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Übersicht
Unter vielen durchschnittlichen Spielen sind in den Online-Angeboten der Konsolenhersteller ab und zu auch Spielperlen zu finden. «Limbo» stammt von einem kleinen dänischen Entwicklerteam und ist genau so eine. Ein kleiner Junge muss darin in einer schwarzweiss gehaltenen Umgebung den Weg durch viele tödliche Fallen finden.
[+] Grandiose Atmosphäre
Das ganze Spiel ist in verschiedenen Graustufen gehalten. Der stärkste Kontrast ist beim kleinen Jungen zu erkennen, dessen weisse Augen im Vergleich zum schwarzen Körper beinahe funkeln. Zudem verzichtet das Game grösstenteils auf einen Soundtrack. Stattdessen hört man oft unheilvolle Umgebungsgeräusche. Zusammen mit der absichtlich tristen Umgebung erzeugt dies eine verstörende und beklemmende Atmosphäre, wie man sie bei Spielen nur selten zu spüren bekommt.
[+] Vielfältige Rätsel
Alle paar Schritte lauern Fallen oder knifflige Rätsel auf den Jungen. So muss er zum Beispiel mit einer Bärenfalle einer Spinne drei Beine abzwacken. Oder über Äste auf einen Baum hüpfen, um dort einen losen Ast herunterzuwerfen und mit diesem danach einen See überqueren. Allerdings lauert auch überall der Tod: Ein missratener Sprung und schon landet man selber in der Bärenfalle oder ertrinkt im nächsten Gewässer. Zum Glück sind die Speicherpunkte äusserst grosszügig angeordnet, so dass man meist nur die letzten paar Sekunden wiederholen muss.
[+] Gelungene Reduziertheit
«Limbo» kommt komplett ohne gesprochene oder geschriebene Worte aus. Die einzigen Buchstaben sind im Menu zu erkennen, wo man auch erkennt, dass sich das ganze Game mit dem D-Pad und zwei Tasten steuern lässt. Eine zum Hüpfen, die andere um mit Gegenständen zu interagieren. Auch durch das komplett fehlende User-Interface fühlt man sich im Game wie alleine gelassen, was ebenfalls zur düsteren Atmosphäre beiträgt.
[–] Schnell vorbei
Leider endet die Reise durch das faszinierende Spiel bereits nach rund drei Stunden. Mit einem Kaufpreis von 20 Franken lässt sich dies zwar rechtfertigen. Trotzdem hätte man gewünscht, dass sich der surreale Trip noch etwas hinzieht.