Test: Wolfenstein – The Old Blood Zurück im legendären Nazi-Schloss

Der hervorragende Shooter «Wolfenstein – The New Order» hat nun mit «The Old Blood» eine Erweiterung erhalten. Darin will der US-Soldat B.J. Blazkowicz im Jahr 1946 die obersten Reihen der Nazis ausdünnen.

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Übersicht
Während «Wolfenstein – The New Order» in einer fiktiven Version der 60er-Jahre spielt, in der die Nazis den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben, geht «The Old Blood» zurück ins Jahr 1946. Als Spion versucht B.J. Blazkowicz, in die Burg Wolfenstein einzudringen, um dort den Aufenthaltsort des berüchtigten General Deathshead zu erfahren. Allerdings wird er dabei erwischt und zu Beginn des Spiels in den Kerker gesteckt. Doch der US-Soldat lässt sich nicht so schnell einschüchtern.

So spielt es sich
Die erste Hälfte ist ähnlich wie «The New Order». In vielen Umgebungen lohnt es sich, zunächst schleichend Generäle auszuschalten, bevor man auf die restlichen Fusssoldaten losgeht. Wird Blazkowicz entdeckt, eröffnen sämtliche Gegner das Feuer auf ihn, und die Obermotze können sogar noch Verstärkung rufen. In der zweiten Hälfte verwandeln sich tote Gegner in Nazi-Zombies. Diese halten zwar um einiges mehr aus, sind aber langsamer und zielen viel weniger genau als die Standard-Feinde. Zudem können sie auch ihre ehemaligen Kollegen angreifen.

Wie in der Hauptausgabe regeneriert Blazkowicz seine Gesundheit nicht automatisch. Dafür liegen in der Umgebung jede Menge Medkits und Rüstungsteile herum, mit denen sich unser Held wieder auf Vordermann bringen kann. Zusätzlich kann er fast jede Waffe in beide Hände nehmen und so zum Beispiel bei Bossgegnern mit zwei Maschinengewehren besonders viel Schaden anrichten.

Das hat uns gefallen
Während «The New Order» in verschiedenen Teilen der Welt spielte, darf man in «The Old Blood» endlich wieder das legendäre Schloss Wolfenstein erkunden. Auch eine spektakuläre Fluchtszene mit der Seilbahn, eine Mine und ein epischer Bosskampf in einem Gasthaus stehen auf dem Programm. Die Umgebungen sind relativ abwechslungsreich, auch wenn bei einzelnen der nichtlinearen Abschnitten das Pacing etwas langsam ausgefallen ist.

Dafür stimmt für die rund 25 Franken der Umfang. Für die rund acht Kapitel benötigt man ebensoviele Stunden. Zudem sind in sämtlichen Abschnitten zusätzliche Geheimräume oder Notizen mit Hintergründen zur Story zu finden. Weiter entdeckt Blazkowicz in jedem Level ein Bett, wo ein Albtraum auf ihn wartet. Dieser versetzt ihn zurück in die erste Ausgabe der Reihe. Heisst: Die Geheimabschnitte sehen so aus wie das allererste «Wolfenstein 3D» aus dem Jahr 1992, inklusive gleicher Gegner und Soundeffekten. Diese Levels sind relativ umfangreich ausgefallen, so dass man für jeden nochmals zusätzliche 15 Minuten einberechnen kann.

Das hat uns genervt
Zwar hat auch «The Old Blood» eine Story zu bieten, die aber bei weitem nicht an jene des Originalspiels heranreicht. So sind dann auch die Erzählabschnitte wesentlich kürzer ausgefallen, und die Figuren bleiben alle relativ blass. Auch die Oberschurken Rudi Jäger und Helga Von Schabbs hinterlassen kaum einen bleibenden Eindruck.

Publiziert am 19.05.2015 | Aktualisiert am 19.05.2015

Fazit

An das Original kommt die Erweiterung zwar nicht heran. Für den tiefen Preis bietet «Wolfenstein – The Old Blood» aber einen hervorragenden Umfang mit spassigen Abschnitten und endlich wieder mal einen Besuch im Schloss Wolfenstein. Wer «The New Order» bereits gespielt hat, findet sich auch hier schnell zurecht. Einen besonderen Spass bieten dabei die Albtraum-Abschnitte, die einen direkt ins Jahr 1992 zurückversetzen. Fans der Reihe dürfen also bedenkenlos zugreifen.

Wertung: 8 von 10 über den Haufen geballerte Nazis

Wolfenstein – The Old Blood, für PC, PS4 und Xbox One, ab 18 Jahren

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Gut zu wissen

In der deutschsprachigen Ausgabe sind wegen der Rechtslage in Deutschland und Österreich sämtliche Nazi-Embleme und -Bezüge entfernt. Wer das Game im Original spielen möchte, sollte sich entsprechend nach einer in der Schweiz relativ locker erhältlichen englischen oder amerikanischen Disc-Ausgabe umsehen. Zusätzlich wird «The New Order» nicht benötigt, um das aktuelle Game zu spielen.

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1 Kommentare
  • Tobias  Grütter 19.05.2015
    Zum Glück gibt es auch genug Deutsche, die wie der Rest der Welt zwischen Spiel und Realität unterscheiden können. Deshalb gibt es auch entsprechende Möglichkeiten eine deutsche Sprachausgabe MIT fast allen Original-Symbolen und -Namen zu spielen. Schon tragisch, wenn man in einem Spiel zwar den Begriff Führer verwenden darf, aber aus Zensurgründen auf Bilder von Adolf Hitler verzichten muss. Als ob irgendwer The Third Reich und the Führer irrtümlich verwechseln würde.