«Layers of Fear» im Test Wenn der Horror als erstes stirbt

Im Indie-Titel «Layers of Fear» geht es einem Maler an den Kragen. Dabei setzt das Game vor allem auf visuelle Spielereien. Ob das reicht, haben wir getestet.

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Übersicht

Das Game «Layers of Fear» beginnt harmlos genug. Protagonist des Spiels ist ein Maler. Allerdings leidet er so sehr an einer kreativen Blockade, dass er schon längst dem Wahnsinn verfallen ist. In seiner geistigen Umnachtung macht er sich aber dennoch daran, sein Meisterwerk zu beenden. Für jede der insgesamt sechs auf die Leinwand aufgetragenen Schichten  – im englischen Layers – macht er allerdings einen echten Albtraum durch, wobei sich die Realität nicht ganz an die Regeln hält.

Trailer zu «Layers of Fear»

 

Das hat uns gefallen

Für einen Indie-Titel weiss die Inszenierung durchaus zu gefallen. Die Räume in der Villa des Malers sind optisch detailreich gestaltet und verströmen durch die Einrichtung – inklusive früherer teils verstörender Werke des Malers – eine eigentümliche Atmosphäre. So kommt bereits beim Betrachten der Szenerie ein leichtes Unwohlsein auf.

Zudem bedient sich das Game tatsächlich eines guten Kniffs. Betritt der Maler einen Raum und will dann zurück zur Türe schauen, kann es sein, dass sich dort jetzt eine Wand befindet. Dreht er sich dann wieder um, hängt auf einmal ein Bild an der Wand, das vor wenigen Sekunden noch nicht dort war. So wartet das Spiel mit einigen visuellen Überraschungen auf, die einem zu Beginn tatsächlich erschrecken.

Screenshots zu «Layers of Fear»

 

Das hat uns genervt

Da Kämpfe oder andere Gefahren komplett fehlen, kommt auch keine beklemmende Stimmung auf. So bleiben dann oft nur sogenannte Jumpscares – zu deutsch «An die Decke spring»-Momente – die dem Spieler einen Schrecken einjagen sollen. Allerdings kennt das Game nur zwei Tricks: Zum einen das erwähnte überraschende Umgestalten der Räume, zum anderen plötzlich aus dem nichts auftauchende Fratzen. Das wars dann auch schon. Bereits kurz nach dem Start stirbt so der Horror. Todesursache: Berechenbarkeit.

Kommt dazu, dass man das Gameplay auf ein absolutes Minimum beschränkt hat. Neben dem Öffnen von Türen und Schubladen bleibt einem eigentlich nur das Laufen durch die Räume übrig. Zum Schluss haben sich wohl aus Versehen noch ein paar wenige Rätsel ins Spiel geschlichen. Diese sind wie der Rest des Spiels aber ziemlich anspruchslos. Auch die Story muss man sich grösstenteils aus gefundenen Notizen und Zeitungsausschnitten zusammensetzen. Allerdings sind geschätzte 95 Prozent der bei Schreibtisch- oder Kommoden-Schubladen zu angebrachten Schubladen leer, so dass man diese mit der Zeit nur noch öffnet, weil man gerade nicht weiterkommt.

play

 

Fazit

Sogenannte Walking-Simulatoren müssen nicht zwangsweise schlecht sein, wie zum Beispiel das erst kürzlich erschienene «Firewatch» beweist. Wenn dann allerdings neben dem Gameplay auch noch eine gute Story fehlt, dann bleibt ziemlich wenig übrig. Bei «Layers of Fear» kommt dazu, dass trotz der kurzen drei Stunden Spielzeit die Horror-Elemente zum Ende so abgelutscht sind, dass man nur noch ziemlich gelangweilt durch die Korridore der Villa schlurft. Schade um die eigentlich innovative Ausgangslage und die starken ersten Minuten.

Wertung: 5 von 10 unvollendeten Bildern

Layers of Fear, für PC, PS4 und Xbox One, ab 16 Jahren

Publiziert am 09.03.2016 | Aktualisiert am 09.03.2016
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