Test: Battlefield Hardline Die Marke ist mächtiger als die Knarre

Statt als Soldaten ziehen die Spieler in «Battlefield Hardline» als Cops oder Verbrecher in den Kampf. Wir haben getestet, wie sich der neue Ansatz sowohl auf die Kampagne als auch auf den Multiplayer-Teil auswirkt.

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Übersicht
Der Single-Player-Modus dreht sich um den Cop Nick Mendoza, der in Miami den Drogenhandel bekämpft. Bei seinem ersten Auftrag soll er herausfinden, über welche Kanäle grössere Mengen von Heroin in die Stadt kommen. Dabei macht er sich mächtige Feinde. Ebenso wichtig für die «Battlefield»-Reihe ist der Multiplayer-Modus, der mit sieben Modi sehr umfangreich, mit neuen Karten gleichzeitig auch etwas mickrig ausgefallen ist.

Das hat uns gefallen
Nicks Abenteuer ist in einen Prolog und zehn Episoden eingeteilt, womit das Abenteuer wie eine TV-Serie daherkommt. Sogar die Bildschirme zwischen den Missionen erinnern mit ihrer Aufmachung an die Netflix-Oberfläche. Auch sonst hebt sich die Kampagne wohltuend von den sehr simpel gestrickten Solo-Modi von «Battlefield 3 & 4» ab.

Die meisten Missionen lassen sich optional als reine Schleichmissionen absolvieren. Nick durchsucht mit seinem Polizeiscanner die Umgebung, markiert so die Gegner und schleicht sich von hinten an sie an. Mittels Vorhalten der Waffe und der Polizeimarke hält er bis zu drei böse Buben gleichzeitig in Schach und kann sie so verhaften. Wenn der Cop allerdings entdeckt wird – die Minimap zeigt den Sichtbereich der Gegner an –, lassen sämtliche Feinde in der Umgebung die Waffen sprechen. Zum Glück kann Nick auf ein für die Reihe bekannt umfangreiches Arsenal mit unzähligen Waffen und sogar einen Taser zurückgreifen.

Mit dem Scanner lassen sich aber auch Beweise finden, die zwar völlig optional sind, aber der Story noch etwas mehr Hintergrund geben. Zudem regnet es für gefundene Spuren – wie auch für Verhaftungen – Punkte. Mit diesen steigt Nick im Level auf und schaltet neue Waffen und Upgrades frei. So ist die Kampagne abwechslungsreich und mit der soliden Story auch ziemlich unterhaltsam. Dabei machen vor allem die Schauspieler Nicholas Gonzales («Sleepy Hollow») und Kelly Hu («Arrow») als Vorlage für ihre virtuelle Alter Egos einen hervorragenden Job.

Während die Kampagne viele neue Dinge ausprobiert, erinnert der Multiplayer-Modus an die vorherigen Ausgaben. Eroberung und Team Deathmatch bieten wieder epische Gefechte mit unzähligen fahrenden und fliegenden Vehikeln, wobei sich die Maps im Verlaufe des Spiels dank der hohen Zerstörbarkeit verändern. Mit Rettung und Fadenkreuz sind zwei Modi für zehn Spieler hinzugekommen, bei denen man wie in «Counterstrike» tot bleibt, wenn man getroffen wurde. Der spassigste neue Modus ist Hotwire. Hier gilt es, zufällig markierte Fahrzeuge – mal ein Motorrad, mal einen Tanklastwagen – zu erobern und mit ihnen herumzufahren, um Punkte zu sammeln.

Das hat uns genervt
In der Kampagne agieren die Gegner ziemlich stümperhaft. So stellen sie sich, wenn sie entdeckt wurden, öfters einfach in einem Kreis um Nick auf und lassen sich dann relativ bequem aus der Deckung abknallen. Aufrücken oder flankieren sind für Miamis Drogenmafia offenbar Fremdworte. Auch dass der Sichtbereich sämtlicher Gegner auf der Minimap angezeigt wird, macht das Spiel relativ simpel. So wäre es zum Beispiel raffinierter gewesen, nur jene Gegner anzuzeigen, die man zuvor mit dem Scanner entdeckt hat.

Der Multiplayer-Modus ist mit insgesamt neun Karten etwas dünn ausgefallen, und viele Varianten sind bereits aus den Vorgängern bekannt. Zudem sind die sogenannten Levolution-Momente – Ereignisse wie einstürzende Gebäude, welche die Map verändern – weniger episch. Weiter sind die Grenzen der Karten oft nur auf der Minimap zu erkennen. Besonders in Hotwire passiert es zu Beginn oft, dass man mit einer Karre aus Versehen die Kampfarena verlässt und sich danach neu beleben darf. Bei Hotwire spielt zudem auch das Glück öfters eine zu grosse Rolle. So kann man bei einem freien Platz direkt als Beifahrer in einem der markierten Fahrzeuge spawnen, womit man ohne grösseres Dazutun sofort massig Punkte einfährt.

Publiziert am 25.03.2015 | Aktualisiert am 25.03.2015

Fazit

Vom Abstecher abseits des militärischen Themas profitiert vor allem die Kampagne. Diese ist hervorragend inszeniert und bietet einige Neuerungen für die Reihe. Zwar ist das Gameplay noch nicht perfekt, allerdings um Längen besser und abwechslungsreicher als das stumpfe Geballere der letzten beiden Teile. Der Multiplayer-Abschnitt ist weniger mutig produziert und vieles ist bereits aus den Vorgängern bekannt. Dabei kann vor allem die Modi-Vielfalt überzeugen – die Anzahl an Karten etwas weniger. Trotzdem: «Battlefield – Hardline» ist ein rundes Paket, das nach dem technisch desaströsen Start von «Battlefield 4» keine nennenswerte Probleme aufweist.

Wertung: 8 von 10 verhafteten statt erschossenen Drogendealer

Battlefield Hardline, für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One, ab 18 Jahren

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