Test: American Truck Simulator Auf dem Highway ist die Ruhe los

Eigentlich soll einem der «American Truck Simulator» das Leben eines Sattelschlepper-Fahrers näherbringen. Dies gelingt nur bedingt. Jedoch entfaltet das Game mit der Zeit seine ganz eigene meditative Stimmung.

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Übersicht
Nach zwei Ausgaben von «Euro Truck Simulator» – der zweite Teil verkaufte sich weltweit satte 3,5 Millionen Mal – wechseln die Prager Entwickler von SCS Software nun den Kontinent. In «American Truck Simulator» stehen vorerst die USA im Vordergrund. In der Grundversion des Spiels sind zunächst leider nur Kalifornien und Nevada enthalten. Gratis dazu kommen soll in den nächsten Wochen noch Arizona. Das Ziel über die nächsten Jahre ist, immer mehr Gebiete hinzuzufügen, falls das Game genug Exemplare verkauft. Wir haben uns aber zu Testzwecken den momentanen Inhalt vorgenommen.

 

Das hat uns gefallen
Zum Start ist man ein gewöhnlicher Auftragsfahrer. Heisst: Aus verschiedenen Angeboten wählt man eine Fracht aus und befördert diese gegen Cash an den gewünschten Zielort – wenn möglich vor der festgelegten Lieferzeit. Das Game zeigt dabei eine stark komprimierte Form der echten Umgebung. So dauert eine Fahrt durch Kalifornien von Norden nach Süden rund 30 Minuten. Aber auch diese kurze Zeit reich, um den Eindruck zu vermitteln, dass man auf den nächtlichen Highways abseits der grossen Städte ziemlich alleine unterwegs ist. Haut man dazu noch den Tempomaten rein, steht einer ruhigen und fast meditativen Fahrt nichts im Wege.

Allerdings sollte man das Gehirn nicht ganz abschalten: Fährt man zu schnell, bei Nacht ohne Licht oder über ein Rotlicht, werden empfindliche Bussen fällig, die den Verdienst beträchtlich schmälern. Baut man dazu noch einen Unfall, fallen zusätzlich Reparaturkosten an. Trotzdem eignet sich das Game perfekt dazu, sich um seine Hörbuch-Sammlung zu kümmern. Oder man greift aus dem Spiel heraus auf einen der vielen voreingestellen Internet-Radiosendern aus den realen USA zu, um sich dort primär mit Country- oder Rock-Musik zuzudröhnen.

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Dem stressfreien Spiel kommt auch zugute, dass sich die Lastwagen dank vieler Einstellungsoptionen perfekt steuern lassen – egal ob man die Trucker mit Maus und Tastatur oder mit einem Steuerrad durch die Pampa navigiert. Einzig wenn man das riesige Fahrzeug inklusive Anhänger auf dem Firmengelände am eingezeichnete Ort platzieren muss, kommt etwas Stress auf. Beim seitlich Einparkieren für Fortgeschrittene kurbelt man ganz schön am Steuerrad, bis man die erwünschte Position erreicht hat. Diese Aktion lässt sich zwar auch überspringen, allerdings gehen dabei Erfahrungspunkte flöten.

Mit der Zeit steigt man im Level auf, wobei sich verschiedene Vorteile freischalten lassen. So kassiert man mehr Geld für lange Fahrten oder darf gefährliche Güter transportieren. Hat man genug Kohle, um einen eigenen Lastwagen zu kaufen, kann man sein eigenes Unternehmen gründen und sogar weitere Fahrer anstellen. Dort gilt es dann auch, auf die Ruhezeiten zu schauen, ansonsten kann es passieren, dass man hinter dem Steuer einschläft.

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Das hat uns genervt
Unfälle gehören zum Tagesgeschäft eines Neu-Sattelschlepper-Lenkers. Allerdings wird der Schaden nur mit einer Prozentzahl angezeigt. Ein Schadensmodell fehlt. Allgemein hat sich seit dem «Euro Truck Simulator», abgesehen von den neuen Landschaften in verbesserter Grafik, relativ wenig getan. Und das Game mit nur zwei verschiedenen Fahrzeugen zu starten, ist schon fast eine Frechheit. Hier gilt es, in den nächsten Wochen und Monaten noch einiges nachzuholen.

Auch auf der Strasse hätten sich einige weitere Features angeboten. So beschränkt sich zum Beispiel Stau auf zwei bis drei Fahrzeuge, die vor einem an der Ampel oder vor dem Stoppschild stehen. So ist man nie gezwungen, abseits der vom GPS vorgeschlagenen Strecke mal eine alternative Route zu suchen.

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Fazit

Auch dank der gelungenen Optik inklusive Tag- und Nachtwechsel entfaltet der «American Truck Simulator» seine ganz eigene Faszination. Etwa wenn man im gemütlichen Tempo von 55 Meilen pro Stunde über den Highway t(r)uckert, während die passende Country-Musik aus dem Radio dudelt. Dazu vermag das Levelsystem zu motivieren, doch noch den nächsten Fahrauftrag auszuführen. Wer allerdings bereits den Vorgänger «Euro Truck Simulator 2» besitzt, trifft kaum auf neue Spielelemente. Für 19 Franken kann man den noch relativ geringen Spielumfang allerdings verschmerzen.

Wertung: 7 von 10 bei Rot überquerten Kreuzungen

American Truck Simulator, für PC (bei Steam), ab 3 Jahren

Publiziert am 10.02.2016 | Aktualisiert am 10.02.2016
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