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Wieder einmal hat der grummelige Bowser es auf Prinzessin Peach abgesehen. Und so entführt er sie samt Schloss in die Weiten des Alls. Und natürlich ist Mario sofort zur Stelle, um seinen blonden Engel zu retten.
Unterstützt wird der Latzhose tragende Klempner diesmal von den Luma. Die knuddeligen Sternwesen wohnen auf dem Raumschiff der Sternenhüterin Rosalia. Bevor Mario jedoch mit ihnen die Verfolgung aufnehmen kann, muss das Schiff mit Energie aus goldenen Sternen versorgt werden. Und so durchkämmt Mario verschiedenste Galaxien um auf ihnen die insgesamt 120 Sterne zu sammeln.
Die witzigen Welten bestehen meist aus Kleinstplaneten oder Planet-Bruchstücken mit jeweils eigener Schwerkraft. So läuft unser Held mal kopfüber oder umrundet einen Planeten in wenigen Sekunden, um von dort den Absprung auf den nächsten zu machen. Und die Entwickler haben sich beim Leveldesign allerlei einfallen lassen.
Die Aufgaben sind gewohnt abwechslungsreich: Mal gilt es Sternensplitter zu sammeln, mal ein Wettrennen gegen Bösewichte zu gewinnen, mal fiese Boss-Gegner zu schlagen oder einfach nur einen Parcours zu überwinden, um an den begehrten Stern zu kommen.
Dabei verwandelt sich Mario ab und zu: So kann er mit Bienenkostüm kleine Strecken fliegen, während er als Geist durch Gitterstäbe schweben kann. Als Eis-Mario gleitet er übers Wasser und in Feuerform schiesst er Glutbälle auf seine Gegner.
Die Steuerung ist intuitiv. Besonders angenehm ist das Einsammeln von punktbringenden Kristallen: Statt wie üblich die Teile mit der Figur berühren zu müssen, reicht es, sie mit der Wii- Fernbedienung anzupeilen und schon fliegen sie einem zu.
Erstmals gibt es beim Jump-and-Run auch einen Kooperationsmodus: Während ein Spieler die Steuerung von Mario übernimmt, kann ein zweiter mit einer zusätzlichen Fernbedienung Gegner aufhalten, Kristalle einsammeln oder Mario beim Sprung zusätzlich Höhe schenken. Vor allem bei den späteren, etwas schwierigeren Aufgaben eine durchaus nützliche Erweiterung der Mario-Reihe.
«Super Mario Galaxy» ist das bestaussehende Mario-Spiel bisher. Dabei glänzt das Game auch durch gut versteckte und kurze Ladezeiten. Wie auch bei der Musik und Soundeffekten werden Nostalgiker optisch an die reiche Game-Vergangenheit der Serie erinnert und machen es zu einem überaus würdigen Nachfolger von Spiel-Perlen wie «Super Mario 64» und «Super Mario Sunshine». Einzig die laue Story und kindlich-naiven Dialoge stören wie ein Tolken im Reinheft.