Vorschau: «Tom Clancy's Splinter Cell Conviction» Harter Sam für clevere Spieler

Sam Fisher kommt endlich zurück auf die heimischen Spielkonsolen – und dies härter denn je. Schliesslich geht es dieses Mal um eine sehr persönliche Sache.

  • Publiziert: 15.07.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner

Um den Mörder seiner Tochter Sarah zu finden, quittiert Geheimagent Sam Fisher seinen Job und begibt sich auf einen persönlichen Rachefeldzug. Die erste Spur führt ihn auf die Mittelmeer-Insel Malta. Die Antworten, die er dort findet, gefallen ihm gar nicht.

Erinnerungen an «Casino Royale»
Während die früheren «Splinter Cell»-Teile vor allem verdecktes Vorgehen erforderten, ändert sich dies mit «Conviction» dramatisch. Sam Fisher muss zwar auf seine geliebten Gadgets wie Nachtsichtgerät oder Wärmeleser verzichten, bringt dafür umso mehr seine Fäuste zum Einsatz.

So erinnert eine Szene in einer öffentlichen Toilette an die Anfangsszene aus dem James-Bond-Film «Casino Royale». Um Information aus einem Verdächtigen herauszupressen, steckt Sam dessen Kopf schon mal in eine Kloschüssel oder hämmert ihn gegen den nächsten Spiegel. «Conviction» dürfte um einiges härter werden als die Vorgänger.

In die Umgebung projizierte Filmszenen
Innovativ die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Bekommt Sam die gewünschte Information, ist ein in die aktuelle Umgebung projizierter Schwarz-Weiss-Film zum Thema zu sehen. Auch die Missionsziele werden auf diese Art angezeigt. Wenn es ein Gebäude zu infiltrieren gilt, ist auf genau diesem Haus ein grosser «Infilitrate the mansion»-Schriftzug zu erkennen.

Ganz auf Gadgets muss Sam dann doch nicht verzichten. So dient eine Scherbe des Aussenspiegels seines Autos als Spiegel, um so unter einem Türspalt in den nächsten Raum sehen zu können. In dieser Ansicht lassen sich mehrere Punkte – meist Feinde – markieren, auf die Sam, wenn er den Raum stürmt, gleich als erstes schiesst. Sich also zuerst ein Bild zu machen, was demnächst passieren könnte, war noch nie so wertvoll wie in «Conviction».

Geistreicher Held
Ein weiteres Feature betrifft die nach wie vor vorhandenen Schleichpassagen. So ist im Spiel ein weisser «Geist» von Sam an jenem Ort zu erkennen, wo ihn die Gegner zuletzt gesehen haben. Dies eröffnet völlig neue taktische Möglichkeiten. So kann Sam zum Beispiel in der Nähe jenes Ortes in einem Versteck auf die Feinde warten um sie dort «gemütlich» auszuschalten.

Die härtere Gangart, das taktischere Gameplay und die hervorragende Grafik lassen bei «Splinter Cell – Conviction» Vorfreude aufkommen. Erscheinen soll das Spiel im Oktober für PC und Xbox 360.

play Neue Aufträge bekommt man direkt in der Umgebung eingeblendet – und zwar dort, wo es sie zu erledigen gilt.

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