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Übersicht
Weil ein Asteroid auf die Erde zurast, begründet die Menschheit das Eden-Projekt. Um das Überleben der Spezies zu sichern, sollen Freiwillige in Schlafkammern unter der Erde verbuddelt werden, um sich dann Jahrhunderte später und ausgeschlafen wieder an die Oberfläche zu begeben. Bei unserem Helden passiert allerdings ein kleines Missgeschick: Die Schlafphase dauert viel zu lange und als er wieder von den «Toten» erwacht, herrscht auf der Erde bereits wieder geschäftiges Treiben.
Gameplay
Obwohl «Rage» grundsätzlich ein Shooter ist, legen die Entwickler ein grosses Augenmerk auf die Charakterentwicklung. Bereits in der ersten grossen Stadt lassen sich bei Händlern jede Menge Rüstungsgegenstände oder neue Teile für den eigenen Buggy kaufen. Zusätzlich findet der «verschlafene» Held aber auch in der Umgebung unzählige Gegenstände, mit denen sich neue Helferchen bauen lassen. Darunter zum Beispiel ein kleines Wägelchen, das eine Bombe in Feindesgebiet trägt. Oder ein spinnenartiges Gerät, das seine Gegner mit einem Gewehr unter Beschuss nimmt.
Die Welt von «Rage» wirkt trotz des Endzeit-Szenarios überaus lebendig. Die Bewohner sind immer für einen Schwatz zu haben – und fluchen dabei wie Rohrspatzen vor sich hin. So erfährt man zum Beispiel in der Bar von Wellspring, wo man gerade in der Geschichte steht oder man hört sich die neusten Gerüchte über Mutanten an. Keine Panik: Die Gespräche sind kurz und sollen zur Actionstory passen. Ausufernde Dialoge wie in einem Rollenspiel sind nicht zu erwarten. Zusätzlich sind im Game verschiedene Minispiele zu finden, mit denen man Geld sammeln kann.
Das Geschwätz über Mutanten führt den Spieler schliesslich nach Dead City. Die Stadt ist – wie der Name erahnen lässt – seit langer Zeit verlassen und die Natur erobert langsam asphaltierte Strassenabschnitte zurück. Hier haben sich tatsächlich verunstaltete Kreaturen eingenistet, die den Spieler in grosser Anzahl auf die Pelle rücken. Darunter ein hausgrosser Boss mit einem Granatwerfer, dessen Einschläge das Bild erzittern lassen, was den Kampf nicht gerade einfacher macht.
Besonders beeindruckend die Grafik: Zwar wirkt die Inszenierung leicht comichaft, trotzdem wird nicht an Details gespart. So sind bei den einzelnen Figuren auch die schwarzen Fingernagelränder – ja, die Welt ist dreckig – zu erkennen. Zusätzlich besitzt das Spiel eine grandiose Fernsicht. Alles ist an Ort und Stelle, beim Näherkommen aufploppende Objekte konnten wir keine erkennen. Umso erstaunlicher, dass das Spiel zum Schluss mit konstant 60 Bildern pro Sekunde laufen soll. Kurz: Mit der neuen Grafik-Engine hat Technik-Guru John Carmack wieder eine Meisterleistung vollbracht.