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Übersicht
«Fallout 3» gehört auch heute noch zu den besten Action-Rollenspielen. Als Überlebender eines Atomkriegs musste der Spieler Ende 2008 in der Umgebung der verwüsteten US-Hauptstadt Washington den Kampf mit Supermutanten und den Soldaten der diktatorischen Enklave aufnehmen. Der Nachfolger heisst «Fallout – New Vegas» und spielt in der Umgebung der namensgebenden Glücksspiel-Metropole. Obwohl das grundlegende Spielprinzip gleich geblieben ist, haben sich die Entwickler einige neue Dinge einfallen lassen. Wir haben mit ihnen verschiedene Abschnitte des Spiels angeschaut.
Gameplay
Während im ersten Teil die Charaktererschaffung mit der Geburt des Charakters begann, fängt das neue Spiel mit dem Beinahe-Tod an. Zwei Gangster durchsieben den Hauptcharakter mit Kugeln, kurz bevor dieser ein Paket abliefern soll. Zum Glück wohnt Doc Mitchell im verschlafenen Kaff Goodspring. Der Universalarzt flickt den Spieler nicht nur zusammen. Er versteht das Handwerk der Schönheitschirurgie und der Psychologie.
So wählt man zu Beginn sein Aussehen aus und bekommt nach einem Psychotest – inklusive zu interpretierenden Tintenklecks-Bildern – seine Talente vorgeschlagen. Diese lassen sich aber wie im Vorgänger nach Belieben verändern. Die Charaktererschaffung dauert in «New Vegas» kaum zehn Minuten – ist dafür umso witziger. Etwa wenn man im Test zum Begriff Mutter das Wort Schutzschild assoziieren kann.
Verlässt man schliesslich das Haus des Docs, fällt zuerst die lebendigere Landschaft auf. Die Mojave-Wüste war vom Atomkrieg weniger betroffen als Washington und so lassen sich in der Geröllwüste auch öfters Spuren von Vegetation finden. Auch der im letzten Spiel stets verschleierte Himmel erscheint hier in leuchtendem Blau. Allgemein scheint die Grafik noch einen Tick besser zu sein als im Vorgänger. Besonders die Licht- und Schatteneffekte fallen positiv auf.
Wem der Vorgänger zu einfach war, spielt in «Fallout – New Vegas» am besten den Hardcore-Modus. Dort wirken Heilmittel wie Medkits nicht mehr sofort sondern über eine gewisse Zeit. Und in der Wüste muss man genug Flüssigkeit zu sich nehmen, damit man nicht dehydriert.
Zum Start gilt es, verschiedene Tutorial-Missionen zu lösen. So muss der Held zum Beispiel Geckos – die hässlichen Viecher aus Teil 2 – auszuschalten, welche die Wasserversorgung bedrohen. Die erste Hauptmission dreht sich aber um Ringo. Der hat sich in der Stadt versteckt, weil er von der Gang eines gewissen Joe Cubb gejagt wird. Hier entscheidet man, welcher Seite man sich anschliessen will.
Steigt man mit Joe Cubb ins Gefecht, darf man ganz Goodspring niedermachen. Schlägt man sich hingegen auf die Seite von Ringo, lassen sich weitere Leute zur Hilfe gegen Kriminellen überreden. Neu spielt auch in Dialogen die Höhe gewisser Fähigkeiten eine Rolle. Hat man zum Beispiel genug Punkte im Wert Explosivwaffen, hilft einem der Sprengstoffexperte Easy Pete mit Dynamit aus. Mit dem richtigen Verhandeln-Skill lässt sich hingegen beim Händler eine Lederrüstung erschnorren.
Auch ausserhalb von Goodspring ist einiges los. So wird die Bevölkerung des Ortes Prim von einer Gangstergruppe terrorisiert. Eine riesige Dinosaurierstatue, ein Solarkraftwerk oder ein Gebirgszug, auf dem eine Atombombe eingeschlagen hat, sind weitere Sehenswürdigkeiten in der Mojave-Wüste. Dabei sammelt man für die verschiedenen Orte Reputationspunkte, die den Helden in der Gunst der entsprechenden Fraktion steigen – oder auch sinken lassen.
Auch in «Fallout – New Vegas» findet man wieder unzählige Waffen. Neu lassen sich diese aber mit neuen Läufen oder erweiterten Magazinen modifizieren. Ein Zielfernrohr gibt dem Spieler zum Beispiel die Möglichkeit, die Gegner heranzuzoomen. Zusätzlich besitzen die Waffen neue Eigenschaften – wie etwa einen Schadensbonus, wenn man auf einen gewissen Körperteil zielt.