
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Übersicht
«Shift 2 – Unleashed» versucht wie bereits der Vorgänger den Spagat zwischen realistisch anmutenden Autorennspielen wie «Gran Turismo» und puren Actiontiteln wie «Hot Pursuit». Mit 140 lizensierten Autos und 35 Strecken – zusätzliche Varianten nicht gezählt – gibt es am Umfang wenig zu mäkeln. Unter den Pisten sind reale Rundkurse wie der Nürburgring, Spa und Suzuka, aber auch erfundene Strecken in London oder Shanghai zu finden. Trotz der hervorragenden Ausgangslage vermag der Funken aber nicht so recht zu zünden.
[+] Gediegene Atmosphäre
Neben normalen Tagrennen sind auch Rennen bei Sonnenuntergang oder in der Nacht im Spiel zu finden. Auch wenn die Grafik technisch nicht ganz an der Spitze mitfährt, gelingt es dem Spiel mit hübschen Lichteffekten bei jeder Tageszeit eine stimmige Atmosphäre zu bieten. Kommt dazu, dass die heulenden Motoren und die witzige Ego-Perspektive aus dem Fahrerhelm für ein intensives Fahrgefühl sorgen.
[+] Abwechslungsreiche Karriere
Hat man sich für wenig Geld sein erstes Auto gekauft, lassen sich in verschiedene Kategorien eingeteilte Rennevents absolvieren. Diese werfen sowohl Punkte für den Weg zum nächsten Spielerlevel als auch Geld für neue Autos ab. Durch beides werden zudem neue Events freigeschaltet, wodurch die Karriere bei jedem Spieler je nach Tätigkeit etwas anders verlaufen kann. Übrigens: Auch durch Online-Rennen erhält man die entsprechenden Belohnungen.
[+] Gelungenes Autolog
Im Multiplayer-Modus können bis zu 12 Fahrer in vier verschiedenen Modi gegeneinander antreten, wobei diese Rennen durch das fehlende Regelwerk meist zu wilden Crashduellen ausarten. Interessanter für die Community ist dafür das aus «Hot Pursuit» importierte Autolog-Feature. Darin kann man seine gefahrenen Zeiten mit jenen seiner Freunde vergleichen oder Fotos und Video auf die eigene Pinnwand posten.
[+] Umfangreiche Tuningmöglichkeiten
Egal ob Motor, Getriebe oder Karosserie: Gegen Geld lassen sich praktisch sämtliche Teile des Wagens auswechseln oder aufmotzen und die Leistung des eigenen Gefährts steigern. Aber auch ein zeitlich beschränkter Tempoboost lässt sich in die eigene Karre einbauen. Wer hingegen an optischen Spielereien seine Freude hat, kommt hier mit vielen Farben, Stickern und weiteren Verschönerungsmitteln auf seine Kosten.
[–] Zweifelhaftes Fahrverhalten
Leider hat sich in der Hauptkategorie eines Rennspiels, dem Fahrverhalten, relativ wenig geändert. So untersteuern die Autos massiv und fühlen sich immer noch so an, als müsste man ein Schiff um die Kurve lenken. Um auf Bestzeiten zu kommen, bleibt einem also nichts anderes übrig als in die Kurve zu driften, was durch das inkonsistente Fahrverhalten aber öfters zur Glücksache verkommt. Kommt dazu, dass die Gegner-K.I. öfters unfair ans Werk geht und so einem herbeigeführten Dreher schon mal ein längeres Rennen versauen kann.
[–] Seltsame Leistungsklassen
Um in einer Kategorie mitfahren zu können, muss man ein gewisses, in einer Zahl ausgedrücktes Leistungslimit einhalten. Die verschiedenen Upgrade-Möglichkeiten haben aber zum Teil unlogische Auswirkungen auf die Leistungszahl. Während Motorenteile den Index überproportional steigern, haben zum Beispiel die eingebauten Nitro-Sätze überhaupt keinen Einfluss. Wer also am falschen Ort aufrüstet, fährt trotz hoher Leistungszahl der Konkurrenz hinterher.