Test: «The Witcher 3 – Hearts of Stone» Die Ersten werden die Letzten sein

Vagabund Gaunter O’Dim ist eine der ersten Figuren, denen der Hexer Geralt von Riva in «The Witcher 3 – Wild Hunt» begegnet – und die er danach nie mehr sieht. In der grandiosen Erweiterung «Hearts of Stone» spielt der Spiegelhändler nun eine undurchsichtige Hauptrolle.

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Übersicht
Der Auftrag der Hauptgeschichte von «Hearts of Stone» beginnt eigentlich wie immer: Geralt von Riva gammelt vor einem Anschlagbrett – dieses Mal vor der Taverne «Drei Katzen» – herum und guckt nach, ob jemand ein Monster tot sehen möchte. Und dieses Mal hat er Glück: Ein gewisser Olgierd von Everec möchte ein riesiges Biest in den Katakomben von Oxenfurt erledigt haben. Doch sowohl Auftraggeber als auch Monster sind anders, als sie sich Geralt vorgestellt hat. Im tiefsten Schlamassel taucht schliesslich auch noch der aus dem allerersten Wirtshaus der Hauptgeschichte bekannte Gaunter O’Dim auf. Und der scheint um einiges mächtiger zu sein, als es zunächst den Eindruck macht. So beginnt eine Achterbahnfahrt, bei der Geralt eine Hochzeit besucht, einen Einbruch plant, an einer Auktion mitbietet und sich in einem Geisterhaus mächtig gruselt.

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Das hat uns gefallen
Zunächst zum Grundsätzlichen: «Hearts of Stone» lässt sich nahtlos aus dem Hauptspiel starten, sobald man den Prolog gespielt und die Region Velen erreicht hat. Allerdings sind die ersten Quests für Level 32 empfohlen. Wer seinen Geralt noch nicht soweit hochgespielt hat, kann aus dem Hauptmenü die Erweiterung direkt starten, wobei man hier einen vorgefertigten Level-32-Geralt mit solider Ausrüstung erhält. Sämtliche Hauptmissionen aus dem Hauptspiel sind dabei deaktiviert. Dafür kann man einen entsprechenden Speicherstand dazu verwenden, um direkt in den «New Game+»-Modus zu hüpfen, der wiederum die gesamte Hauptstory bietet.

Die grösste Stärke des brillanten Grundspiels kommt in «Hearts of Stone» noch akzentuierter zum Zug. Die rund zehnstündige Hauptmission besitzt eine grandiose Geschichte. Mal dramatisch, mal brutal, mal romantisch und auch unerwartet witzig kommt Geralt von Riva langsam dem Geheimnis auf die Spur, das die komplex gezeichneten Protagonisten der Erweiterung umgibt. Dabei hilft auch, dass viele der Figuren um einiges gesprächiger sind als im Standardspiel. So hat man fast das Gefühl, einer vielfältigen Charakterstudie beizuwohnen. Unter dem Motto: «Pass auf, was du dir wünschst!» Zum Schluss bietet das Game eine solide Auflösung, die kaum noch Fragen offen lässt.

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Zwar nimmt die Story einen Hauptplatz ein. Jedoch kommen auch die weiteren Elemente nicht zu kurz. Bereits in den beiden ersten Stunden des Spiels muss der Hexer drei Bosskämpfe bestreiten. Und diese haben es in sich. Der Schwierigkeitsgrad ist satt angestiegen, so dass sich das Spiel diesbezüglich jetzt um eine der insgesamt fünf Stufen höher anfühlt, als in der eher zu leichten Hauptausgabe. 

Das hat uns genervt
Wer auf ein neues Gebiet gehofft hat, wird enttäuscht. So spielt das Game zwar in einer stark umgebauten Region im Osten der Stadt Novigrad. Allerdings ist die Umgebung mit ihren Wäldern und Wiesen genau gleich gestaltet wie der Rest von Velen. Auch die vereinzelten Nebenmissionen kommen nicht an die Qualität des Grundspiels heran. Und schliesslich kann man nun Schwerter gegen Bezahlung um bis zu drei Runenslots erweitern und, sollten alle davon frei sein, sogar ein Runenwort einsetzen. Allerdings muss man für die stärksten Wörter vorher 30’000 Kronen abliefern, damit man diese im «kurzen» Abenteuer verwenden darf. Vielleicht fällt diese Neuerung mit der nächsten Erweiterung noch etwas stärker ins Gewicht, wenn nochmals rund 20 Spielstunden dazu kommen sollen.

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Publiziert am 19.10.2015 | Aktualisiert am 19.10.2015

Fazit

Auch wenn uns kleinere Dinge genervt haben: Die «Hearts of Stone»-Erweiterung ist nicht nur ein einfacher DLC, sondern bietet die wohl raffinierteste und detaillierteste Geschichte aller drei Spiele. Die Inszenierung ist mit vielen kleinen Zwischensequenzen während der Gespräche auf absolutem Top-Niveau. Und während viele andere Spiele vergangene Ereignisse nur als Dialoge aufbereiten, kann man sie – wie etwa die Ciri-Aufgaben im Hauptspiel – auch in «Hearts of Stone» direkt miterleben. Mit dem Umfang von rund 10 Stunden alleine für die Hauptmission zum Preis von weniger als 10 Franken ist die Erweiterung für Fans der Reihe absolute Pflicht. Hier fallen dann auch die eher lieblos implementierten Runenwörter und andere Schwächen kaum ins Gewicht.

Wertung: 10 von 10 zunächst undurchsichtigen Figuren

The Witcher 3 – Hearts of Stone, für PC, PS4 und Xbox One, ab 18 Jahren

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