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Story
Dem ehemaligen Topagenten Sam Fisher geht es richtig dreckig. So hat er seinen Dienst bei der Agentur «Third Echolon» quittiert. Zwei Jahre nach den Ereignissen von «Double Agent» sitzt er in Malta, wo er Hinweise auf den Verbleib der Mörder seiner Tochter Sarah zu finden hofft. Dabei wird er von seinen ehemaligen Arbeitskollegen gejagt, die scheinbar etwas zu vertuschen haben.
Doch bei seinem Rachefeldzug kann er immer noch auf einige seiner alten Kollegen zählen. Während seines neuen Abenteuers stösst er aber auch auf eine Verschwörung, die ihn wieder zurück in die US-Hauptstadt Washington führt. Die Story wird dabei sowohl mit einzelnen Zwischensequenzen, aber vor allem mit in die Umgebung projizierten Filmen erzählt.
Gameplay
Zunächst all seiner Gadgets aus früheren Einsätzen beraubt, spielt sich das Game komplett anders. So ist «Conviction» um einiges brutaler, rauer und actionlastiger als die früheren Spiele. Zwar kann sich Sam immer noch in den Schatten verstecken, was neu durch den Wechsel der farbigen Grafik in eine Schwarz-Weiss-Optik angezeigt wird. Trotzdem muss er näher an seine Feinde ran und gerät sobald man ihn entdeckt hat, auch mal in eine Schiesserei.
Um sich zu wehren, hat Sam einige neue Tricks auf Lager. So kann er eine vorgegebene Anzahl Gegner markieren und sie danach auf Knopfdruck automatisch aufs Korn nehmen. Um diese Fertigkeit einzusetzen, gilt es allerdings vorher, einen Gegner im Nahkampf auszuschalten. Dies verleiht dem Spiel eine gesunde Portion Taktik. So lässt sich die Mechanik auch in hektischen Situationen einsetzen, da markieren schneller geht, als mit der Waffe genau zu zielen. Eine graue statt einer roten Markierung über dem Feind zeigt dabei an, dass er nicht in Sams Schussfeld und deshalb nicht zum Abschuss bereit steht.
Weiter zeigt ein Geist in der Spielumgebung an, wo die Gegner Sam zuletzt gesehen haben. Diese Mechanik dient nicht nur dazu um möglichst schnell wieder unerkannt zu verschwinden. Taktisch richtig genutzt, lassen sich so Hinterhalte konstruieren, indem man zum Beispiel neben dem Geist irgendwo in Deckung geht und von dort aus die suchenden Feinde unter Beschuss nimmt.
Technik
Grafisch sieht das Spiel hervorragend aus. Vor allem die Charakteranimationen wirken äusserst lebensecht. Aber auch die mit an Licht und Schatten reichen Umgebungen können sich durchwegs sehen lassen. Besonders die Aussenlevels besitzen einiges an Atmosphäre. Einzig die Steuerung und vor allem die Kameraperspektiven wirken noch etwas nervös und haben wohl noch ein bis zwei Korrekturen nötig.
Die etwas actionlastigere Auslegung des Schleichshooter-Genres tut dem Spiel mehr als gut. Sams Rachefeldzug wirkt authentisch und ist zudem stimmig mit einem abwechslungsreichen Leveldesign in Szene gesetzt. Wir sind gespannt, ob wir das Erzählen der Story mit Sequenzen innerhalb der Gamewelt auch bald in anderen Games zu sehen bekommen. Auf alle Fälle haben die ersten der elf Level des Einzelspieler-Modus viel Laune auf das komplette zehn bis zwölf Stunden dauernde Spiel gemacht.
Splinter Cell – Conviction, für PC und Xbox 360, ab 15. April, ab 18 Jahren