«Playstation VR» angespielt So real wirkt die virtuelle Welt auf der PS4

An einem Event in München konnten wir zum ersten Mal die Playstation VR für längere Zeit ausprobieren. Die Technik hält, was sie verspricht – grösstenteils.

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Bereits letzte Woche haben wir in unserem (nicht ganz ernst gemeinten) Survival-Guide beschrieben, wie man grössere und kleiner Unfälle mit den neuen Cyberbrillen verhindert. Heute zeigen wir, ob sich im Oktober, wenn die Playstation VR erscheint, die Investition von 450 Franken lohnen wird. So konnten wir uns in München bereits die verkaufsfertige Version der Cyberbrille auf den Kopf setzen und damit einzelne VR-Games anspielen.

Playstation VR

Ergonomisch ist die Playstation VR ziemlich ausgetüftelt. Während bei der Konkurrenz die Brille mit Bändern vor die Augen gezurrt wird, kann man sich das Sony-Gerät zunächst in aller Ruhe auf den Kopf setzten. Dann darf man die Brille selbst an Schienen entlang vor- und zurückschieben und auch im Winkel verstellen, bis sich die beiden Monitore in perfektem Abstand vor den Augen befindet. Zudem ist für Brillenträger genug Platz ausgespart, damit auch diese das VR-Erlebnis ohne Druckstellen um die Augen «überleben».

Klar ist, dass die PS4 in Sachen Bilddetails nicht mit der PC-Konkurrenz mithalten kann. Dabei ist auch die Auflösung etwas geringer und beträgt hier nur 960 auf 1080 Pixel pro Auge, während die HTC Vive und die Oculus Rift 1080 auf 1200 Pixel zu bieten haben. Ebenfalls nicht über alle Zweifel erhaben ist die Erkennung der Move-Controller. Bei Games die sich mit einem regulären Controller steuern lassen – was ausserhalb von Mini-Spielen die Regel sein dürfte – spielt das keine gewaltige Rolle.

«Playstation VR» angespielt: So real wirkt die virtuelle Welt play


Neben der Hardware selbst haben wir auch noch vier Spiele ausprobiert, die als separates Produkt oder als Teil einer Gamesammlung zur Playstation VR erhältlich sein werden.

Battlezone VR

«Playstation VR» angespielt: So real wirkt die virtuelle Welt play

Hinter dem Steuer eines extrem beweglichen Panzers muss der Spieler in verschiedenen Arenen feindliche Fahrzeug aufs Korn nehmen. Obwohl der Grafikstil relativ abstrakt gehalten ist, kann hier die Optik beeindrucken. Besonders das Umsehen im aufwändig gestalteten Cockpit vermittelt ein völlig neues Spielerlebnis. In den Gefechten selbst, sollte man auf möglichst schnelle Drehungen um die eigene Achse verzichten. Als wir das ausprobierten, wurde uns tatsächlich für kurze Zeit schwindlig.
 

Eve Valkyrie

«Playstation VR» angespielt: So real wirkt die virtuelle Welt play

Das Game stammt von den Machern des Online-Rollenspiels «Eve», ist aber ein astreiner Weltraumshooter, der sich auch im Multiplayer-Modus spielen lässt. Während man mit dem eigenen Kopf aus dem Cockpit schaut und feindliche Raumschiffe erspäht, nimmt man diese dann mit dem klassischen PS4-Controller ins Visier.
 

Rigs

«Playstation VR» angespielt: So real wirkt die virtuelle Welt play

Im rabiaten Zukunfts-Sportspiel der «Killzone»-Macher von Guerilla Games nehmen sich bis zu acht Spieler in zwei Teams gegenseitig aufs Korn. Der Witz: Wer mit seinem Riesenroboter drei Abschüsse in Folge erzielt kann mittels Springen durch einen Ring einen Punkt für die eigene Mannschaft einheimsen. Allerdings nur, wenn man den Weg dorthin überlebt. Dies erlaubt kompett verschiedene Teamtaktiken.
 

London Heist

«Playstation VR» angespielt: So real wirkt die virtuelle Welt play

Das Actiongame ist am PS2-Titel «The Getaway» angelehnt und dürfte Teil der Spielesammlung Playstation VR Worlds werden. Dabei sitzt der Spieler als Beifahrer in einem Fluchtwagen und muss die Autos und Töffs von anrauschenden Gegner möglichst schnell ausschalten. Mit dem Move-Controller kann man mit der Pistole zielen und abdrücken, während man im Handschuhfach Munitionsnachschub findet – oder mal einfach zur Cola im Getränkehalter greift.

Fazit

Das grösste Argument für Playstation VR ist der Preis, der mit rund 450 Franken deutlich tiefer liegt, als bei der Konkurrenz. Dafür muss man dann auch logischerweise einige technische Abstriche hinnehmen. Trotzdem: Wer nicht gerade 1500 bis 2000 Franken für eine Oculus Rift und einen entsprechend gerüsteten PC hinblättern will, kriegt hier eine tolle Alternative, die zudem ergonomisch von allen drei Geräten am meisten überzeugt. Für Gamer kommt entscheidend dazu, dass es das einzige VR-Gerät ist, das tatsächlich von einem Game-Hersteller stammt, während Facebook und HTC bisher wenig mit Spielen am Hut hatten. Erscheinen soll die Playstation VR im Oktober.

Publiziert am 12.04.2016 | Aktualisiert am 14.10.2016
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