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Schon der erste Teil der Serie ging als Partyknüller schlechthin in die Game-Analen ein. Der Controller in Form einer Plastikgitarre liess aus jedem gutbürgerlichen Wohnzimmer eine Rockerhöhle und aus jedem Spiesser eine Rampensau werden.
Dabei überzeugte vor allem das Gameplay, das uns auch bei «Guitar Hero II» erhalten bleibt: Am Hals der Gitarre gilt es, die richtigen Knöpfe im richtigen Timing zum Song, beziehungsweise nach den angezeigten Symbolen auf dem virtuellen Griffbrett zu betätigen. Dabei fungiert eine bewegliche Lamelle am Korpus als Plektrum*-Simulation, um den Ton, beziehungsweise die «Saite» anzuschlagen.
(*Plektrum=Plättchen zum Anschlagen der Saiten)
Grad einfach ist das nicht, je nach Schwierigkeitsgrad sogar überhaupt nicht: Verhaut man sich zu oft, ist die Crowd alles andere als amüsiert und die Bierflaschen aus dem Publikum werden zu unliebsamen Wurfgeschossen. Da kommt die «Starpower» gerade gelegen, so man denn genügend Punkte dafür gesammelt hat. Dabei reisst man den Controller halsseitig in die Höhe und generiert ein Mehrfaches der Punktzahl. Wobei letztere essenziell ist, will man in der Karriere weiterkommen, um neue Songs, Gitarren oder Gitarristen freizuspielen.
Klingt alles nach «Guitar Hero»? In der Tat hebt sich der Nachfolger kaum vom Vorgänger ab. Zwei Neuerungen vermögen allerdings den Unterhaltungsfaktor zu steigern. Da wäre einerseits der Multiplayermodus, wobei hier zwei Gitarrenhelden miteinander antreten (zweiter Controller muss zusätzlich gekauft werden). Dabei übernimmt der eine die Leadgitarre, der andere je nach Song die Bass- oder die Rhythmusgitarre. Natürlich existiert auch immer noch der bekannte «Gegeneinander»-Modus.
Die andere Neuerung betrifft das Training. Dabei kann man auswählen, welchen Part von welchem (freigespielten) Song man in welcher – Achtung: Stossgebets-Erhörung – Geschwindigkeit einüben möchte. Der Drill in der Verlangsamung ist allerspätestens ab Stufe «schwierig» von Nöten und ein Gewinn für das ganze Game.
Etwas durchzogen hingegen die Songliste (s. Kasten): Zwar sind Kracher wie «Killing in the Name» von Rage Against the Machine oder «Monkey Wrench» von den Foo Fighters mit dabei, viele der 40 regulären Titel wie etwa «Cherry Pie» von Warrant oder «Tripping on a Hole in a Paper Heart» von den Stone Temple Pilots sind aber eher aus der zweiten Rockgarde.
Cool wären Songs von aktuelleren Rockacts wie etwa Muse oder dergleichen. Und am allercoolsten wären natürlich Songs zum Herunterladen. Aber da müssen wir uns wohl auf «Guitar Hero III» auf der PS3 gedulden. Bis es soweit ist, kann man sich und seine Headbanger-Kumpels aber problemlos mit «Guitar Hero II» verköstigen.
Wettbewerb: Beantworte unsere Wettbewerbsfrage richtig und gewinne mit etwas Glück eines von zwei Games (inkl. Gitarre) oder gleich eine echte «Epiphone SG Special». Die Gewinner werden von uns benachrichtigt! (Hinter dem Familiennamen kann in Klammern «Gitarre» oder «Game» als Wunsch angegeben werden).