Test: «Star Wars – Battlefront» Noch viele Sterne du brauchst, junger Padawan

Obwohl das Game auch Solo-Inhalte zu bieten hat, ist «Star Wars – Battlefront» eigentlich nur für Fans von heissen Multispieler-Gefechten von Interesse. Dabei zeigt der sonst für die «Battlefield»-Reihe bekannte Entwickler Dice, dass er von der Materie durchaus Ahnung hat.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nintendos neue Konsole 14 Fragen und Antworten zur Switch
2 Nintendo Switch ab 3. März 2017 «Zelda» zum Start, «Mario» im Herbst
3 Vorschau 17: Torment – Tides of Numenera Das perfekte Spiel für...

Games

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
17 shares
Fehler
Melden

«Star Wars – Battfront» für PC kaufen bei Digitec (58 Franken)
«Star Wars – Battfront» für PS4 kaufen bei Digitec (69 Franken)
«Star Wars – Battfront» für Xbox One kaufen bei Digitec (69 Franken)



Übersicht

Satte 10 Jahre nach «Star Wars – Battlefront 2» erscheint nun eine neue Ausgabe der Reihe. Hinter der Entwicklung steckt Dice, das vor allem für die «Battlefield»-Spiele bekannt ist. Anders als diese besitzt das neue «Battlefront» allerdings keine Kampagne. Zwar gibt es einzelne Inhalte, die sich alleine oder zu zweit im Koop-Modus bestreiten lassen. Diese sind allerdings vernachlässigbar, so dass das Spiel auch als reiner Online-Shooter durchginge. Als solchen haben wird das Game – zunächst bei Dice in Stockholm auf der PS4, danach auch während der «Early Access»-Phase auf der Xbox One zuhause getestet.

Das hat uns gefallen
Der wohl wichtigste der insgesamt neun Multiplayer-Modi ist der Kampfläufer-Angriff, den es bereits während der offenen Beta zu spielen gab. Die Rebellen versuchen darin, je nach Karte ein oder zwei automatisch laufende AT-ATs aufzuhalten. Diese lassen sich allerdings nur attackieren, wenn man in jeder der drei Phasen zwei Uplinks besetzt. Je länger dies die Rebellen schaffen, desto länger sind die AT-ATs dann auch verwundbar. Klar, dass man als Imperium-Spieler möglichst verhindern muss, dass die riesigen Blechdinger zu Boden gehen. Dafür, dass die beiden Seiten unter komplett unterschiedlichen Voraussetzungen starten, ist das Ganze ziemlich ausgeglichen geworden. Einzig auf dem Waldmond Endor sind die Rebellen klar im Vorteil. Trotzdem wirken die Schlachten zwischen 40 Spielern episch und machen Spass.

 

 

Zwar kennt das Spiel keine Klassen. Trotzdem können die Spieler verschiedene Rollen einehmen. In der Luft kämpfen X-Wing, Tie-Fighter und andere Raumschiffe um die Vorherrschaft. Sollte dort eine Seite überlegen sein, kann diese auch Angriffe auf die Bodentruppen fliegen. Deshalb ist die Lufthoheit genauso wichtig. Zusätzlich lassen sich vorübergehend sechs bekannte Figuren aus dem «Star Wars»-Universum spielen. Auf Seiten der Rebellen sind dies Luke Skywalker, Prinzessin Leia und Han Solo. Ihnen gegenüber stehen Darth Vader, Boba Fett und Imperator Palpatine für das Imperium. Jeder der Helden ist massiv stärker als normale Kämpfer und verfügt über verschiedene Fertigkeiten. Sämtliche Fahrzeuge und Helden lassen sich in den Modi Kampfläufer-Angriff und Vorherrschaft – die beide Platz für 40 Spieler bieten – über in der Umgebung aufgelesene Symbole freischalten.

In Vorherrschaft geht es darum, die Frontlinie durch eingenommene Punkte auf die Seite des Gegners zu verschieben. Speziell ist die Jägerstaffel, die reine Raumschiff-Kämpfe für 20 Spieler zu bieten hat, wobei, um den Luftraum aufzufüllen, auch noch 20 vom Spiel gesteuerte X-Wings oder Tie-Fighter am Gefecht teilnehmen. Mit diesen drei Varianten hatten wir dann auch den meisten Spass. Besonders der Kampfläufer-Angriff kann richtig süchtig machen. Natürlich kommen auf Fans von Team Deathmatches oder reinen Kämpfen zwischen den Helden und Bösewichten mit weiteren Modi auf ihre Kosten.

play

 

Dem Spiel hilft auch die perfekte technische Umsetzung. Grafisch gehört es wohl zu den bestaussehenden Spielen des Jahres. Besonders die Wälder von Endor sind grandios inszeniert. Aber auch die Gefechte selbst mit kreuz und quer durch die Gegend fliegenden Laserbeams sehen fantastisch aus. Dies gilt auch für die Soundkulisse, bei der jeder Blaster das typische «Piu»-Geräusch macht und nonstop epische Musik im Hintergrund läuft. Auch die Schiessereien selbst spielen sich völlig problemlos. Technisch und atmosphärisch gibts am Spiel nichts auszusetzen.

Das hat uns genervt
Obwohl 13 Karten eigentlich einen soliden Umfang versprechen, sind diese so über die verschiedenen Modi verstreut, dass dann pro Variante meist nur vier – je eine auf Endor, Hoth, Sullust und Tatooine – übrig bleiben. Kommt dazu, dass die drei «grossen» Varianten – Vorherrschaft, Kampfläufer-Angriff und Jägerstaffel – sich die Umgebungen noch teilen. Sprich: Die meisten Spieler werden sich grösstenteils auf der gleichen Handvoll Karten aufhalten. Hier hätte es ruhig die doppelte Anzahl sein dürfen.

play

 

Wohl um die Motivation etwas zu verlängern, darf man in Levels aufsteigen und dann weitere Waffen, Granaten, Bomben oder unterschiedlichen Projektile – die mal besser treffen, mal mehr Schaden gegen Fahrzeuge verursachen – freischalten. Das wichtigste Gadget ist aber wohl das Jump Pack, mit dem man sich fix aus der Gefahrenzone verabschieden kann. Allerdings ist der Fortschritt extrem zäh und dauert länger als in anderen Spielen.

Fazit

Während Solisten ihre Vorweihnachtszeit weiterhin mit «Fallout 4» oder «Rise of the Tomb Raider» vebringen, dürfen Multiplayer-Spezialisten ruhig einen Blick in «Star Wars – Battlefront» riskieren. Das Game sieht fantastisch aus, bietet satte «Star Wars»-Atmosphäre und auch spielerisch gibt es kaum Mängel. Beim Umfang hätte es aber ruhig etwas mehr sein dürfen. Vier Planeten sind definitiv an der unteren Grenze und auch das Level-System ist so langsam, dass die Motivation bald mal einen Taucher machen könnte

Fazit: 8 von 10 zu Boden gebrachte AT-ATs

Star Wars – Battlefront, ab 19.11.15 für PC; PS4 und Xbox One, ab 18 Jahren

Und das Netzwerk?

Bei Multiplayer-Shootern steht und fällt das Vergnügen natürlich auch mit der Stabilität des Netzwerks. Ein endgültiges Urteil darüber kann man erst am Donnerstag zum Launch des Spiels abgeben, wenn die Server unter Volllast laufen. Während der Beta und jetzt auch der Early-Access-Phase auf der Xbox One hatten wir aber keinerlei Verbindungsprobleme und auch das Matchmaking funktionierte schnell und tadellos. Allerdings häufen sich die Meldungen, dass es beim heutigen Start in den USA zu massiven Problemen kommt. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet mit dem Kauf des Spiels vielleicht noch einige Tage.


 

Publiziert am 17.11.2015 | Aktualisiert am 20.11.2015
teilen
teilen
17 shares
Fehler
Melden