Test: Game of Thrones Episode 2 Minime Besserung in Sicht

Die erste Episode des Spiels zu «Game of Thrones» war vor allem storytechnisch eine Enttäuschung. Der aktuelle Teil wartet nun mit coolen neuen Figuren auf. Ob das reicht, den Auftakt vergessen zu lassen?

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nintendos neue Konsole 14 Fragen und Antworten zur Switch
2 Nintendo Switch ab 3. März 2017 «Zelda» zum Start, «Mario» im Herbst
3 Vorschau 17: Torment – Tides of Numenera Das perfekte Spiel für...

Games

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
15 shares
Fehler
Melden

Darum gehts
Das Game zu «Game of Thrones» stammt von den Telltale-Entwicklern, die bereits für «The Walking Dead» oder aktuell «Tales from the Borderlands» zuständig sind. Dementsprechend ist die aktuelle Episode äusserst storylastig. Im zweiten Teil geht es wieder um die unglückliche Familie Forrester, die mit verschiedenen Schicksalsschlägen zu kämpfen hat. Nach der Ermordung des jugendlichen Lord Ethan kehrt dessen älterer Bruder schwerverletzt in seine Heimat zurück und soll dort nun das Erbe seines Vaters antreten.

So spielts sich
Auch die zweite Episode mit dem Titel «The Lost Lords» ist ein Spiel im klassischen Telltale-Stil. Grosse Teile bestehen aus Dialogen, in denen der Spieler eine gewisse Zeit hat, sich für eine Antwort zu entscheiden – oder einfach nichts zu sagen. In den Actionsequenzen gilt es hingegen, auf dem Bildschirm eingeblendete Controller-Aktionen schnell auszuführen. Im Vergleich zum ersten Teil hüpft das Spiel noch schneller zwischen den vier Protagonisten hin und her. Innerhalb der zwei Stunden wechselt das Game 13 Mal den Schauplatz aus.

Das hat uns gefallen
Nachdem die langweiligste Figur der Familie Forrester – der junge Thronfolger – bereits zu Ende des ersten Teils den politischen Intrigen zum Opfer fällt, liegt der Schwerpunkt nun auf seinem Bruder Rodrik, der schwer verletzt zum Familiensitz zurückkehrt. Den besten Auftritt hat aber der Kopfgeldjäger Asher Forrester, der bei seinen Abenteuern in Essos neben Kämpferqualitäten auch immer wieder mal einen lockeren Spruch auf den Lippen hat.

Weiter verfolgt das Spiel die Abenteuer von Gared Tuttle, der bei der Night’s Watch ankommt, und Mira Forrester, die wieder wie im ersten Teil an Tyrion Lannister gerät. Abgesehen von den unglaublich zähen Szenen mit Rodrik hat der zweite Teil etwas mehr Schwung als der Vorgänger.

Ein weiteres Lob gebührt der Grafik. Trotz des Comicstils gelingt es dem Game zum Beispiel hervorragend, die graue und trostlose Stimmung bei der Night’s Watch einzufangen. Von der Atmosphäre her gibt es dem Spiel nichts vorzuwerfen.

Das hat uns genervt
Technisch stehen die Entwickler mit der Hardware immer noch auf Kriegsfuss. So kommt es während des Testens auf der Xbox One weiterhin mitten im Spiel zu sekundenlangen Hängern.

Eine noch grössere Sünde ist aber, dass das Ganze spielerisch immer noch sehr dünn daherkommt. Eigene Entscheidungen haben nur minimale Auswirkungen, und Rätsel gibt es inzwischen gar keine mehr zu finden. Zusätzlich kommt die Story kommt kaum voran und bietet trotz des höheren Erzähltempos bis auf einige in sich geschlossene Szenen nur wenig Spannung.

So ist dann bezeichnend, dass nach dem Spielen vor allem die Anfangsszene in Erinnerung bleibt, da diese mit Asher den bisher wohl raffiniertesten Charakter beinhaltet. Gegen die Härte aus den Büchern und den Filmen wirkt das Spiel aber immer noch wie ein prüder Kindergeburtstag in Westeros.

Publiziert am 05.03.2015 | Aktualisiert am 05.03.2015

Fazit

Zwar sind gegenüber dem ersten Teil minime Verbesserungen erkennbar. Jedoch leidet auch die zweite «Game of Thrones»-Episode darunter, dass in der übergreifenden Geschichte trotz der vielen Szenenwechsel herzlich wenig passiert. Da wird erst die Zukunft weisen, ob die bisherigen Episoden als überlanger Auftakt zu verstehen sind oder ob die Story für die sechs geplanten Teile tatsächlich ziemlich dünn ist. Auf alle Fälle bleibt «Game of Thrones» immer noch weit hinter den ähnlichen «The Walking Dead» oder «Tales from the Borderlands» zurück.

Wertung: 6 von 10 Geschichten mit Anlaufschwierigkeiten

Game of Thrones – The Lost Lords, für diverse Plattformen, ab 18 Jahren

teilen
teilen
15 shares
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS