckung öffnet, zwei Drähte umwickelt und so den Motor startet. Natürlich alles, bevor die Cops den Wagen umstellt haben.
Zwar kommt man nur in den comicartigen Zwischensequenzen wirklich nahe an den Helden heran, doch das macht nichts. So läuft auf dem Bildschirm immer extrem viel, was erst die Grossstadt-Atmosphäre mit viel Verkehr und langen Häuserzeilen schafft. Ebenfalls cool: Dass man in einem riesigen Gebiet frei herumfahren kann und dabei heisse Musik im Autoradio hören kann. Das Game beinhaltent 100 Minuten soulige Klänge, man kann sich aber auch einen eigenen Soundtrack aus der sonst auf dem Gerät abgespeicherten Musik zusammenstellen.
Einziger Kritikpunkt am Spiel: Man kann die Kameraeinstellung nicht selber wählen. So ist der Blickwinkel manchmal nicht wirklich ideal. Aber die frei wählbare Sicht würde wohl die Rechenleistung der tragbaren Geräte doch ein wenig überfordern.
Um ein gestohlenes Auto zum Fahren zu bringen, muss dieses kurzgeschlossen werden.