«Prey» angeschaut Wenn sich der Held als Tasse ausgibt

Der Science-Fiction-Shooter «Prey» besitzt ein ernsthaftes Szenario. Allerdings brachten uns einige Szenen der Gamescom-Präsentation auch zum Schmunzeln.

Trailer zu «Prey»

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Ab März auf noch mehr Handys Super Mario erobert jetzt auch Android
2 Nintendos neue Konsole 14 Fragen und Antworten zur Switch
3 Nintendo Switch ab 3. März 2017 «Zelda» zum Start, «Mario» im Herbst

Games

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Übersicht

Im Jahr 2035 fliegt die Raumstation Talos 1 um den Mond. Im riesigen Konstrukt lebt auch Morgan Yu, der als männlicher oder weiblicher Protagonist das Spiel bestreitet. Dort ist er/sie der Hauptbestandteil eines geheimen Experiments, weiss aber nichts davon. Auch wie sie in den Weltraum gelangt ist, ist der Hauptfigur ein Rätsel. Während der Versuchsreihe geht aber etwas tüchtig schief. So sterben die meisten Bewohner der Station, und auf einmal überrennen Aliens die Umgebung. Doch Morgan gibt nicht so schnell auf und leistet erbitterten Widerstand gegen die Eindringlinge.

play

 

Gameplay

Grundsätzlich ist die gesamte Raumstation von Beginn weg frei begehbar. Allerdings dürften sowohl die Story als auch die Schwierigkeit der Gegner den Radius des Spielers doch etwas einschränken. Im gezeigten Abschnitt ist Morgan auf der Suche nach Doktor Calvino. Dabei trifft man schon bald auf kleine schwarze, spinnenähnliche Monster auf vier Beinen. Das ginge eigentlich noch. Jedoch können sich die Aliens auch in beliebige Gegenstände verwandeln. Wenn also auf einmal Abfalleimer unmotiviert durch die Umgebung rollen, ist höchste Vorsicht geboten.

Doch die Eigenheiten der Ausserirdischen kommen auch dem Spieler zugute. So kann Morgan Fähigkeiten von seinen Gegnern lernen. Steht man zum Beispiel vor einer verschlossenen Tür, kann man sich kurz in eine auf einem Tischchen stehende Tasse verwandeln und als diese durch einen kleine Öffnung doch noch in den nächsten Raum kommen. Als Tasse in der Gegend rumzuhüpfen sieht reichlich albern aus. Im eigentlich ernsthaften Szenario gibt es so auch einige absurde Einlagen.

play

 

Ein weiteres raffiniertes Element ist die sogenannte Gloo Gun, die flüssigen Sekundenleim abfeuert. Die Knarre kommt in vielen verschiedenen Situationen zum Einsatz. So hält sie anstürmende Gegner wirkungsvoll auf, dichtet lecke Gasleitungen ab oder verwandelt ein um eine Säule gewickeltes Aliententakel zu einer Wendeltreppe.

Sämtliche Gegenstände im Spiel lassen sich mit gesammelten Gegenständen und gefundenen Bauplänen selbst erstellen. Dazu gehört auch ein Anzug, mit dem man durch die Schwerelosigkeit schweben kann. So geht ein Teil des Spiels ausserhalb der Raumstation über die Bühne. Allerdings reicht der Sauerstoff nicht endlos aus, so dass man sich nach einiger Zeit wieder ins Innere begeben muss. Das Spiel sieht ausserhalb der Station besonders beeindruckend aus. Die Konstruktion hat während des Unfalls offenbar massiv gelitten, so dass einige Abschnitte nur noch aus Trümmerteilen bestehen. In einem der zerstörten Teile findet man dann schliesslich auch den toten Doktor Calvino.

play

 

Zum Schluss zeigten die Entwickler noch die Hebel-Fertigkeit. Mit dieser lassen sich auch schwere Gegenstände wie beladene Palette aufheben und durch die Gegend schleudern, um zum Beispiel eine Wand zu durchbrechen. Allerdings sollte man dies nicht allzuoft einsetzen. Denn durch das Verwenden der sogenannten Neuromods lockt man auch Aliens an – darunter auch ein massives Monster, das auf den Namen Nightmare hört. Mit dessen Kurzauftritt endet dann auch die Präsentation – leider noch bevor es zum Bosskampf kommt.

Fazit

Das Szenario, teils absurde Szenen, eine frei begehbare Umgebung im Weltraum und vorhandene Rollenspiel-Elemente: «Prey» erinnert stark an den Gameklassiker «System Shock 2», den wir auch 17 Jahre nach dem Release noch in toller Erinnerung haben. Da mit Chris Avellone («Planescape Torment») zudem einer der besten Gameautoren am Skript mitschreibt, dürfte auch an der Storyfront nichts anbrennen. Die Voraussetzungen sind also da, dass «Prey» von den «Dishonored»-Entwicklern ebenso zu einem absoluten Klassiker werden könnte. Jedenfalls freuen wir uns auf den Release, der im nächsten Jahr für PC, PS4 und Xbox One geplant ist.

Publiziert am 18.08.2016 | Aktualisiert am 20.08.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden