Test: Project Cars Dieser Racer passt sich dem Spieler an

Zwar sieht «Project Cars» zuerst wie eine Hardcore-Rennsimulation aus. Doch das Spiel kann allen Piloten Spass machen, egal ob es sich um ausgebuffte Gaspedal-Akrobaten oder regelmässige Kiesbeet-Besucher handelt.

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Darum gehts
Ursprünglich als Crowdsourcing-Project ins Leben gerufen, ist jetzt mit «Project Cars» eine umfangreiche Rennfahr-Simulation erschienen. So überzeugt das Game vor allem mit rund 100 Strecken an 30 verschiedenen Orten. Auch die Auswahl an Autos ist mit rund 70 Boliden zwar solide, hat aber noch Luft nach oben. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenztiteln muss man die Fahrzeuge aber nicht noch freischalten und vorher stundenlang in langsamen Karren rumgurken. Stattdessen kann man seine Karriere direkt in der Formel A (das Game-Gegenstück zur Formel 1) oder in der LMP-1-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft starten.

Das hat uns gefallen
Mit allen Fahrzeugen und Strecken bereits verfügbar, fällt eine der Motivationsspritzen bei anderen Racern hier weg. Trotzdem ist es den Entwicklern gelungen, einen raffinierten Karriere-Modus zu kreieren. Die Rennklassen sind in acht Stufen, von Karts bis zu Prototypen, eingeteilt, bei denen man je nach Startpunkt von einem Team unter Vertrag genommen wird. Das Spiel folgt dann einem Kalender, wobei man nach überzeugenden Leistungen in einer Saison für nächstes Jahr in eine höhere Stufe aufsteigen kann. Doch damit nicht genug: Erfüllt man während der Karriere gewisse Voraussetzungen (gewinne zehn Rennen, stehe 30 Mal auf dem Podium oder erringe bei einer speziellen Meisterschaft den Sieg) wird man zu zusätzlichen Rennen eingeladen. Diese stehen von nun an während jedes Kalenderjahres zur Vefügung. Hat man während der ersten Saison zum Beispiel noch acht Rennen zu bestreiten, können es in der dritten Saison mit Klassenwechsel und Einladungsrennen bereits 30 sein.

Eine vielleicht noch grössere Errungenschaft des Spiels ist, dass man alles bis ins kleinste Detail einstellen kann. So fährt alleine die künstliche Intelligenz in zehn verschiedenen Abstufungen. ABS, Traktionskontrolle oder die eingeblendete Ideallinie sind nur einige der Optionen, die sich ein- und ausschalten lassen. Training und Qualifying lassen sich vor dem Rennen optional bestreiten. Auch die Länge kann man vor jedem Event neu einstellen. Wer Lust hat, kann die 24 Stunden von Le Mans zum Beispiel in voller Länge bestreiten, oder die meisten Veranstaltungen auf wenige Runden reduzieren. So ist für jeden Spielertyp etwas dabei.

Das hat uns genervt
Viele kleine Dinge sind noch nicht ganz so, wie sie sein sollten. So sind die vom Game gesteuerten Konkurrenten bei Regen wesentlich stärker als auf trockener Strecke. Die Formel-Boliden übersteuern mit den Grundeinstellungen so krass, dass man vor den Rennen längere Zeit in den Optionen verbringen muss, damit man ein einigermassen fahrbares Auto hat. Zudem spielt besonders bei Überrundungen ab und zu die Ranganzeige verrückt, so dass man sich zwischendurch nicht sicher sein kann, auf welchem Platz man nun genau liegt. Und bei Langstrecken-Rennen machen einen die Funksprüche wahnsinnig. So kommt zum Beispiel immer wieder die Anweisung, man solle doch aufs Gaspedal drücken, obwohl man zum Beispiel die GT-Klasse bei weitem anführt, das Game aber offenbar meint, man müsse mit den wesentlich leistungsstärkeren Prototypen mithalten können.

Während das Spiel sonst mit seiner Optionen-Vielfalt überzeugt, wirkt der Online-Modus im Vergleich dazu etwas ärmlich. Zwar funktionieren die Rennen wie sie sollten. Aber so fehlt zum Beispiel eine Suchfunktion, um festzulegen, ob man einen schnellen 10-Minuten-Event oder ein komplettes 24-Stunden-Rennen fahren will. So kann die Suche nach einer Veranstaltung viel länger dauern, als eigentlich nötig wäre.

Publiziert am 15.05.2015 | Aktualisiert am 15.05.2015

Fazit

Mit der Abkehr von der klassischen «Verdiene Geld, um neue Autos freizuschalten»-Methode und der riesigen Freiheit, muss man sich in «Project Cars» die Ziele selber setzen. Uns ist das aber allemal lieber, als wenn man wie in «Forza Motorsport 5» Hunderte von immergleichen Rennen fahren oder echtes Geld in die Hand nehmen muss, um an seine Traumboliden zu kommen. Ansonsten kann das Game mit je nach Auto völlig unterschiedlichem Fahrverhalten und dem riesigen Streckenumfang überzeugen. Unserer Meinung nach hätten es aber ein paar Autos mehr sein dürfen. Und über mindestens ein Oval wie jenes in Indianapolis oder in Daytona hätten wir uns ebenfalls gefreut.

Wertung: 8 von 10 gewonnenen Kart-Rennen in der ersten Saison

Project Cars, für PC, PS4 und Xbox One, ab 3 Jahren

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2 Kommentare
  • Kevin  Wyss aus Gwatt
    15.05.2015
    Ich hoffe da kommt noch einiges nach, sonst macht mir das Game Spass!
  • Antonio  Bandera 15.05.2015
    Bin selber gerade am suchten. Das Blick-Fazit trifft es ziemlich gut. Ein paar Autos wären super gewesen, allen voran fehlt mir am meisten Ferrari oder auch Lamborghini wäre schön gewesen. Und auch ein Oval hätte sein dürfen, welches ja nicht sehr viel Investition gekostet hätte. Aber ansonsten: Bestes Rennspiel im Moment für die Konsole!