Vorschau: Alan Wake Licht und Schatten

  • Publiziert: 10.07.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner

Eigentlich will Roman-Autor Alan Wake nur Ferien auf dem Land machen. Aber dort angekommen, erlebt er des Grauen – und zwar in Hell und Dunkel. Wir haben das Game an der E3 angeschaut.

Alan Wake, Autor von übernatürlichen Thrillern, leidet unter Schreibstau und beschliesst deshalb, mit seiner Frau vorübergehend in eine abgeschiedene Gegend zu ziehen. Doch dort verschwindet auf einmal seine geliebte Alice. Auf der Suche begreift er, dass eine dunkle Macht von der Umgebung Besitz ergreift – und offenbar einer seiner Roman-Entwürfe Wirklichkeit wird.

Während die Story von «Alan Wake» entfernt an «Shining» erinnert, könnte der Aufbau aus TV-Serien wie «Lost» oder «24» stammen. Das Game ist in verschiedene Episoden unterteilt, die jeweils mit einem Spannungsmoment enden und danach mit einem «Bisher bei Alan Wake»-Segment beginnen.

Hauptgegner von Alan ist schliesslich eine mysteriöse dunkle Macht, die von Menschen, Tieren oder sogar wie ein Poltergeist von einem Auto Besitz ergreift. Alans Vorteil: Das übernatürliche Phänomen hat Probleme mit hellem Licht. So bekämpft unser Held die Gegnerschaft zuerst mit einer Taschenlampe, Leuchtraketen oder Pyrostäben, bevor er zur Knarre greifen kann.

Das Thema von Licht und Dunkelheit zieht sich durchs ganze Spiel. So sind in der Nacht beleuchtete Gebiete jene Punkte, in denen sich Alan von den Kämpfen erholen kann. Und während sich unser Held zur nächtlichen Stunde primär seiner Haut erwehren muss, gilt es tagsüber Rätsel zu lösen und Nachforschungen anzustellen.

Technisch sieht «Alan Wake» hervorragend aus. Wie es sich für ein solches Game gehört, sind die Umgebungen perfekt ausgeleuchtet und dazu äusserst detailliert. Zudem scheint die Gegend recht gross zu sein. So musste Alan im Rahmen der Geschichte zu einem Leuchtturm fahren, was auch mit einer rasanten Autofahrt einige Minuten in Anspruch nahm.

Der Game-Psycho-Thriller «Alan Wake» hinterlässt mit dem abwechslungsreichen Gameplay und vor allem atmosphärisch einen ausgezeichneten Ausdruck. Wir sind gespannt, wie die Entwickler das Serien-Format umsetzen wollen, zumal es in anderen Beispielen wie im neuen «Alone in the Dark» nicht viel mehr als ein Gimmick war. Erscheinen soll das Game Anfangs nächstes Jahr für Xbox 360.

play Die Taschenlampe ist Alans wichtigste Waffe gegen seine besessenen Feinde.

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