Vorschau: White Knight Chronicles Ritter aus Leidenschaft

LOS ANGELES – Japan-Rollenspiele sind auf der PS3 echte Mangelware. «White Knight Chronicles» soll dies noch in diesem Jahr ändern. Wir haben das Game in Los Angeles angeschaut.

  • Publiziert: 07.05.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Martin Steiner

Eigentlich führt Leonard, Angestellter bei einem Weinhändler, ein ganz normales Leben. Als er allerdings das Schloss seines Königsreichs besucht, versucht ein böser Zauberer die Prinzessin namens Cisna an ihrem 18. Geburtstag zu entführen. Auf der Flucht entdeckt Leonard eine Rüstung, die aus ihm einen mächtigen Krieger macht. Trotzdem kann er die Entführung schlussendlich nicht mehr verhindern. Und so macht er sich heroisch auf den Weg, um den Übeltäter zur Strecke zu bringen und Cisna zu befreien.

«White Knight Chronicles» ist in Japan zwar bereits erschienen, ein Releasetermin für Europa steht aber noch nicht fest. Klar ist: «White Knight Chronicles» dürfte kein kurzes, dafür aber ein kurzweiliges Vergnügen werden. Die mit vielen Zwischensequenzen ausgeschmückte Hauptgeschichte dürfte rund 40 Stunden in Anspruch nehmen und daneben lassen sich auch noch rund 60 Nebenmissionen lösen.

Das Kampfsystem benutzt das etwa aus «Final Fantasy» bekannte «Active Time Battle»-System. Sprich: Die Kämpfe finden zwar in Echtzeit statt. Aber Angriffe mit Bögen, Äxten, Schwertern oder die auf verschiedenen Elementen basierenden magischen Fertigkeiten lassen sich nur alle paar Sekunden auslösen. Dabei werden verschiedene Angriffe zu neuartigen Attacken kombiniert.

Zeitweise verwandelt sich Leonard auch in einen gigantischen weissen Ritter, der den Kampf zum Beispiel mit riesigen baumartigen Kreaturen aufnimmt. Begleitet wird Leonard von bis zu drei weiteren Partymitgliedern, die sich im Kampf auch übernehmen lassen. Wer sich hingegen nur auf Leonard konzentrieren möchte, kann den Mitstreitern verschiedene grundlegende Verhaltensweisen im Kampf zuteilen.

Während andere Rollenspiele dieser Art aus vielen kleinen Abschnitten bestehen, lässt «White Knight Chronicles» riesige Umgebungen auf den Spieler los, in denen man sich teilweise mehrere Stunden aufhält. Grafisch sah die uns gezeigte Hügelregion äusserst farbenfroh, sehr sauber und bis ins kleinste Detail ausgestaltet aus.

Neben der Einzelspieler-Geschichte können Gamer auch mit drei anderen Spielern online gemeinsam Missionen lösen. Diese speziellen Aufgaben sind so ausgelegt, dass sie sich in maximal einer Stunde erfüllen lassen.

«White Knight Chronicles» scheint ein unterhaltsames und mit der Möglichkeit, Attacken zu kombinieren, auch ein durchaus vielseitiges Rollenspiel zu werden. Auf alle Fälle hat es das Zeug dazu, die Wartezeit auf «Final Fantasy 13», das wohl noch bis weit ins nächste Jahr auf sich warten lässt, auf vergnügliche Art zu verkürzen.

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