Angespielt: MAG Epochale Schlachten

  • Publiziert: 27.01.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner

Waren bisher 64 Spieler für Online-Shooter-Schlachten das Maximum, bietet «MAG» Gefechte für bis zu 256 Gamer. Wir konnten das Spiel bereits unter echten Bedingungen anspielen.

Übersicht
Bei einem Event in London hatten wir die Möglichkeit, die finale Version des kolossalen Online-Shooter «MAG» anzuspielen. Das Game hat verschiedene Modi für 64, 128 und 256 Spieler im Angebot. Dabei kann man sich zu Beginn für eine von drei Privatarmeen entscheiden. Zur Wahl stehen die in Hightech-Ausrüstungen verliebte Raven, die aus erfahrenen Veteranen bestehende Valor oder die agressiven und auf Guerilla-Taktiken setzende SVER. Zeitlich spielt das Game im Jahr 2025, was aber mehr Einfluss auf die «Story» – die Welt in der Hand von Privatarmeen – als auf die Bewaffnung und Ausrüstung hat. Diese bietet nämlich eher konventionelle Waffen statt Sci-Fi-Knarren.

Gameplay
Alleine durch die gigantische Anzahl von Spielern ist klar, dass spektakuläre Schlachten entstehen. Suche nach gegnerischen Spielern? Fehlanzeige. Stattdessen laufen einem meist grad mehrere vor dem Visier rum. Zudem vermag das Spiel mit seiner für die Grösse der Umgebungen gelungenen Grafik und dem ständigen Kriegslärm zu überzeugen.

Neben einem Training-Modus, der mehr oder weniger aus Team-Deathmatchs besteht, bietet das Spiel drei weitere Varianten. Bei Sabotage gilt es für die Angreifer zwei Punkte zu erobern, um danach zum finalen Ziel vorzudringen, während die Verteidiger dies zu verhindern versuchen. Das Ziel von Aquisition ist ein gegnerisches Fahrzeug zu erobern. Bei Domination, dem Haupt-Modus für 256 Spieler gilt es eine Öl-Rafinerie an acht verschiedenen Punkten einzunehmen.

Jede der Maps ist dabei zusätzlich mit Radarstationen oder anderen strategischen Punkten ausgestattet, die dem Besitzer entsprechende Vorteile bringt. Der Spielverlauf bleibt so relativ abwechslungsreich, auch wenn die Laufwege nach dem Hinscheiden an der Front entsprechend lang sein können.

Raffiniert die Charakterentwicklung: Mit jedem Abschuss erhält man Erfahrungspunkte, die den Spieler im Level aufsteigen lassen und mit denen man sich neue Waffen, Granaten, Heilmittel oder Upgrades kaufen kann – allerdings nur jene, die mit dem entsprechenden Level bereits freigeschaltet sind. Erfüllt man die von den Leadern des Squads oder Platoons vorgegebenen Ziele auf dem Schlachtfeld, gibt es einen Erfahrungsbonus. Als Leader kann man sich vor jeder Spielrunde «bewerben», wobei jener den Posten erhält, der bereits die meiste Erfahrung gesammelt hat.

Fazit

Ohne Zweifel: Was sich die Entwickler vorgenommen haben, ist im fertigen Game auch zu finden: Epochale Schlachten mit gigantischen Ausmassen. Die Kehrseite der Medaille: Als Spieler fühlt man sich hier wie ein winziges Zahnrad in einem grossen Getriebe ohne dass man gross Einfluss auf den Ausgang des Gefechts nehmen könnte. Klar ist aber: Mit 255 weiteren Spielern in die Schlacht zu stürmen, ist ein bisher einmaliges Erlebnis – mit allen positiven und negativen Seiten.

«MAG» ist seit heute für PS3 erhältlich. Den Test zum Spiel gibts voraussichtlich nächste Woche.

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Wie ist «MAG»?»

  • 72,6% Top
  • 27,4% Flop