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Explodierende Ölpreise, Wirtschaftskrisen und schwelende Konflikte: Diese aktuellen Themen greift der Shooter «Frontlines – Fuel of War» auf und spinnt die Spirale weiter. Das Ergebnis ist ein Krieg im Jahr 2029, in dem sich die westlichen Staaten gegen die frischen Verbündeten Russland und China um die letzten Ölreserven balgen.
Die aus der Sicht eines in die Truppen «eingebetteten» Journalisten erzählten Story hat es in sich und kann ab und zu ganz untypisch für einen Shooter schon mal zum Denken anregen. Allerdings wirkt der Rest des Spiels relativ losgelöst von der in längeren Sequenzen erzählten Geschichte. Der Einzelspieler-Modus setzt sich zusammen aus Missionen in verschiedenen Umgebungen, mal ein einem Dorf, mal in verschiedenen Anlagen in der Wüste. Dabei bekommt der Spieler und seine Einheit immer wieder neue Ziele, die es zu erledigen gilt, egal ob es darum geht Gebäude einzunehmen, Tore zu sprengen oder Radaranlagen auszulöschen.
Der Soloteil wirkt allerdings eher wie ein Tutorial für den Multiplayer-Modus, auf deren riesigen Karten sich bis zu 60 Spieler gleichzeitig bekämpfen. Die Karten sind dabei so gross, dass man schon mal mit verschiedenen Fahrzeugen, Helikopter oder gar Kampfjet durch die Gegend düsen kann. Dabei kann der Spieler zwischen verschiedenen Klassen wählen und sich so zum gefürchteten Sniper oder zur waffenstarrenden Frontsau entwickeln. Allerdings setzt der Online-Teil eine starke Internetanbindung und etwas Glück voraus. Die Serversuche ist nicht gerade komfortabel gestaltet.
Grafisch ist «Frontlines – Fuel of War» solide. Besonders die eher ländlichen Umgebungen mit Bäumen und anderem Grünzeugs sehen grandios aus und zeigen auch die kreative Stärke der Entwickler. Nichts zu motzen gibt es auch bei den Explosionen und anderen Kampfeffekten. Allerdings muss man einigen Objekten wie zum Beispiel Pflastersteinen sehr nahe kommen, bis sie auf einmal scharf erscheinen.
Während der Einzelspieler-Teil schon Laune macht, entfaltet das Spiel erst online seine wahre Stärken. Allerdings kommt das Game in beiden Modi nicht ganz an Genregrössen wie «Halo 3» oder das Vorbild «Battlefield» heran – zumal das Ganze ziemlich innovationslos daher kommt. Wer allerdings auf der Suche nach einem soliden und actionlastigen Shooter ist, kommt mit «Frontlines – Fuel of War» nicht zu kurz.
play
Spektakuläre Explosionen wechseln sich auf der von uns getesteten Xbox-360-Ausgabe mit teils verwaschenen Texturen ab.