«Homefront – The Revolution» angespielt Dieser Aufstand steckt voller Überraschungen

Der Shooter «Homefront – The Revolution» hat bereits eine äusserst bewegte Geschichte hinter sich. Wie sich der doppelte Wechsel des Publishers aufs Spiel auswirkte, fanden wir bei einem Event in London heraus.

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Übersicht

Ursprünglich sollte der Nachfolger des Mittelmass-Shooters «Homefront» bei THQ erscheinen. Nachdem der Publisher Pleite ging, landete das Game bei Crytek, bevor die Frankfurter selber in finanzielle Schieflage gerieten. Nun erscheint das Spiel bei der ebenfalls in Deutschland beheimateten Firma Deep Silver. Glücklicherweise blieb das Hauptteam von «Homefront – The Revolution» trotz der ganzen Turbulenzen intakt. Dies merkt man dem Spiel auch an. Während die Multiplayer-Beta vor wenigen Wochen noch kaum begeisterte, zeigt sich das Kernstück – die umfangreiche Einzelspieler-Kampagne – in einem hervorragenden Zustand. Wir durften das Spiel für satte fünf Stunden unter die Lupe nehmen und wollten danach den Controller kaum mehr weglegen.

Die Ausgangslage basiert auf einer alternativen Realität der letzten 50 Jahre. So agierten die Nordkoreaner etwas cleverer als in der echten Welt und haben ihr eigenes Silicon Valley aufgebaut. Das Regime nutzt den daraus resultierende Reichtum, um eine schlagkräftige Armee aufzubauen. Schon bald landet diese an der Westküste der USA und bringt das halbe Land unter nordkoreanische Kontrolle. Doch in Philadelphia, der Wiege der amerikanischen Unabhängigkeit, regt sich der Widerstand.

Screenshots zu «Homefront – The Revolution»

 

Gameplay

Die erste Überraschung folgt gleich zum Start: Anstatt den Spieler einfach in die offene Welt zu werfen, beschreibt das Game zunächst in einer rund zehnminütigen, ziemlich brutalen Zwischensequenz die Ausgangslage. Sowieso spielt die Geschichte hier eine wichtige Rolle. So gibt es im späteren Verlauf des Spiels auch Abschnitte, in denen man zum Beispiel einen eigenen Kontakt in einem feindlichen Quartier finden und die richtigen Personen ansprechen muss.

Die Schiessereien sind zunächst nicht ohne. Protagonist Ethan Grady hält nicht besonders viel aus. So ist es eine schlechte Idee, sich kopflos mitten in die Action zu stürzen. Hat man sich allerdings mal daran gewöhnt, bei jedem Besuch des eigenen Unterschlupfs fünf Medikits mitzunehmen und unter Beschuss auch öfter eines zu konsumieren, erhöht sich Ethans Lebenserwartung.

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Die offene Welt in Philadelphia ist relativ gross und in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Neben der Hauptmission ist die Karte in verschiedene Sektoren eingeteilt, in denen man mal eine eigene Basis freischaltet, eine Nachschubkiste findet oder eine feindliche Stellung einnimmt. Das Missionsdesign ist um einiges vielfältiger als in anderen Open-World-Shootern. So muss man auch mal mit seinem Motorrad eine Rolle antreiben, um einen Stromgenerator wieder anzwerfern. Der fahrbare Untersatz lässt sich übrigens auch dazu benutzen, um grössere Distanzen in der Welt zurückzulegen.

Oft lässt sich die Hauptstory unabhängig von den Nebenmissionen vorantreiben. Allerdings muss man in gewissen Gebieten die unterdrückte Bevölkerung dazu motivieren, den Aufstand zu proben. Dies wird in einer Prozentzahl angezeigt, wobei hier das Absolvieren von Nebenmissionen das Effektivste ist, um schnell die 100 zu erreichen. Allerdings kann man auch Mini-Aufgaben lösen, die direkt in der Umgebung angezeigt werden. Hier gilt es, Gefangene aus der Zwangsarbeit zu befreien, indem man den Aufseher umlegt. Oder man eliminiert ein von Leibwachen beschütztes Kadermitglied der Nordkoreaner. Das alles trägt zu einem abwechslungsreichen Spielverlauf bei.

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Auch bei den Kämpfen bieten sich viele Optionen. So lässt sich der Protagonist mit verschiedenen Waffen ausrüsten, die sich gegen Geld freischalten und teilweise stark modifizieren lassen. So verwandelt Ethan eine reguläre Pistole mit der entsprechenden Blaupause schon mal in eine Maschinenpistole. Aber auch Visiere oder Magazine lassen sich austauschen. Zusätzlich darf man in der offenen Welt auch zum Hacker werden, um Tore zu öffnen oder feindliche Drohnen unter Kontrolle zu bringen. Oder man erkundet die Umgebung mit einem ferngesteuerten Minifahrzeug, um so den perfekten Angriffsplan auszuarbeiten.

 

Fazit

Abwechslung ist bei «Homefront – The Revolution» Trumpf. Das Spiel mag zwar technisch nicht auf dem allerneusten Stand sein, doch das macht es mit dem vielfältigen Gameplay, der umfangreichen Story und dem oft raffinierten Missionsdesign locker wett. Der Einstieg ist zwar aufgrund des relativ fragilen Ethans etwas harzig. Hat man sich allerdings daran gewöhnt, darf man den Feinden oft mit kreativen Mitteln zu Leibe rücken. Kommt dazu, dass hier nicht nur endlose Ballereien, sondern öfters mal auch reine Story-Sequenzen auf dem Programm stehen. So gibt es viele Gründe, sich auf den Release zu freuen. Nach vielen Irrungen und Wirrungen soll das Game nun endgültig am 20. Mai 2016 für PC, PS4 und Xbox erscheinen.

Publiziert am 30.03.2016 | Aktualisiert am 30.03.2016
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