Vorschau: Fable 3 Der König ist tot, lang lebe der König

  • Publiziert: 04.09.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Steiner
play Schreiende Kinder, eine wütende Ehefrau und Untertanen, die machen was sie wollen: Auch Könige haben ihre Sorgen.

Zu «Fable 3» gab es an der Gamescom zwar noch keine bewegten Bilder. Dafür hatte der zum Ritter geschlagene Entwickler-Guru Peter Molyneux umso mehr zu erzählen. Wir haben zugehört.

Was als Gamescom-Pressekonferenz von Microsoft angekündet war, entwickelte sich zur One-Man-Show von Peter Molyneux. Und dieser redete dieses Mal nicht lange um den heissen Brei herum. Im Gepäck hatte er «Fable 3», zumindest verbal. Darin soll sich alles um Macht drehen und der Spieler solle immer das Unerwartete erwarten.

Der dritte Teil des Rollenspiels ist zeitlich rund 50 Jahre nach «Fable 2» angesiedelt. Albion steht auf der Schwelle zur Industrialisierung und hat mit den damit verbundenen Problemen zu kämpfen. Armut und Kriminalität überfluten das Land. Zudem sitzt ein Tyrann von König auf dem Thron. Kurzum: Es ist Zeit für eine Revolution.

Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle des Sohnes oder der Tochter des Helden des zweiten Teils, wobei dieser oder diese auch aus einem gespeicherten Spielstand von «Fable 2» importiert werden kann. Zu Beginn des Spiels gilt es, Leute von der Revolution zu überzeugen, Fraktionen zu vereinigen und den Widerstand anzuführen. Dabei ist man auch gezwungen Versprechen abzugeben, wie man als zukünftiger Thronfolger herrschen möchte.

Hat man schliesslich nach der Revolution den Thron bestiegen, bleibt es dem Spieler überlassen, ob er die abgegebenen Versprechen einhalten möchte, mit den entsprechenden Konsequenzen. Tyrannisch oder gutmütig, progressiv oder traditionell, freigiebig oder gierig: Auch an diesen Eigenschaften werden die Untertanen ihren König messen.

Klar ist, dass der Spieler trotz Thron kein Sesselfurzer ist. Stattdessen ist er wie Cäsar oder Dschingis Khan weiter im Lande unterwegs um Heldentaten zu vollbringen. Dabei kann er auch NPCs bei der Hand nehmen, um sie beispielsweise aus einem brennenden Haus zu retten oder an einen bestimmen Ort zu führen.

Ein neues Gameplay-Element sind die «Judgments». Darin tragen die Untertanen ihre Streitigkeiten vor den König, der nun ein weises Urteil treffen soll. Dies kann man entweder sofort erledigen, oder man geht der Sache auf den Grund und bringt Dinge ans Tageslicht, die den Fall vielleicht in einem komplett neuen Licht erscheinen lassen.

Als König über sein Königreich herrschen, Abenteuer erleben und dabei so nebenbei auch noch sein Schloss ausbauen oder bedürftige Regionen finanziell unterstützen: Alles was wir bisher zu «Fable 3» gehört haben, lässt auf einen würdigen Nachfolger des gelungenen zweiten Teils hoffen. Ob Peter Molyneux selbst allerdings alle seine Versprechen halten kann, steht auch dieses Mal wieder in den Sternen. Wir hoffen es einfach mal.

play Natürlich darf man in «Fable 3» auch als Herrscherin seine Untergebenen drangsalieren.

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