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Übersicht
Commander Shepard befindet sich ausnahmsweise mal auf der Erde. Just zu jenem Moment fallen die Reaper auf dem Ursprungsplanet der Menschheit ein. Die maschinenartigen Kreaturen durchstreifen alle 50'000 Jahre den Weltraum, um sämtliche Lebensformen auszulöschen und so die Evolution von neuem beginnen zu lassen. Kein Wunder möchte Shepard dies verhindern. Doch zu Beginn gilt es, mit verschiedenen Ausserirdischen eine Allianz zu gründen. Hier hat allerdings die alienfeindliche Organisation Cerberus etwas dagegen.
Gameplay
Wer die Vorgänger gespielt hat, kann seinen Commander Shepard mit all den getroffenen Entscheidungen importieren. Wer dies versäumt hat, wird bereits zu Beginn eine schwere Wahl treffen müssen. Entweder Ashley Williams oder Kaiden Alenko – beides Figuren, die man in der ersten Stunde des ersten «Mass Effect» kennenlernt – muss sterben, um das Spiel überhaupt beginnen zu können. Hier zeigt sich bereits, dass das Game einen riesigen Bogen zu den Vorgängern schlägt. So sind wir zu Beginn wieder vielen alten Bekannten wie Captain Anderson, Liara T'Soni oder dem Cerberus-Oberhaupt Illusive Man begegnet.
Ebenfalls zu Beginn des Spiels hat man die Wahl, ob man das Game mit vereinfachten Shooter- oder Rollenspiel-Elementen zocken will. So kann man die Ballereien vereinfachen oder die Dialoge mit vorgegebenen Standard-Antworten führen. Ob diese Vereinfachungen Sinn machen, muss wohl jeder Spieler für sich selbst entscheiden, die meisten dürften aber auf die Optionen verzichten und das Game mit der vollen Shooter- und Rollenspiel-Ladung geniessen.
Die Startmission auf der Erde konnten wir bereits an der E3 anschauen. Beim Anspielen hatten wir aber die Gelegenheit, einen genaueren Blick auf das neue Charaktersystem zu werfen – und dieses ist wieder massiv umfangreicher als im zweiten Teil. So haben Commander Shepard zehn und die Begleiter je fünf verschiedene Talentarten, in die sich je sechs Punkte investieren lassen. Ab der vierten Stufe muss man sich zudem zwischen je zwei verschiedenen Vorteilen entscheiden.
Bei Shepards Adrenalinstoss kann man zum Beispiel entscheiden, ob man sich besser gegen gegnerische Angriffe schützt oder ob man den mit der Fähigkeit einhergehenden Zeitlupeneffekt verlängert und die eigenen Angriffe verstärkt. Bei den Begleitern gab es zu Beginn überhaupt keine überschneidenden Talentarten. Falls dies konsequent so durchgezogen wird, erlaubt das Spiel sogar mehr Entwicklungsmöglichkeiten als der erste Teil.
Die erste Mission nach der Einleitung führt Shepard auf den Mars, wo die Drei-Mann-Crew überraschend wieder auf die zwielichtige Gruppe Cerberus trifft. Diese will sich mit den Reapern arrangieren und sie dazu führen, nur die Aliens auszulöschen. Hier zeigt sich dann auch die Stärke der Story: So gelingt es dem Spiel mit ausgezeichneten Dialogen viel Spannung zu erzeugen, die zum Weiterspielen motiviert. Wie im Vorgänger kann man während einigen Gesprächen wieder sein Gegenüber mittels Drücken der Schultertaste unterbrechen und so eine moralisch gute oder böse Aktion auslösen.
Abgesehen von der etwas detailarmen Grafik, scheint «Mass Effect 3» ein weiteres Meisterwerk zu werden. Die Geschichte enthält bereits in den ersten Stunden haufenweise Spannungsbögen, die dem Spieler wie eine Karotte vor die Nase gehalten werden. Mit der erweiterten Charakter-Entwicklung hat man sich zudem der Kritik am letzten Teil angenommen. Weiter dürfte auch die Geschichte wieder mehr einer Haupthandlung folgen, die im letzten Teil viel zu kurz kam. Den neuen Mehrspieler-Teil konnten wir leider nicht anspielen und so sind wir gespannt, wie sich dieser ins restliche Spiel einfügt. Erscheinen soll «Mass Effect 3» am 8. März für PC, PS3 und Xbox 360.
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