Test: «Xcom 2» Faszinierender Kampf um die ganze Erde

Bereits der erste Teil «Xcom – Enemy Unknown» war ein Erfolg. Nun geht das rundenbasierte Strategiespiel mit «Xcom 2» in die nächste Runde. Dabei ist das Game um einiges zufallsbasierter – gleichzeitig aber auch linearer. Wie das geht, zeigt unser Test.

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«Xcom 2» für PC bei Digitec kaufen (50 Franken)

Übersicht
Was wäre passiert, wenn die Aliens im ersten Teil den Kampf um die Erde gewonnen hätten? Diese Frage dient als Ausgangslage für «Xcom 2». Denn dort herrschen die Ausserirdischen bereits seit 20 Jahren über unseren Planeten. Zwar leben auch noch Menschen, doch einige von ihnen kollaborieren mit den Unterdrückern und haben unter dem Decknamen Advent ein geheimes Projekt im Sinn, das die Niederlage der restlichen Menschheit zementieren würde. Doch zum Glück erwacht auch der Widerstand. Der Commander aus dem ersten Teil wird aus dem Cryoschlaf aufgeweckt. An ihm liegt es nun, die Xcom wieder aufzubauen und den Kampf gegen die übermächtigen Besatzer auszutragen.

 

Das hat uns gefallen
Der Kampf gegen die Aliens findet auf zwei Ebenen statt. So muss man in einem eroberten Raumschiff die eigene Basis ausbauen, die Forschung vorantreiben, gesammelte Alienleichen untersuchen und neue Granaten, Waffen und Munitionstypen herstellen. Zusätzlich stehen einem immer verschiedene Einsätze zur Verfügung. Soll man zuerst den Fortschritt des Adventprojekts verhindern, neue Leute für die eigenen Truppen rekrutieren oder den Widerstand in den verschiedenen Ländern kontaktieren? Sowohl in der Basis wie auch bei der Missionswahl stellt sich immer wieder die Frage, wo man die Prioritäten setzen soll. Denn jede Aktion benötigt Zeit, und diese kann ganz schnell ablaufen, wenn das Adventprojekt kurz vor der Vollendung steht.

Auf dem Schlachtfeld stehen dann bis zu sechs Soldaten im Einsatz, die verschiedenen Klassen angehören. Sie lassen sich zusätzlich bei jedem Levelaufstieg mit zusätzlichen Fertigkeiten weiter spezialisieren. Neu können sich die Kämpfer zu Beginn unentdeckt auf dem Schlachtfeld bewegen, bevor sie koordiniert zuschlagen. Dafür sollte man allerdings nicht allzuviel Zeit aufwenden, da man viele Missionen innerhalb einer bestimmten Rundenzahl beenden muss. Wenn man nicht gerade absichtlich trödelt, ist das Limit in den meisten Fällen kein Problem.

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Die Gefechte selbst sind äusserst fordernd, zumal die Figuren bei jeder Verletzung für eine gewisse Zeit ausfallen oder sogar für immer weg sind, falls sie auf dem Schlachtfeld sterben. Doch keine Panik: Spielt man nicht im Ironman-Modus, lässt sich das Game jederzeit speichern und neu laden, falls eine Situation komplett aus dem Ruder läuft. Dies kann öfters passieren, da viele Ereignisse zufallsbasiert sind. Dies betrifft sogar den Kontinenten, auf dem man das Game startet. Dies verbessert die Wiederspielbarkeit massiv, kann aber in Ausnahmefällen auch zu unfairen Situationen führen.

Das hat uns genervt
Obwohl vieles auf Zufall basiert, verläuft der Basisbau besonders in den höheren Schwierigkeitsgraden relativ linear. Da man wegen des Zeitdrucks nur wenige Optionen hat, heisst es, auf Gedeih und Verderben zunächst die Kommunikationszentren aus dem Boden zu stampfen, damit man mit den Einflussbereich erweiteren kann. Wir hätten uns weitere Möglichkeiten gewünscht, um den Fortschritt des siegentscheidenden Advent-Projekt einzudämmen. Beim Basisbau hinterlässt das Game einen linearen Eindruck.

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Zusätzlich wirken auf dem Schlachtfeld die Prozentzahlen mit den Trefferchancen etwas willkürlich. So scheint es öfters so, als ob ein offensichtlich einfach zu treffendes Ziel eine viel niedrigere Chance aufweist als ein halb verstecktes oder weit entferntes Ziel. Um sicher zu gehen, lohnt es sich jedenfalls, möglichst viele Granaten mitzunehmen, da diese im Notfall garantierten Schaden anrichten – allerdings mit dem Nachteil, dass allfällige vom Gegner hinterlassene Gegenstände ebenfalls zerstört werden.

Fazit

Wer mit dem Zufall als Spielelement ein Problem hat, sollte einen Bogen um «Xcom 2» machen. Denn vieles im Spiel verläuft in jeder Runde anders. Und im Gefecht kann es auch mit 80 prozentiger Trefferwahrscheinlichkeit mal zu einem verpassten Schuss kommen – mit teils verheerenden Konsequenzen. Dies macht aber auch gerade den Reiz aus, dass nicht jede Situation absolut kontrollierbar ist. Zudem bietet das Game viele Spannungselemente, so dass man bei jeder Entscheidung das Gefühl hat, dass sie einen Einfluss auf den Erfolg oder das Scheitern der Kampagne hat. Zusammen mit den fordernden Kämpfen und der hohen Wiederspielbarkeit ist «Xcom 2» – auch wegen der mit vielen Zwischensequenzen inszenierten Hauptmission – nochmals ein Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.

Wertung: 8 von 10 ausser Kontrolle geratene Missionen

Xcom 2, für PC, ab 16 Jahren

 

Publiziert am 29.02.2016 | Aktualisiert am 29.02.2016
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