Test: Evolve Hier brauchts monströse Geduld

Für einige Zeit macht der Multiplayer-Shooter «Evolve» massig Spass. Leider bietet das Game kaum Inhalte. Und das, was da ist, muss man sich noch mühsam freispielen. Wir haben die Monsterhatz getestet.

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Darum gehts
Der Shooter «Evolve» bietet heisse Gefechte zwischen vier Jägern und einem Monster, die alle von Spielern gesteuert werden. Im Hauptmodus «Hunt», wird das Monster mit Fressen von Wildtieren immer stärker, was den Jägern genug Motivation gibt, ihren Gegner möglichst früh zu erledigen.

Das hat uns gefallen
Die Gefechte in «Evolve» sind äusserst spektakulär. Dies liegt zum einen an der gelungenen Grafik, die vor allem bei den vielen Spezialfertigkeiten mit zahlreichen Effekten aufwartet. Zum anderen sind die Fähigkeiten der Jäger gut aufeinander abgestimmt. So haben Schütze, Fallensteller, Sanitäter und Unterstützer klar definierte Rollen, wobei viele Aktionen auf die Zusammenarbeit mit den anderen Teammitgliedern ausgelegt sind. So macht der Unterstützer seine Teamkollegen für kurze Zeit unsichtbar. Der Sanitäter heilt nicht nur, sondern markiert auch Stellen am Monster, an denen es dann besonders empfindlich gegen Beschuss ist. Der Fallensteller hingegen stellt eine Kuppel auf und schränkt so den Aktionsradius des Gegners massiv ein.

Zudem überzeugt das Spiel mit vielen gelungenen Modi mit witzigen Regeln. Der Hauptmodus «Hunt» bietet raffinierte Kämpfe mit wechselnden Rollen, bei denen beide Seiten schnell entscheiden müssen, ob volle Attacke oder doch eher die Flucht angesagt ist. Aber auch die Kämpfe um Monstereier, Zivilisten oder die Verteidigung einer Basis können überzeugen. Witzig ist auch die Minikampagne «Evakuierung», die aus fünf Gefechten mit unterschiedlichen Modi besteht.

Das Game spielt sich am besten mit Kumpels, mit denen man sich perfekt absprechen kann. Falls man mal nicht die kompletten fünf Leute zusammenbringt, erledigt die künstliche Intelligenz solide ihren Job. Mit Fremden ist das Ganze ein wenig ein Glücksspiel. Fällt nur einer der Jäger spielerisch ab oder versteht seine Rolle nicht, ist das Duell in dem meisten Fällen relativ früh zugunsten des Monsters entschieden.

Das hat uns genervt
Mit insgesamt drei Monstern und je drei Jägern pro Klasse ist die Auswahl relativ klein. Dies würde nicht gross stören, wenn man zu Beginn bereits alle verwenden könnte. Doch Fehlanzeige: Zum Start des Spiels stehen nur der Goliath und je ein Jäger pro Klasse zur Verfügung. Um die übrigen freizuschalten, muss man mit jeder Fertigkeit eine gewisse Anzahl an Schaden oder Heilung verursachen – also auch mit Fertigkeiten, die man normalerweise aufgrund erwiesener Nutzlosigkeit nie benötigt. Besonders dumm ist dieses System zum Beispiel, wenn der Schütze Minenschaden verursachen sollte, während der fliegende Kraken oder der schwebende Wraith primär aus der Luft attackieren. Auch sonst gestaltet sich das Freischalten als relativ mühsam.

Zudem ist das Geschehen in «Hunt» oft sehr zäh – besonders bei einem geschickten Monsterspieler. So kann der Evolutionsprozess bis zur dritten Stufe locker mal eine Viertelstunde in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit machen die Jäger nichts anderes, als irgendwelchen Spuren oder vom Monster aufscheuchten Vögeln nachzurennen, ohne dass überhaupt ein Schuss fallen würde. Kommt dazu, dass der Wraith zu stark ist und die Jäger bereits in der zweiten Stufe relativ locker wegputzt. Für nur drei Monster ist das Balancing enttäuschend.

Publiziert am 26.02.2015 | Aktualisiert am 26.02.2015

Fazit

«Evolve» ist ein wenig so wie die echte Jagd: Auch dort benötigt man viel Geduld, um dann für wenige Sekunden Action zu haben. Was aber in der freien Natur funktioniert, ist dem Spielspass in einem Game eher hinderlich. Dies gilt sowohl für den typischen Verlauf einer «Hunt»-Partie, als auch für das Freischalten der neuen Jäger und Monster. Schade, denn wenn es zu den direkten Duellen kommt, ist das Game grandios, und viele der Jägerfertigkeiten sind raffiniert aufeinander abgestimmt. Kommt dazu, dass man das Game dank der gelungenen künstlichen Intelligenz auch ohne die volle Anzahl von fünf Personen spielen kann.

Wertung: 6 von 10 gefressenen Wildtieren

Evolve, für PC, PS4 und Xbox One, ab 16 Jahren

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Launch-Trailer zu «Evolve»

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