Test: «Forza Horizon 3» Mit dem Bleifuss durch Australien brettern

Der Action-Racer «Forza Horizon 3» entführt Racingfans auf den fünften Kontinent. Dabei dürfen die Piloten den Strand und die Strassen von Surfer’s Paradise unter die Räder nehmen. Oder vom tiefsten Urwald bis in die weite Wüste brettern.

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Übersicht: Was ist neu an «Forza Horizon 3»

Anno 2012 war «Forza Horizon» nur der kleine Bruder der hervorragenden «Forza Motorsport»-Reihe. Nun ändern sich allerdings die Verhältnisse. Während «Forza Motorsport 6» seine Probleme hatte, ist «Forza Horizon 3» ein durchwegs gelungenes Racing-Game. So bietet Australien die bisher abwechslungsreichste Umgebung, die man in den offenen Welten der Spiele «berasen» darf. Und in den Offroad-Rennen kommen die insgesamt 350 Autos wie ein Känguru ins Hüpfen.

Gameplay: So spielt sich «Forza Horizon 3»

Das hat uns gefallen

In der umfangreichen Karriere spielt man dieses Mal den Direktor des Horizon-Festivals. Dieser hat die Aufgabe, mit möglichst guten Platzierungen und spektakulären Aktionen viele Fans anzulocken und so das Treffen der Racing-Fans an vier Standorten immer weiter zu vergrössern. Mit jedem Ausbau werden weitere Rennen freigeschaltet, wobei der Spieler die Wahl hat, ob er lieber beim Festival in Surfer’s Paradise Strassenrennen bestreitet oder bei Offroad-Versanstaltungen in der Wüste heisse Dünen-Ritte absolviert. Die Karriere darf man alleine oder gemeinsam mit bis zu drei Kumpels zocken.

«Forza Horizon 3» ausführlich getestet: So ist das Gameplay des Racers play

 

Wie bei der Umgebung geht es auch bei den Veranstaltungen vielseitig zu und her. Neben Rennen in Runden oder von Punkt A nach B sind überall im Spiel auch PR-Stunts zu finden. Hier gilt es, über eine Schanze einen möglichst weiten Sprung zu vollführen, mit möglichst hohem Tempo an einer Radarfalle vorbeizufahren oder innerhalb eines Streckenabschnitts möglichst spektakuläre Drifts hinzulegen. Zusätzlich gibt es sogenannte Bucketlist-Challenges. Hier muss man zum Beispiel mit einem Audi R8 mit mindest 241 Stundenkilometer durch einen definierten Bereich rasen. Witzig: Auch das aus der Shooter-Reihe «Halo» bekannte Warthog-Geländefahrzeug feiert hier einen Gastauftritt. Langweilig wirds einem bei «Forza Horizon 3» kaum. Und niemand ist gezwungen alles zu erledigen, um das Ende der Kampagne zu sehen.

Technisch sieht das Game hervorragend aus. Die Landschaft ist bis ins kleinste Detail ausgestaltet. Besonders eine Fahrt durchs dichte Urwaldgestrüpp sieht unglaublich spektakulär aus. Kommt dazu, dass man dem Spiel auch noch sämtliche Tageszeiten mit grandiosen Morgen- und Abendstimmungen spendiert hat. Auch das Wetter verändert sich dynamisch, so dass sich während eines Rennens auf einmal ein Tropenschauer über die Strecke ergiesst. Einziger, aber dicker Wermutstropfen: Ab und zu kommt es zu kurzen Standbildern, die den Spielfluss massiv stören.

«Forza Horizon 3» ausführlich getestet: So ist das Gameplay des Racers play

 

Auch im Community-Bereich ist das Spiel klasse. So darf man selbstentworfene Auto-Lackierungen anderen Spielern zur Verfügung stellen. Oder ein seltenes Auto für viele Credits im Auktionshaus versteigern lassen. Eigene Events oder Bucketlist-Veranstaltungen darf man ebenfalls kreieren. Zudem tritt man im Online-Modus gegen bis zu 15 andere Spieler zu heissen Rennen an. Dabei wird man nicht nur für eine gute Platzierung, sondern auch für sauberes Racing belohnt. So fällt auf, dass hier der Online-Modus weniger einem Destruction Derby gleicht als in anderen Rennspielen.

Das hat uns genervt

Trotz Kampagne ist im Verlauf des Spiels kaum eine Geschichte zu finden. So sind einige Funksprüche und eine Handvoll von Spezialveranstaltungen, in denen man zum Beispiel mit dem Auto gegen einen Kampfjet antritt, das Einzige, was den Spieler durch den Story-Modus begleitet. Hier hätten wir uns mehr Ziele gewünscht, auf die man motiviert hätte hinarbeiten können.

«Forza Horizon 3» ausführlich getestet: So ist das Gameplay des Racers play

 

Fazit

«Forza Horizon 3» bietet so viele Features, dass wir noch einige Bildschirmkilometer weiterschreiben könnten. Der Action-Racer ist das dato kompletteste Autorenn-Game. Nur motivieren muss man sich selbst, besonders weil der Kampagne die Geschichte fehlt und die einzelnen Renn-Events teils doch etwas austauschbar und repetitiv wirken. Ansonsten gehört der Racing-Titel dank der hervorragenden Optik zu den besten Games des Jahres und übertrumpft in vieler Hinsicht auch die «Forza Motorsports»-Reihe.

Wertung von «Forza Horizon 3»

Wertung: 9 von 10 perfekten Drifts um die Kurve

«Forza Horizon 3», für PC und Xbox One, ab 3 Jahren

Publiziert am 26.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
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