Test: «Bravely Second – End Layer» Wer rettet die entführte Päpstin?

Wie bereits sein Vorgänger ist auch «Bravely Second – End Layer» eine inoffizielle «Final Fantasy»-Ausgabe für den 3DS. Dabei setzt das Game auf die gleichen Stärken – allerdings mit einigen Verbesserungen.

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Übersicht
Zweieinhalb Jahre nach dem Ende von «Bravely Default» scheint die Situation hoffnungslos. Die inzwischen zur Päpstin aufgestiegene Agnès Oblige wird entführt und sitzt gefangen auf dem Luftschiff des mächtigen und tyrannischen Kaisers Oblivion. Und der Held des ersten Teils, Tiz Arrior, liegt, bewacht von den Untertanen des Bösewichts, im Koma. Doch für den neuen Protagonisten Yew Geneolgia, den Leibwächter der Päpstin, ist kein Weg zu weit, um die Gefangene zu befreien. Dabei erhält er prominente Unterstützung. So gesellt sich bald die aus dem Vorgänger bekannte Ritterin Edea Lee zu ihm.

 

Das hat uns gefallen
Zwar klingt die Ausgangslage durchaus ernst, doch keine Panik: Wie der Vorgänger bietet das Game genug Humor und schlittert dabei auch oft am Peinlichkeits-Grat entlang. Trotzdem gebärdet sich das Spiel sowohl bei der Grafik als auch bei der Story etwas erwachsener. In den oft längeren Zwischensequenzen geht es nicht mehr nur primär um billigen Klamauk. Stattdessen hat man auch das eine oder andere ernste Thema ins Game gepackt. Und während der erste Teil im späteren Verlauf bei der Story massive Durchhänger hatte, ist diesmal das Ganze etwas straffer erzählt.

Zwar muss man die Änderungen mit der Lupe suchen, allerdings sind sämtliche davon sinnvoll. Die Kämpfe gehen immer noch in Runden über die Bühne – wobei die Figuren wieder bis zu vier Mal hintereinander angreifen können, dafür aber die nächsten drei Runden aussetzen müssen. Neu hat man die Option, pro Begegnung zusätzliche Kämpfe zu bestreiten, sofern man sämtliche Gegner in der ersten Runde ausschaltet. Gelingt es zum Beispiel jeder der vier Figuren, die Feinde sofort zu erledigen, kann man bis zu fünf Auseinandersetzungen aneinanderhängen und wird dafür mit dem 2,2-Fachen an Geld und Erfahrungspunkten belohnt. Wer die Figuren schnell hochleveln möchte, hat hiermit die perfekte Gelegenheit dazu.

play

 

Wie im Vorgänger kann man optionalen Aufgaben erledigen und so neue Klassen freischalten. Diesmal muss man sich allerdings meistens für eine von zweien entscheiden. In der ersten Nebenaufgabe kann man zum Beispiel entweder den Dieb oder den Rotmagier, aber keinesfalls beide freischalten. Die vernachlässigte Klasse kommt dann erst viel später im Spiel dazu. So muss man tatsächlich schwerwiegende Entscheidungen treffen, die Einfluss auf den weiteren Verlauf haben.

Das hat uns genervt
Das Game ist storytechnisch so tief verzahnt mit dem Vorgänger, dass es sich kaum lohnt, mit «Bravely Second – End Layer» in die Reihe einzusteigen. Zusätzlich hat sich gegenüber «Bravely Default» sehr wenig verändert. Sogar die Menüs sehen genau gleich aus wie damals. So hat man oft das Gefühl, dass es sich beim neuen Spiel um ein besonders umfangreiches Erweiterungspaket zum ersten Teil handelt. Als eigenständiges Game ohne den Vorgänger lohnt sich das Spiel definitiv nicht.

Fazit

Da es sich praktisch um identische Spiele handelt, hängt die Kaufentscheidung davon ab, wie sehr man die ersten Stunden des Vorgängers mochte. Dank des besseren Pacings zum Schluss ist «Bravely Second – End Layer» trotzdem etwas besser geraten. So oder so: Dank gelungener Inszenierung und umfangreicher Story – die für über 50 Stunden unterhält – ist auch das neue Spiel ein hervorragendes Japan-Rollenspiel, das auch locker eine Umsetzung auf den grossen Konsolen verdient hätte.

Wertung: 8 von 10 Entscheidungen in den Nebenaufgaben

Bravely Second – End Layer, für 3DS, ab 12 Jahren

Publiziert am 01.03.2016 | Aktualisiert am 01.03.2016
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