Test: Zelda – Majora’s Mask 3D Maskenball mit vielen Rätseln

Der wohl düsterste und auch ungewöhnlichste Teil der langlebigen «Zelda»-Reihe ist als Remake auf dem 3DS zu haben. Dabei kann «Majora's Mask» auch 15 Jahre nach seinem Original-Release immer noch begeistern.

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Darum gehts
Nach den Ereignissen von «Ocarina of Time» verlässt Link das Königreich Hyrule. Auf der Suche nach seiner Fee Navi wird er allerdings vom Horror Kid überfallen und seines Instrumentes beraubt. Auch sonst sorgt das Kind für Chaos. So verleiht im Majora’s Maske unglaubliche Fähigkeiten, die es dazu nutzt, den Mond vom Himmel zu holen. So hat Link nur 72 Stunden Zeit, um die Ocarina und die Maske wiederzubeschaffen und so die Bürger von Unruhstadt zu retten.

Das hat uns gefallen
Nach dem relativ heiteren «Ocarina of Time» wirkt «Majora’s Mask» ein wenig wie das «Empire Strikes Back» der «Zelda»-Reihe. Die Grundstimmung ist zwar nicht deprimierend, aber trotzdem düsterer als in anderen Teilen. Pflanzenwesen, die unschuldige Frösche in Käfigen gefangen halten und ihnen mit Prügeln drohen, wären in vielen anderen Teilen der Reihe undenkbar.

Ungewöhnlich ist auch der Spielverlauf. So hat Link im Game nur 72 Stunden (in Echtzeit sind es mit der optionalen Verlangsamung der Zeit rund 2 ½ Stunden), um das Abenteuer zu beenden. Allerdings kann er jederzeit auf seiner Ocarina wieder an den Start zurückspringen, wobei ihm aber sämtliche Gegenstände verloren gehen. Link behält aber eingesammelte Herzcontainer für die Lebensenergie. Auch gefundene Masken, die dem Helden neue Fertigkeiten verleihen, und gelernte Melodien für Links Ocarina bleiben zum Start jedes neuen Zyklus vorhanden. Gefundenes Geld lässt sich zudem auf einer Bank hinterlegen.

Viele Leute des Hauptorts Unruhstadt besitzen während der 72 Stunden ihren eigenen Tagesablauf. So kann Link dem Briefträger helfen, die Post auszutragen, einer Tanzgruppe neue Moves beibringen oder einer alten Frau zuhören, während sie eine Geschichte erzählt. Oft muss man innerhalb eines Drei-Tage-Zyklus mehrere Aufgaben für die entsprechende Person lösen, damit es zum Schluss eine Belohnung gibt. Zur Hilfe trägt Link jede Aufgabe in ein Tagebuch ein und, falls nötig, auch noch die Zeit, wann die Schritte zu erledigen sind. Untypisch für die «Zelda»-Reihe sind die Nebenaufgaben ziemlich zahlreich und für viele Stunden Gameplay verantwortlich.

Die Hauptmission führt Link in vier Tempel, in denen es neben vielen Rätseln auch jeweils mehrere Bosse zu erledigen gilt. In den Puzzles muss Link zum Beispiel unter Zeitdruck mit einem brennenden Stock verschiedene Fackeln entzünden oder mit einer Blume als Propeller über verschiedene Plattformen fliegen. Auch hier hat Link nicht länger als 72 Stunden Zeit, um den Tempel abzuschliessen. Allerdings stellt das Zeitlimit überhaupt keine Probleme dar.

Auch sonst hat man das Game für den 3DS noch etwas vereinfacht. So kann man nicht mehr nur beim Zurücksetzen der Zeit speichern. Stattdessen lässt sich auch bei Eulenstatuen – die sonst als Schnellreisepunkte dienen – der Spielstand hinterlegen.

Das hat uns genervt
Einer der wenigen Mängel von «Zelda – Majora’s Mask» ist die Kamera. Auch auf dem New 3DS mit dem zusätzlichen Stick reagiert sie äusserst träge. So ist man bei flinken Gegnern oft mehr mit dem Ausrichten der Perspektive als mit dem eigentlichen Kampf beschäftigt.

Weiter ist der Schwierigkeitsgrad für «Zelda»-Verhältnisse erstaunlich niedrig ist. Speziell wenn man noch verschiedene Nebenmissionen löst und dabei zusätzlich Herzcontainer und somit Lebensenergie erhält, ist Link viel zu stark für seine Gegnerschaft.

Publiziert am 31.03.2015 | Aktualisiert am 31.03.2015

Fazit

Auch 15 Jahre nach dem Original hat «Majora’s Mask» nichts von seinem fremden Charme eingebüsst. Zum einen liegt dies am hervorragenden Ursprungsmaterial, das selbst so viele Jahre später sowohl spielerisch als auch vom Umfang her immer noch beeindruckt. Zum anderen ist das Remake auf dem 3DS absolut gelungen. Besonders die zusätzlichen Speichermöglichkeiten erlauben es, das Game nicht gleich für mehrere Stunden in die Hand nehmen zu müssen. Einzig der im Vergleich zum Original noch tiefere Schwierigkeitsgrad – gewisse Bosse lassen sich hier viel zu einfach legen – hätte nicht sein müssen.

Wertung: 9 von 10 auf der Ocarina gespielte Melodien

The Legend of Zelda – Majora’s Mask, für 3DS, ab 12 Jahren

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