Test: «Soma» Horror in den Tiefen des Atlantiks

Das Horror-Spiel «Soma» überzeugt nicht nur mit seiner gelungenen klaustrophobischen Atmosphäre. Es wirft auch existenzielle Fragen auf, über die man nach dem Spiel noch gerne länger nachsinniert.

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Übersicht
Bei einem Auto-Unfall in Toronto erleidet Simon Jarrett schwere Hirnverletzungen. Zwar kann er sich grösstenteils davon erholen, allerdings bleiben einige Einschränkungen. Deshalb begibt sich Simon in ein Kellerlabor und lässt dort an sich eine experimentelle Therapie durchführen. Dies hätte er aber besser gelassen. Auf einmal erwacht er Tausende Meter unter der Meeresoberfläche, wo die letzten Menschen nach einem Kometeneinschlag zu überleben versuchen. Und das ist nur eine von vielen düsteren Überraschungen, die auf den Helden warten.

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Das hat uns gefallen
Ohne zu viel verraten zu wollen: «Soma» besitzt eine geniale Story, die sich mit vielen existenziellen Dingen des Lebens beschäftigt. So kann man nach dem Spiel auch mal nachsinnieren, ab wann Leben beginnt und ab wann es noch lebenswert ist. Simons Reise dauert dabei rund zwölf Stunden, wobei es im Spiel keine Kämpfe gibt. Ähnlich wie in «Alien Isolation» muss sich Simon vor allfälligen Monstern in der Unterwasserbasis verstecken. Allerdings ist «Soma» hier etwas nachgiebiger. Mindestens einen Angriff überlebt Simon, ohne dass er gleich ins Seegras beisst.

Den Horror erzeugt das Game auch nicht durch billige Schreckmomente. Viele der Monster erahnt man schon im Vorneherein. Stattdessen baut das Spiel konsequent eine bedrückende Atmosphäre auf, die in den engen Schächten, Korridoren und Räumen in den Tiefen noch einen Schuss Klaustrophobie dazu bekommt. Dabei hilft auch, dass besonders die düsteren Sequenzen in den nur schwach beleuchteten Umgebungen mitten im Ozean brillant aussehen.

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Ein grosser Teil der Story besteht aus Funkdialogen zwischen Simon und der mysteriösen Catherine, einer überlebenden Bewohnerin der Unterwasser-Station. Beide Figuren sind mit hervorragenden englischen Sprechern ausgestattet, die ihre Zeilen sehr lebensecht vortragen, was einen hübschen Kontrast zur sonst surrealen Welt ergibt. Nicht weniger toll ist der Soundtrack, der einiges zur ungemütlichen Atmosphäre beiträgt.

Das hat uns genervt
Das Layout der Tiefsee-Stationen ist oft so verwinkelt, dass man auch wegen der fehlenden Minimap teils etwas länger suchen muss, bis man im Game weiterkommt. Auch sonst ist das Tempo nicht allzuhoch. Der Inhalt wirkt so etwas gestreckt. Das Ausweichen vor den einzelnen Monstern drückt ebenfalls das Pacing und will auch nicht so recht zum sonst vor allem von der Story lebenden Spiel passen. Dazu kommt das gleiche Problem wie bei «Alien Isolation»: Manchmal ist es reine Glückssache, ob einen die Gegner entdecken oder ob sie sich grad in einem anderen Bereich der Station befinden.

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Publiziert am 22.10.2015 | Aktualisiert am 22.10.2015

Fazit

Auch wenn unsere Geduld ab und zu etwas gar arg durch unnötige Zeitfresser-Elemente strapaziert wurde: «Soma» ist ein hervorragender Indie-Titel, der ein wenig an «Bioshock» und ein wenig an «Alien Isolation» erinnert. Das Game überzeugt vor allem mit seiner düsteren und ungewöhnlichen Geschichte, die bis hin zum Schluss mehrere überraschende Wendungen nimmt und dem Spieler ab und zu den Boden unter den Füssen wegreisst. So können vor allem Fans von ruhigeren, dafür umso schaurigeren Horror-Geschichte hier ohne Bedenken zugreifen. Wer hingegen auf knallige Action mit viel Blut steht, ist hier an der falschen Adresse.

Wertung: 8 von 10 düsteren Story-Wendungen

Soma, für PC und PS4, ab 16 Jahren, erhältlich über Steam oder PSN

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1 Kommentare
  • Werner  Schönberg aus Ponte Tresa
    23.10.2015
    Richtig, SOMA ist wundervoll, leider jedoch stürzt es dauernd ab...
    Sehr mühsam