Vorschau: Fable 3 Königreich mit gewissem Touch

  • Publiziert: 07.21 Uhr, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner

Entwickler-Guru Peter Molyneux zeigte an der Microsoft-Präsentation X10 die ersten bewegten Bilder von «Fable 3». Mehr als zu zeigen hatte er aber zu erzählen. Wir haben zugehört.

Übersicht
Das Rollenspiel «Fable 3» versetzt den Spieler in den Sohn oder die Tochter des Helden aus «Fable 2». Im bisher märchenhaften Königreich Albion hat die Industrialisierung Einzug gehalten. Da aber ein tyrannischer Herrscher auf dem Thron sitzt, stürzt das Land in bittere Armut. Doch noch ist nicht alle Hoffnung verloren. Ziel des Spiels, ist nicht nur den König zu stürzen, sondern danach das Land auch zu regieren – egal ob zum Besseren oder zum noch Schlechteren.

Die ersten Bilder von «Fable 3» zeigen bereits, dass das Spiel wesentlich düsterer werden dürfte als seine Vorgänger. Aus dem idyllischen Bowerstone blasen nun Kamine schwarzen Rauch in den Himmel, während auf den Strassen Diebe und Räuber ihr Unwesen treiben. Zudem versinkt die Stadt in bitterer Armut, so dass sogar Kinder in den Fabriken arbeiten müssen.

Gameplay
Während der Präsentation stellte Molyneux zwei neue Mechaniken im Spiel vor. So kann der Spieler nun auf Knopfdruck jeden Charakter anfassen. So musste der Held im Spiel seine wütende Tochter abholen. Auf Knopfdruck liess sie sich bei der Hand nehmen oder in die Luft werfen um sie aufzuheitern. Schliesslich war sie wieder glücklich und die Spielerfigur konnte mit ihr Hand in Hand nach Hause laufen. Witzig: Als die beiden am Pub vorbeiliefen, liess die Kleine einen Kommentar im Stile von «da wo du jeden Abend hingehst» liegen.

Die Touch-Mechanik lässt sich aber auch für negative Dinge benutzen. So packte der «Held» einen Bettler und brachte ihn in die Fabrik mit den unmenschlichen Arbeitsbedingungen zurück, aus der er entflohen war. Sobald die Fabrik in Reichweite kam, begann sich der Flüchtling zu wehren und wollte sich losreissen, was ihm allerdings nichts half.

Da diese Aktionen alle mit einer Taste gesteuert werden, entscheidet das Game, welche Berührung nun gerade die richtige ist. So kann es sich bei Verliebten auch um einen Kuss handeln, während bei feindlich eingestellten Leuten wohl eher eine Ohrfeige angebracht wäre.

Anstatt hunderte von Waffen zu kaufen, baut sich der Held nun seine Schwerter oder Bögen nach Hunderten von Anleitungen selber. Je mehr man die Waffe gebraucht desto mächtiger und spektakulärer werden die Attacken. Zudem verändert sich auch das Aussehen. Spielt man einen bösen Helden, tropft mit der Zeit Blut vom Schwert. Hat man hingegen einen gutmütigen Charakter, sind mit der Zeit Glyphen oder ganze Schriftzüge auf der Waffe zu erkennen.

Aufgeräumt hat man auch das Interface. Und zwar so sehr, dass auf dem Bildschirm nicht einmal mehr ein Lebensbalken zu erkennen ist. Stattdessen soll man am Aussehen des Helden erkennen, wie nahe er am Tod ist. Ganz verschwunden sind auch die Erfahrungspunkte. Darüber, wie die Charakterentwicklung abgesehen von der Waffenstärke vor sich gehen wird, schwieg sich Molyneux allerdings aus.

Um noch ein Gerücht aus der Welt zu räumen: Trotz der Ende Jahr erscheinenden kamerabasierten «Project Natal»-Steuerung wird «Fable 3» immer noch ganz normal mit dem Controller gespielt. Wer also keine Lust auf Rumgefuchtel im Wohnzimmer hat, braucht sich diesbezüglich keine Sorgen zu machen.

Fazit

Auch wenn die meisten vorgestellten Features bereits seit der Gamescom bekannt waren, war es doch erstaunlich, wie gut vor allem das Touch-Feature funktioniert. «Fable 3» soll, sofern Molyneux nicht noch 500 weitere Ideen ins Spiel packen will, noch in diesem Jahr erscheinen. Wir sind gespannt.

Fable 3, für Xbox 360, ab 4. Quartal 2010

Top 3

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Wie wird «Fable 3»?»

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  • 17,7% Flop