Test: Gran Turismo 5 Ein spezielles Vergnügen

  • Publiziert: 26.11.2010, Aktualisiert: 20.01.2012
  • von Martin Steiner

Nach satten fünf Jahren und mit diversen Verspätungen ist nun endlich ein neuer Teil der «Gran Turismo»-Reihe erschienen. Ob damit alle Raserträume wahr geworden sind, haben wir getestet.

Übersicht
Vorneweg die aus Schweizer Sicht spannenden Fakten: Die aus dem Prolog bekannte Eigerstrecke ist in verschiedenen Variationen, darunter auch eine 7 Kilometer lange Runde über meist steinige Untergrund, vertreten. Nicht als Strecke, dafür aber im Fotomodus sind die Marktgasse in Bern und die Luzerner Innenstadt verfügbar. Der Gesamtumfang des Spiels ist hingegen gewaltig: Mit 1000 Autos und 71 Strecken in 26 Umgebungen, darunter die Nordschleife des Nürburgrings, die Strecken in Monza und Le Mans sowie Stadtkurse in London und Madrid, kommen Rennfans auf ihre Kosten.

[+] Riesige Modi-Vielfalt
Neben dem Arcade-Modus, bei dem man auch sofort im Split-Screen antreten darf, ist der GT-Modus das Herzstück der Reihe. Die bekannten Lizenztest mit vielen kleinen Aufgaben sind diese Mal optional, aber weiterhin ein guter Start, um sich einzuspielen und Erfahrungspunkte zu sammeln, mit denen sich neue Autos und Events freischalten lassen. Dazu gibt es eine Masse an Einzelrennen und Rennserien, bei denen man meist nur mit bestimmten Autos antreten kann. Diese lassen sich entweder durch bisherige Erfolge freischalten oder mit verdienten Credits beim Händler kaufen. Übrigens: Wer bereits die PSP-Ausgabe gespielt hat, kann die dort erstandenen Autos auch direkt in «Gran Turismo 5» verwenden.

[+] Motivierende Spezial-Veranstaltungen
Das absolute Highlight sind aber die Spezial-Veranstaltungen. Hier darf man etwa mit Karts über den Asphalt heizen, in der Fahrschule die einzelnen Abschnitte der Nordschleife probefahren oder mit VW-Bussen über die Teststrecke der englischen Sendung Top Gear heizen. Zusätzlich weihen einem Jeff Gordon in die Geheimnisse der Nascar-Serie und Sebastien Loeb in jene des Ralleysports ein. Viele der Events sind in mehrere Stufen eingeteilt. So gibt es praktisch mit erreichen jedes neuen Levels wieder etwas Neues zu tun.

[+] Satte Grafik
Trotz unschöner Schattenwürfe und unterschiedlicher Qualität bei den Strecken: «Gran Turismo 5» kann sich grafisch sehen lassen. Besonders die Wettereffekte und die verschiedenen Nachtrennen suchen ihresgleichen. Auch die Stadtkurse in Rom und Madrid oder die Nordschleife lassen keine Wünsche offen – bei einigen anderen Kursen fehlt teilweise noch etwas der letzte Feinschliff. Von den über 1000 Autos im Spiel überzeugen vor allem die 200 Premium-Modelle, die auch über detaillierte Cockpits verfügen.

[–] Serientypische Schwächen
«Gran Turismo 5» bleibt auch bei seinen Schwächen ein typischer Vertreter der Serie. Die Auswahlmenüs sind wieder mal langsam und vor allem beim Kauf einer neuen Karre oder beim Tuning extrem unübersichtlich. Auch der Multiplayer-Modus – immerhin gibt es nun einen – ist relativ umständlich und optionenarm. Die künstliche Intelligenz der Konkurrenten ist zwar wesentlich besser als bisher, ist aber immer noch nicht dort wo sie sein sollte. Zuletzt ist auch das ab Level 20 freischaltbare Schadensmodell – immerhin gibt es nun eines – kaum der Rede wert.

Fazit

Wie seit jeher ist die «Gran Turismo»-Reihe nichts für Bequeme: Das Game ist umständlich in der Bedienung und schwächelt bei einigen Features. Wie vor fünf Jahren tut dies dem Spielspass aber kaum einen Abbruch. Besonders Einzelspieler können sich auf superbe Fahrphysik und einen gewaltigen Umfang freuen, mit dem man sich bei entsprechender Motivation für Monate beschäftigen kann. Und die brillanten Spezial-Events reissen das Spiel doch noch in für die Serie gewohnte Wertungsregionen.

9 von 10 speziellen Spezial-Rennfahrten

Top 3

1 Test Keine Medaille für «Torino»bullet
2 Super Mario Galaxy 2 Ein All voller Möglichkeitenbullet
3 Angespielt: Death by Degrees Sexy Nin(j)a auf Spielerfangbullet

Games

Wie ist «Gran Turismo 5»»

  • 80,3% Top
  • 19,7% Flop