Test: Civilization – Rising Tide Hier schwimmen ganze Städte übers Meer

Mit «Civilization – Beyond Earth» kehrten die Entwickler rund um Sid Meier zurück in den Weltraum. Die Erweiterung «Rising Tide» spendiert dem Spiel viele neue Gameplay-Elemente. Ob es aber auch die richtigen sind?

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«Rising Tide» für PC bei Digitec kaufen (32.30 Franken, Grundspiel wird benötigt)

Übersicht
Wenn es um Rundenstrategie geht, kommt man kaum an der «Civilization»-Reihe vorbei. Eines der besten Spiele ist allerdings das 1999 erschienene «Alpha Centauri», bei dem das Wettsiedeln auf einen fremden Planeten verlegt wurde. Mit «Civilization – Beyond Earth» kehren die Entwickler von Firaxis zurück ins Weltall, wobei sich das Game eher wie eine normale «Civilization»-Ausgabe denn als spiritueller Nachfolger von «Alpha Centauri» anfühlt. Auch die jetzt erschienene Erweiterung «Rising Tide» behebt dieses Problem nicht, bringt aber viele Neuerungen, die das Grundspiel nochmals komplexer machen.

Das hat uns gefallen
Rein grundsätzlich verändert «Rising Tide» die Eigenheiten von «Beyond Earth» nicht. Noch immer verhindert der Gesundheitswert zu schnelles Expandieren. So bleibt die Ausbreitung der Imperien während der ersten 100 Runden relativ beschränkt. Auch der bisher komplexeste Forschungsbaum der «Civilization»-Reihe sowie die freizuschaltenden Kulturvorteile spielen weiterhin eine wichtige Rolle. Genauso wie die mit «Beyond Earth» eingeführten Missionen.

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Die wichtigste Neuerung in «Rising Tide» ist das Meeres-Gameplay. So können neu ganze Städte auf der Wasseroberfläche gegründet werden. Diese breiten ihr Einzugsgebiet allerdings nicht automatisch aus. Stattdessen muss man die ganze City bewegen, um neue Felder zum Abbau von Ressourcen wie Nahrung oder Energie zu benutzen. Dies dauert einige Runden, in denen die ganze Produktion stillsteht. Hier gilt es abzuwägen, wann man auf gewisse Einnahmen verzichten kann und in welcher Phase man welche Ressourcen besonders benötigt.

Viel hat sich auch an der diplomatischen Front getan. Zum einen können eigenen Aktionen bei den anderen Fraktionen Respekt oder Furcht verstärken oder vermindern. Dies wird ausgedrückt in zwei Werten von eins bis zehn, die sich während des Spiels relativ oft verändern, was Einfluss auf das Verhalten der Konkurrenz hat. Zusätzlich erhält man für Beziehungen zu anderen Fraktionen sogenanntes Diplomatie-Kapital. Damit lassen sich Vereinbarungen eingehen, die pro Runde einen Teil des Diplomatie-Kapitals kosten, dafür aber zusätzliche Vorteile bringen. Damit besitzt «Rising Tide» das komplexeste Beziehungs-System aller «Civilization»-Titel.

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Das hat uns genervt
Die Erweiterung bringt so viele neue Möglichkeiten, dass das kaum veränderte Interface an seine Grenzen stösst. Viele Menüs sind relativ unübersichtlich, was besonders beim Gebäudebau in den Städten und noch stärker beim schon im Grundspiel verwirrenden Tech-Web mit den Forschungsmöglichkeiten zum Ausdruck kommt. Kommt dazu, dass die Präsentation mit unzähligen statischen Textfenstern immer noch relativ lieblos wirkt. Hier hätten die Entwickler von Firaxis gerne beim eigenen «Xcom – Enemy Unknown» abschauen dürfen.

Auch eine der grösseren Schwächen des Grundspiels bleibt unangetastet. Die auf dem Planeten wohnenden Aliens sind immer noch mehr Kanonenfutter für die eigenen Soldaten, als dass man mit ihnen etwas Sinnvolles anstellen könnte. Zudem hätten wir uns, ähnlich wie in «Alpha Centauri», einen Planetenrat gewünscht, der allgemeingültige Regeln für das Zusammenleben in der neuen Heimat festgelegt hätte.

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Publiziert am 26.10.2015 | Aktualisiert am 26.10.2015

Fazit

Trotz der dürren Präsentation: «Rising Tide» bringt viele Neuerungen für «Civilization – Beyond Earth». So kommt vor allem der Diplomatie eine viel entscheidendere Bedeutung zu als in allen bisherigen Spielen der Reihe. Wer bereits das Grundspiel mochte, kann bei der Erweiterung bedenkenlos zugreifen und sich auf viele raffinierte Runden gefasst machen. Für Neueinsteiger wurde das Spiel leider nicht gerade übersichtlicher. Und die Aliens sind immer noch typische «Civilization»-Barbaren, einfach in einem neuen Gewand.

Wertung: 8 von 10 Verstrickungen auf diplomatischer Ebene

«Civilization – Rising Tide», für PC, ab 12 Jahren, Grundspiel «Civilization – Beyond Earth» wird vorausgesetzt

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