Angespielt: Fable 3 Wohltäter oder Tyrann?

  • Publiziert: 01.07.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner

Auch wenn das Rollenspiel «Fable 3» düsterer ist als die Vorgänger, gibt es immer noch jede Menge märchenhafte Momente zu erleben. Wir konnten das Game von Gameguru Peter Molyneux an der E3 anspielen.

Übersicht
Einige Jahre sind seit «Fable 2» ins Lande Albion gezogen, das kurz vor der Industrialisierung steht. Der Spieler übernimmt dabei einen Sohn oder eine Tochter des Helden des Vorgängers. Der Bruder des neuen Hauptcharakters konnte den Thron des Reiches erobern und herrscht nun mit tyrannischer Hand über das Königreich. So lässt er Wälder abholzen und Fabriken bauen. Wegen seiner Habgier leidet das Land unter Hunger und Armut. Der neue Held kennt nur ein Ziel: Im ganzen Land Verbündete sammeln und den eigenen Bruder vom Thron stürzen.

Gameplay
Die Demo spielte ziemlich zu Beginn des Games, also noch vor jener Zeit, in welcher der Spieler den Thron besteigt und die Geschicke von Albion selber leitet. Stattdessen durften wir in einem friedlichen Kaff namens Brightwall (Bright Falls aus «Alan Wake» lässt grüssen) geflohene Hühner einfangen, ein vermisstes Mädchen finden oder einer Frau zur Scheidung verhelfen. Jede Aktion hat dabei zum Ziel, Anhänger für eine Revolution zu rekrutieren. Wenn man dabei für einflussreiche Personen Missionen löst, steigt auch die Zahl der Anhänger entsprechend schneller an.

Mit der neuen «Touch»-Mechanik kann der Held beliebige Personen bei der Hand nehmen und sie zum Beispiel ins nächste Pub schleppen, um mit ihnen einen über den Durst trinken. Oder man führt das vermisste Mädchen wieder nach Hause, nachdem man es ausserhalb des Dorfes vor wilden Wölfen gerettet hat.

Anstatt in den oft überladenen Menus des letzten Teils zu navigieren, kann der Spieler sich nun in einen Unterschlupf beamen lassen. In verschiedenen Räumen kann man hier Kleider, Waffen oder Zaubersprüche auswechseln. Ein freundlicher Butler – gesprochen von John Cleese – steht dem Helden dabei mit guten Ratschlägen zur Seite. Praktisch sämtliche Gegenstände lassen sich bei Gebrauch aufleveln und werden so mit der Zeit immer stärker.

Sich im Spiel zurechtzufinden ist kein Problem. Zum einen zeigt wie im Vorgänger eine gelbe Linie am Boden an, wohin man als nächstes zu gehen hat. Weiter verfügt das Game über eine interaktive Karte. Diese sieht aus wie ein Modell der eigentlichen Spielwelt und zeigt sämtliche Gebäude, aber auch Auftragsgeber und andere wichtige Orte in übersichtlicher Weise an.

Fazit

Trotz der düsteren Story wirkt Albion wie in den Vorgängern streckenweise wie ein spielgewordenes Märchen. Zusätzlich machen die vielen neuen Features definitiv Lust auf mehr. Vor allem sind wir aber noch gespannt, wie sich das Game während der Revolution und danach mit dem Held als König spielt. Erscheinen soll «Fable 3» am 29. Oktober 2010 für PC und Xbox 360.

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