Test: Starcraft 2 – Wings of Liberty Beinahe wie vor 12 Jahren

  • Aktualisiert am 20.01.2012
  • Von Martin Steiner
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Mit «Starcraft 2 – Wings of Liberty» erscheint der nächste Streich aus dem Hause Blizzard. Wir haben den Echtzeitstrategie-Titel getestet, der selbst hohen Erwartungen standhält.

Übersicht
Zwölf Jahre mussten sich die Fans des ersten «Starcraft»-Spiels auf einen Nachfolger gedulden. Oder zumindest einen Drittel davon. Denn «Starcraft 2 – Wings of Liberty» ist der Beginn einer Trilogie, der die Auseinandersetzung zwischen Terraner – auch als Menschen bekannt – Protoss und Zerg fortsetzt. Im ersten Teil dreht sich alles um die Terraner, genauer um Jim Raynes. Dabei nimmt er nicht nur den Kampf gegen den korrupten Anführer der Menschen, Arcturus Mengsk, wieder auf. Auch seine ehemalige Geliebte Sarah Kerrigan, die inzwischen die Zerg in den Krieg führt, spielt wieder eine entscheidende Rolle im Schicksal der Galaxie.

[+] Grandiose Präsentation
Grosse Teile der Geschichte spielen auf dem Raumschiff Hyperion, wo Jim auf der Brücke, im Arsenal, im Laber oder in der Schiffsmesse mit verschiedenen Personen Gespräche führen oder Nachrichtensendungen anschauen kann, welche die – leider etwas verzettelte – Story vorantreiben. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Missionen oft gleich mehrere Zwischensequenzen anzuschauen. Diese sehen nicht nur hervorragend aus, auch die deutschen Synchronsprecher sind ausgezeichnet besetzt.

[+] Vielseitiges Upgrade-System
Für jeden erledigten Auftrag erhält Raynor Credits, die er vielseitig einsetzen kann. So lassen sich Einheiten oder Gebäude mit bis zu zwei Upgrades aufrüsten. Mediziner heilen danach schneller oder die Infanterie erhält mehr Lebenspunkte. Zusätzlich bieten verschiedene Söldnergruppen ihre Dienste an, die aber auch mit Credits bezahlt werden wollen. In sämtlichen Missionen gibt es zudem Zerg- oder Protoss-Technologie zu finden. Hat man fünf der maximal 30 Einheiten pro Gruppe gesammelt, hat man die Qual der Wahl zwischen jeweils zwei Upgrades, wobei man aber nur eines auswählen kann.

[+] Abwechslungsreiche Missionen
Die meist epischen Missionen besitzen abwechslungsreiche Ziele. Mal gilt es eine gewisse Anzahl an Ressourcen zu sammeln, mal Protoss-Knotenpunkte zu erobern, bevor sie der Feind versiegelt. Speziell ist jene Mission, bei der man am Tage von Zerg versuchte Gebäude zerstören, in der Nacht aber die eigene Basis gegen anstürmende Feinde verteidigen muss. Der Spielverlauf ist dabei keineswegs Linear. Meist hat man die Wahl, welchen Auftrag man als nächstes erledigen will und ab und zu kann man sich sogar entscheiden, auf welcher Seite in die bevorstehende Schlacht ziehen will.

[+] Ausgezeichneter Multiplayer-Modus
Im Multiplayer-Modus darf man schliesslich auch die Protoss und die Zerg ins Kriegstreiben führen. Diese Auseinandersetzungen – mit bis zu sieben Mitspielern – brauchen nicht nur einen flinken Finger, sondern setzen auch ein hohes Mass an strategischem Denken voraus. Wie etwa beim Schach, gibt es hier verschiedene Eröffnungsstrategien, die alle mit dem richtigen Timing zum Erfolg führen können. Versucht man seinen Gegner in den ersten fünf Minuten zu überraschen, oder setzt man auf einen soliden Aufbau? Ab wann expandiert man zum nächsten Rohstoffpunkt? Die richtige Beantwortung vieler solcher Fragen entscheidet mit über Sieg oder Niederlage

[–] Wenige Innovationen
Gegenüber dem Vorgänger hat sich im neuen Spiel herzlich wenig verändert. So spielt man praktisch mit denselben Einheiten die gleichen Schlachten mit relativ ähnlichen Strategien. Hier hätte man sich doch einige neue Herausforderungen, die auch mal eine etwas grössere Anpassung der eigenen Taktik erfordern, gewünscht.

Fazit

Abgesehen von der Präsentation hat sich mit «Starcraft 2» gegenüber dem Vorgänger wenig geändert. Trotzdem reicht es auch für das neue Spiel locker auf den Echtzeitstrategie-Thron. Denn was das Spiel zu bieten hat, bietet es perfekt. Mit seiner vielseitigen Kampagne und hochstrategischen Multiplayer-Schlachten kommt dasselbe Suchtgefühl wie damals vor 12 Jahren auf.

Wertung: 9 von 10 gewonnenen Multiplayer-Schlachten

Starcraft 2 – Wings of Liberty, für PC und Mac, ab 16 Jahren
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