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Übersicht
Kurz bevor die Erde von einem riesigen Asteroiden getroffen wird, versucht die Menschheit die Personen in sogenannten Archen einzufrieren. Dort sollten sie erst wieder erwachen, sobald Leben auf der Erde wieder möglich ist. Allerdings geht dabei etwas schief und der Spieler ist der einzige Überlebende seiner Arche, der auf den inzwischen von Sand bedeckten und von Mutanten bewohnten Planeten losgelassen wird. Dort herrscht bereits ein erbitterter Machtkampf. Eine totalitäre Organisation namens «The Authority» will ihre Ideen des Zusammenlebens durchdrücken.
Gameplay
Das an die «Mad Max»-Filme erinnernde Szenario bietet die Grundlage für heisse Balleraction und Verfolgungsjagden in abgefahrenen Buggys und anderen Vehikeln. Das erste Ziel des Helden nach seinem unsanften Erwachen ist die Stadt Wellspring, benannt nach einem Brunnen, der noch frisches Wasser beinhaltet. Um diese zu erreichen erhält der Spieler von Crazy Joe, dem ersten Menschen, dem man begegnet, einen Buggy – allerdings erst, nachdem man mit einem Messer-Bumerang die Mutanten in der Umgebung ausgeschaltet hat.
Auf dem Weg zum Ziel warteten bereits ein paar Banditen in fahrbaren Untersätzen, denen man allerdings mit den beiden Boardkanonen des eigenen Fahrzeug schnell der Garaus macht. Im Ort Wellspring warten schliesslich viele Einwohner darauf, dass man Aufgaben für sie erledigt. Als erstes gilt es die Arche-Kleidung loszuwerden, da die Leute von «The Authority» mit Vorliebe Jagd auf die Überlebenden machen. Zusätzlich gilt es einen der verschiedenen Clans davon abzuhalten, das überlebenswichtige Wasser der Stadt zu vergiften.
Die Clans sind zunächst auch die Hauptgegner des Spielers. Der Ghost Clan versteht sich besonders gut auf akrobatische Attacken. So weiss man nie, ob sie plötzlich von einer höher gelegenen Plattform attackieren oder sich von hinten anschleichen. Der Waste Clan setzt dagegen auf Waffenkraft, um den Spieler umzupusten.
Zum Glück steht dem Helden ein ganzes Arsenal an Schiesseisen zur Verfügung. Dazu kann man Pistole, Maschinen-Pistole, Armbrust und alle weiteren Waffen mit individueller Munition ausrüsten. Mit Elektrobolzen schaltet man zum Beispiel im Wasser stehende Gegner aus. Viele der Munitionen und auch andere Items wie der «Schloss–Zermalmer» – eine Art moderner Dietrich – lassen sich selber herstellen. Dazu gilt es zuerst das passende Rezept und danach die benötigten «Zutaten» zu finden. Dabei ist die Umgebung vollgestopft mit verschiedenen Materialien, die der Held mitnehmen kann.
Wer jetzt Angst davor hat, dass «Rage» zum Rollenspiel mutiert, kann aufatmen. Das Spiel ist ein reinrassiger Shooter. Level oder ausbaubare Fähigkeiten wird es keine geben. Dafür darf man in der Garage sein eigenes Vehikel mit neuen Designs versehen, die sich ebenfalls bei den Streifzügen durch die Gamewelt finden lassen.
Technik
Seit Jahren werkeln id Software und deren Mastermind John Carmack an einer neuen Grafik-Engine. Mit «Rage» beweisen sie nun, dass sie es immer noch können. Noch nie sah eine Gamewelt so detailliert und gleichzeitig so facettenreich aus – und das auf einer Xbox 360. So hinterlassen beispielsweise die Clans überall ihre Graffitis, die aber alle etwas unterschiedlich aussehen. Auch sonst beweisen die Designer unendlich viel Liebe zum Detail. Etwa wenn in Wellspring auf einem «No Parking»-Schild das letze Wort durchgestrichen und mit einem aufgesprayten «Peeing» ersetzt wird. Aber auch die Felswände sehen aus, als hätte man jedem Stein ein einzelnes Design gegeben.