Vorschau: Halo – Reach Nobel geht die Welt zugrunde

  • Publiziert: 15.02.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner

Mit «Reach» will Entwickler Bungie der «Halo»-Reihe neuen Glanz verleihen. Wir konnten an der X10 in San Francisco das Game das erste Mal anschauen und waren besonders von der Technik beeindruckt.

Übersicht
«Halo – ODST», der letzte Teil von Microsofts Shooter-Reihe, konnte spielerisch überzeugen. Technisch hinkte das Spiel aber der Konkurrenz hinterher. Mit dem im Herbst erscheinenden «Halo – Reach» dürfte sich das verändern. Wir konnten an der X10 als einzige Schweizer das Game zusammen mit den Entwicklern von Bungie anschauen.

Das Prequel zur «Halo»-Trilogie spielt im Jahr 2552. Die Menschheit steht im Krieg mit einer Allianz von Ausserirdischen namens Covenant. Der Planet Reach beheimatet nicht nur 700 Millionen Menschen, sondern ist auch die letzte Verteidigungslinie vor der Erde. Der Spieler übernimmt dabei das «Noble»-Team, eine Gruppe von Spartanern, zu denen später auch der Masterchief gehört. Sie sollen während des Kriegs das Blatt zu Gunsten der Menschheit zu wenden. Die Story des Games soll nach den Entwicklern stärker auf die Figuren fokusieren als bisher.

Gameplay
Im Gegensatz zu den Vorgängern soll «Halo Reach» viel weitere und offenere Umgebungen bieten. Zwar wird das Game immer noch eine lineare Missionsstruktur beinhalten. Während den Missionen soll der Spieler aber viel mehr Möglichkeiten haben, eine Situation auf seine Art zu lösen. Dank der spontan reagierenden künstlichen Intelligenz sollen sich auch die gleichen Level jedes Mal unterschiedlich spielen lassen.

Viele der Einzelspieler-Umgebungen kommen auch im Multiplayer-Modus wieder zum Einsatz – allerdings mit leichten Veränderungen. So kann eine in der Solokampagne am Tag absolvierte Mission auf einmal zu einer nächtlichen Umgebung für den Mehrspieler-Modus mutieren.

Technik
Technisch ist die «Halo»-Reihe bei «Reach» kaum wiederzuerkennen. Besonders die Charakteranimationen haben seit «ODST» einen riesigen Sprung gemacht und wirken viel flüssiger. Aber auch die Umgebungen sind mit viel mehr Details versehen. Hier zahlt es sich aus, dass man die Engine von Grund auf neu aufgebaut hat und dazu für die Animationen das Motion-Capture-Verfahren benutzt. Besonders satt auch der Sound. Von einzelnen Schüssen gibt es ein typisches Echo zu hören und bei Einschlägen in der Nähe wummern tiefe Bässe aus den Lautsprechern. Kurzum: «Halo – Reach» dürfte anhand der von uns gesehenen bewegten Bildern technisch ein Genuss werden.

Fazit

Nachdem «ODST» vor allem technisch eine Enttäuschung war, erstrahlt «Halo Reach» in frischem Glanz. Auch die weiten Umgebungen dürften dem Game gut tun und das Ganze weniger als eine Abfolge von Korridoren wirken lassen. «Halo – Reach» soll Ende Jahr erscheinen. Die Multiplayer-Beta beginnt bereits am 3. Mai. Ab dann können alle Besitzer von «Halo – ODST» die ersten Schlachten ausfechten – inklusive einiger noch unbekannter Modi.

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