Vorschau: Brütal Legend Laute Gitarren und Motören

Schauspieler Jack Black leiht im Metal-Game «Brütal Legend» dem Roadie Eddie Riggs seine Stimme. Wir haben das Game mit Entwickler-Legende Tim Schafer angeschaut.

  • Publiziert: 24.09.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner

Als Roadie kann Eddie Riggs niemand etwas vormachen. Doch als sich eines Tages durch einen Unfall die Schnalle seines coolen Gürtels mit Blut füllt, findet sich unser Held auf einmal in einer alternativen Welt wieder. Dort haben sich die Bandmitglieder in dunkle Druiden verwandelt. Und auch sonst sorgen Dämonen in der von Covern von Metal-Alben inspirierten Welt für Unruhe. Doch Eddie findet weitere in diese Welt verbannte Menschen und nimmt mit ihnen den Kampf auf.

Um die schrägen Gegner zu besiegen, greift Eddie auf ebenso schräge Waffen zurück: Mit der Axt namens The Seperator und seiner Gitarre Clementine kann er heftig austeilen. So spielt er auch Gitarrenriffe nach, um so zum Beispiel ein mächtiges Erdbeben auszulösen. Attacken beider Waffen können dabei zu mächtigen Combos kombiniert werden. Per Tastendruck lassen sich die Feinde fixieren, so dass Eddie immer den ausgewählten Gegner im Blickfeld hat.

Das übergreifende Ziel des Games ist aber, für grössere Schlachten eine möglichst hohe Zahl von zuerst ziemlich tumben Headbangern zu organisieren. Dazu steht Eddie Riggs eine rund 64 Quadratkilometer grosse Metal-Welt zur Verfügung, die nach einem Prolog frei begehbar ist. Um durch diese riesige Umgebung zu kommen, steht Eddie ein Hot Rod zur Verfügung, mit dem sich grössere Distanzen fix zurücklegen lassen. Angenehm: Die Minimap zeigt immer den kürzesten Weg zum nächsten Missionsziel an. Aber auch im Kampf kommt das feurige Gefährt zum Einsatz. So gilt es im ersten Bosskampf die Tentakel eines riesigen Monstrums zu überfahren.

Star des Spiels ist aber Eddie Riggs beziehungsweise sein Sprecher, der Schauspieler Jack Black. Der teils leicht infantile Humor mag Geschmackssache sein, jedoch ist im Spiel mit vielen umwerfend komischen Szenen zu rechnen. Zum Beispiel wenn unser Held seiner ersten Begleiterin ganz diskret beibringen möchte, was ein «French Kiss» ist. Neben anderen Sprechern wie Ozzy Osbourne, Rob Halford oder Lita Ford überzeugt auch der Soundtrack mit 108 Songs von Rock-Legenden wie Slayer, Motörhead, Manowar oder Judas Priest.

Kein Zweifel: Das auch grafisch prächtig aussehende Spiel hat das Zeug zu einem der grossen Highlights des Herbsts. Wir sind gespannt, ob der in der Demo gezeigte Humor auch während dem Rest des Spiels so treffsicher herüberkommmt. Erscheinen soll das Game am 15. (R)Oktober für PS3 und Xbox 360.

play Auch Ozzy Osbourne hat einen Gastauftritt im schwer metallhaltigen Game.

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