Angespielt: God of War 3 Kratos als Gipfelstürmer

Kratos' letztes Gefecht gegen die griechischen Götter ist eines der momentan meisterwarteten Spiele. An der E3 konnten wir das Game anzocken – und wollten den Controller gar nicht mehr weglegen.

  • Publiziert: 08.07.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner

«God of War 3» startet dort, wo der zweite Teil aufhörte. Kratos, ein ehemaliger spartanischer Krieger, fühlt sich von den Göttern verschaukelt. Deshalb will er nun den Olymp stürmen, um an ihnen Rache zu nehmen. Doch der Weg ist steinig und mit vielen grausamen Kreaturen der griechischen Mythologie bevölkert.

Weg gepflastert mit Widerwärtigkeiten
Die E3-Demo war dieselbe, die wir bereits bei unserem Studiobesuch in Los Angeles zu sehen bekamen. Allerdings hatten wir dieses Mal die Gelegenheit, den Controller selber in die Hand zu nehmen, um Sonnengott Helios den Kopf abzureissen.

Der Weg zum göttlichen Gegner war allerdings mit vielen Widerwärtigkeiten gepflastert. Harpyen, Zentauren, Skelette und Chimären stellten sich als Gegner in den Weg. Als Waffe konnten wir neben den bekannten Kettenschwertern auch ein paar gepanzerte Handschuhe in Form eines Löwenkopfs zum Einsatz bringen, die vor allem im Nahkampf effektiv sind. Durch die Möglichkeit, die Waffen auch mitten im Kampf wechseln zu können gewinnt das Spiel einiges an taktischer Tiefe.

Mythologische Schutzschilder
Die Steuerung ist dabei so simpel wie immer. So kann Kratos mit jeder Waffe leichte wie auch schwere Angriffe ausführen. Mit einer weiteren Taste packt sich der Held den nächsten Gegner, um mit ihm als Schutzschild durch die anderen zu rennen, um ihn zum Schluss an der nächsten Wand zu zerschmettern. Im Fernkampf setzt Kratos auch mal auf einen Bogen. Dabei können die von Feuerpfeilen getroffenen Monster durch Berührung auch weitere Feinde anzünden.

Bei den vielen im Spiel verstreuten Zwischengegnern kommen auch wieder jene Sequenzen zum Zug, bei denen es die auf dem Bildschirm eingeblendete Taste nachzudrücken gilt. Entweder sind wir uns solche Sequenzen aus anderen Spielen so gewöhnt, oder «God of War 3» ist tatsächlich etwas vergebender als die Vorgänger. Auf alle Fälle konnten wir die meisten Sequenzen problemlos im ersten Versuch beenden.

Ruppige Action
Die Action ist dabei ziemlich ruppig, auch wenn die Gegner keine Menschen, sondern in den meisten Fällen mythologische Kreaturen sind. So gilt es bei einer Chimäre zuerst ihren Schwanz abzuschlagen, bevor Kratos ihr eines ihrer drei Hörner ausreisst und sie danach durchs Auge ersticht. Das Finale war dann der Fight gegen Helios, der am Schluss ein Kopf kürzer war. Aber wie es sich für den Kopf eines Sonnengottes gehört, diente er Kratos nachher als Taschenlampe in dunklen Umgebungen.

Die einfache Bedienung, die vielen Kampfmöglichkeiten und die umfangreiche Gegnerpalette lassen auch abseits der abartigen Grafik auf ein grosses Spiel hoffen. Erscheinen soll «God of War 3» leider erst Anfangs 2010 für PS3.

play Mit den Löwenkopf-Krallen teilt der ehemalige spartanische Krieger vor allem im Nahkampf aus.

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