Test: «Ride» Wilder Ritt auf 114 Töffs – mit langen Pausen

Das Motorradspiel «Ride» bietet satte Action auf raffinierten Strecken. Warum wir mit dem Game trotzdem nicht so glücklich wurden wie erhofft, zeigt unser Test.

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Übersicht
Die Mailänder Entwicklerfirma Milestone werkelt jeweils an den «MotoGP»- und den «WRC»-Ausgaben. Der Töffracer «Ride» basiert auf keiner Rennlizenz und spielt sich wie eine Art «Gran Turismo» auf zwei Rädern. In unzähligen Events kann man jeweils eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille erhalten. Zusätzlich regnet es Geld für neue Töffs und Rufpunkte, mit denen man in einer 300-plätzigen Weltrangliste aufsteigt. Rund alle 40 Ränge gibt es neue Events, in denen es als Belohnung eines von zwei zur Wahl stehenden Motorräder zu gewinnen gibt.

Das hat uns gefallen
Töffs lenken sich ganz anders als Autos, Dies gilt auch für die Controller-Steuerung auf der Konsole. So dauert es immer eine kurze Zeit, bis man aus einer Kurve heraus wieder gerade auf dem Sattel sitzt und die Maschine in die andere Richtung kippen kann. Besonders auf Strecken mit vielen Biegungen lohnt es sich, ab und zu etwas Gas wegzunehmen, um sich perfekt auf die folgende Kurve vorzubereiten. Die perfekte Linie zu fahren, ist hier tatsächlich eine Herausforderung.

Auch wenn man nach rund acht Stunden den ersten Platz der Weltrangliste erreicht hat, bleiben unzählige Events, in denen man nach Gold streben kann. Die Karriere ist in Klassen für verschiedene Bikes eingeteilt. Hier bietet das Game nicht nur einen riesigen Umfang, sondern ist auch ziemlich abwechslungsreich. Neben normalen Rennen und Zeitfahren gilt es auch mal, möglichst viele Freizeitfahrer zu überholen oder bei einem reinen Beschleunigungsrennen auf gerader Strecke als Erster durchs Ziel zu brettern. Zudem gibt es auch Langstreckenrennen, in denen statt der üblichen plusminus 20 auch mal 40 Kilometer abgespult werden.

Neben bekannten Strecken wie die Road America oder Imola sind auch zwei Stadtkurse durch Mailand und Miami und komplett fiktive Parcours in Südfrankreich und Japan zu finden. Besonders die beiden letzten Umgebungen haben eine raffinierte Streckenführung zu bieten. Kombiniert mit der gelungenen Steuerung macht es richtig Laune, über den Asphalt zu brettern.

Das hat uns genervt
Die grösste Schwachstelle des Spiels sind die elend langen Ladezeiten. So wartet man vor jedem Rennen locker eine Minute, bevor man aufs Gaspedal drücken darf. Wir sind ja geduldig, aber wenn geschätzte 20 Prozent des Spiel aus Warten bestehen, dann geht schnell der Spass am Ganzen flöten. Das Problem ist umso erstaunlicher, als dass die Umgebungen nicht gerade mit vielen Details aufwarten. Während Töffs und Asphalt toll aussehen, haben wir neben der Strecke auch schon auf der PS3 schöner gestaltete Landschaften gesehen. Kommt dazu, dass die Auswahl mit 15 verschiedenen Lokalitäten eher knapp gehalten ist.

Weiter sind bei den einzelnen Events so viele unterschiedlich starke Motorräder zugelassen, dass man gezwungen ist, sich im Shop nach dem stärksten Fabrikat umzusehen und dieses danach mit der Tuning-Funktion noch aufzumotzen. Hier hätten rein leistungsbezogene Kategorien wie zum Beispiel in der «Forza»-Reihe zu raffinierteren Rennen geführen. Ein 100-PS-Bike gegen eines mit 150 PS antreten zu lassen, ergibt überhaupt keinen Sinn.

Publiziert am 28.04.2015 | Aktualisiert am 28.04.2015

Fazit

Die unsäglich langen Ladezeiten sind bei «Ride» tatsächlich ein massiver Stimmungskiller und der Hauptgrund, warum die Wertung vergleichsweise tief ausfällt. Schade! Denn sitzt man mal auf den Töffs, vermittelt einem das Spiel ein tolles Tempogefühl, und jede Maschine fühlt sich etwas anders an. Jedenfalls bietet das Game mehr Abwechslung als die «MotoGP»-Reihe, auch wenn die Anzahl der Strecken relativ gering ausgefallen ist.

Wertung: 6 von 10 perfekt angefahrenen Kurven

Ride, für PC, PS3, PS4 (Testversion), Xbox 360 und Xbox One, ab 3 Jahren

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