Test: Resident Evil – Revelations 2 Purer Horror für zwei ungleiche Duos

Mit «Resident Evil – Revelations 2» bekommt der ursprünglich auf dem 3DS erschienene Ableger der Horror-Reihe einen Nachfolger für die grossen Konsolen. Allerdings wird das Spiel dem grossen Namen nur teilweise gerecht.

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Übersicht
«Revelations 2» spielt zwischen dem fünften und sechsten Teil der Hauptreihe. Claire Redfield arbeitet für die NGO Terrasave, die sich mit den Folgen von Bioterrorismus beschäftigt. Während eines Firmenanlasses wird Claire zusammen mit Moira Burten entführt und auf eine Insel verschleppt. Eine mysteriöse Frau erklärt den beiden über die Gegensprechanlage, dass die Kidnapper auf der Insel ihren Umgang mit Angst erforschen wollen. Zu diesem Zweck warten allerhand Monster auf die Heldinnen. Moiras Vater Barry macht sich zur gleichen Zeit auf die Suche nach seiner Tochter. Auf der Insel angekommen, trifft er auf die kleine Natalia, die ihm im Verlauf der ersten von vier Episoden nicht mehr von der Seite weicht.

Das hat uns gefallen
Die zwei rund einstündigen Hälften der Geschichte sind solide erzählt, wobei am Ende, ganz dem Titel «Revelations» entsprechend, einige schockierende Enthüllungen warten. Spielerisch erinnert der Abschnitt mit Claire und Moira etwas an die alten Survival-Teile der Reihe, wobei Munition knapp ist und die Heldinnen auch mal in den Nahkampf gehen sollten, um Patronen für die verschiedenen Waffen zu sparen. Die Suchaktion von Barry und Natalia ist dann eher actionlastig und erinnert auch mit der verbesserten Steuerung eher an einen modernen Shooter.

Während Claire und Barry als klare Leader den Gegnern mit Waffenkraft einheizen, sind Moira und Natalie jeweils zur Unterstützung da. Moira blendet dabei für kurze Zeit die Monster mit ihrer Taschenlampe, und Natalia sieht die Feinde auch durch Mauern hindurch. Zudem besitzen beide Begleiterinnen die Fähigkeit, Gegenstände in der Umgebung zu sehen, die den anderen Helden verborgen bleiben. Wer das Game alleine spielt, kann auf Knopfdruck die Steuerung der einen oder anderen Figur übernehmen. Dies funktioniert relativ gut, auch wenn Moiras Taschenlampe nicht gerade zuverlässig ist. Alternativ lässt sich das Game auch zu zweit im Splitscreen-Verfahren spielen.

Neben der Kampagne bietet das Game einen umfangreichen Raid-Modus, in dem man mit einer von sechs Figuren verschiedene rund 10-minütige Level absolvieren kann. Dabei lassen sich neue Waffen, Upgrades oder Fähigkeiten freischalten, welche die Helden für weitere Abschnitte vorbereiten. Die Umgebungen erinnern dabei an frühere Spiele. So scheinen einzelne Szenerien direkt aus «Resident Evil 6» entnommen. Dank dem starken Fokus auf Charakterentwicklung macht der Raid-Modus richtig Laune und vermag zu motivieren. Zudem ist der Umfang so massiv, dass man sich, wenn alle vier Episoden erschienen sind, wohl locker nochmals 30 Stunden mit dem Raid-Modus beschäftigen kann.

Das hat uns genervt
Optisch erinnert das Ganze etwas an die frühen Zeiten der vorigen Konsolengeneration. So sind vor allem die Texturen detailarm und verwaschen. Auch die Bewegungen der Protagonisten wirken relativ hölzern. Kommt dazu, dass die Umgebungen mit vielen Gängen in einer unterirdischen Anlage und einigen Aussenarealen relativ fantasielos geraten sind. Zudem werden grössere Teile der Umgebungen für beide Spielhälften benutzt, so dass man mit Barry viele Areale schon kennt, weil man sie bereits eine Stunde zuvor mit Claire gespielt hat.

Auch sonst fehlt es der Inszenierung an Schwung. Während zum Beispiel «Resident Evil 6» trotz all seiner Fehler die eine oder andere Actionsequenz zu bieten hatte, sind bisher in «Revelations 2» kaum Szenen zu finden, die länger in Erinnerung bleiben. Auch raffinierte Rätsel sind im Game nicht zu finden.

Publiziert am 03.03.2015 | Aktualisiert am 03.03.2015

Fazit

Die erste von vier Episoden besitzt für den Preis von unter 10 Franken einen riesigen Umfang, wobei uns vor allem der Raid-Modus mit seinen vielen kurzen Abschnitten und der Charakterentwicklung besonders viel Spass macht. Die zweigeteilte Kampagne ist hingegen relativ dürftig und, bis auf den raffinierten Schluss, ziemlich ereignisarm ausgefallen. Bleibt zu hoffen, dass die Inszenierung in den folgenden Abschnitten etwas zulegt. Die weiteren Episoden erscheinen am 4., 11. und 18. März für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One.

Wertung: 7 von 10 mit der Taschenlampe erfolgreich geblendete Monster

Resident Evil – Revelations 2 Episode 1, für PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, ab 18 Jahren

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